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Entlang der Seidenstraße


Zu den Perlen des Orients:
Usbekistanreise 4. bis 11. Mai 2007

Routen der alten Seidenstraße

Wer kennt sie nicht - die Seidenstraße - die legendäre Handelsverbindung zwischen dem fernen China und Europa. Aber wer kennt Usbekistan? Und wer weiß, daß die Hauptsehenswürdigkeiten der Seidenstraße gerade in Usbekistan liegen?

Anfang Feber sprang uns in den "Salzburger Nachrichten" die Leserreise ins Auge: eine Woche zu den Höhepunkten der Seidenstraße, Direktflug mit Austrian Airlines/Lauda Air ab Linz nach Samarkand und von Urganch retour. Nach kurzem Überlegen und einem etwas längeren, aber vergeblichen Blick ins Internet haben wir die Reise gebucht.

Wie gesagt, viel haben wir zum Thema Reisen in und nach Usbekistan im Internet nicht gefunden und gerade deshalb wollen wir unser Wissen mit interessierten Reisenden teilen. So haben wir wieder wie bei den vorhergehenden Reisen detailliertere Informationen, die den Rahmen eines Reiseberichtes sprengen würden und Hinweise in einer Info-Sammlung zusammengetragen. Dort sind, soweit bekannt, auch weiterführende Links angeführt. Im Text sind Verweise auf die Info-Sammlung mit diesem Symbol: weitere Informationen markiert.

Und nun gilt auch für Sie, was unsere usbekische Reiseführerin nie müde wurde zu sagen:
"Machen Sie sich gespannt!" :-)

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Unsere Reiseroute:

Unsere Reiseroute
Prolog (Anreise)
Samarkand
Shaxrisabz (Shahrisabz)
Buchara (Bukhara)
Chiwa (Khiva)

Die Schreibweise der Orte, Namen und Sehenswürdigkeiten variiert sehr stark, wir haben uns für die Variante im Reiseführer "Usbekistan entdecken" weitere Informationen von Judith Peltz entschieden, in Klammer ist die Version aus den englischsprachigen Stadtplänen von Silk Tour weitere Informationen angeführt.

Alle Bilder haben erläuternde Beschreibungen mittels aufpoppender Tags und können durch Anklicken vergrößert werden, bzw. es verbirgt sich mehr dahinter.



Di 1. - Do 3.5. Prolog
Dreitägige Anreise zum Flughafen in Linz

Die Strecke von Vorarlberg nach Linz ist doch recht weit und so haben wir uns entschlossen, aus der Not eine Tugend zu machen und uns für die Anreise drei Tage Zeit zu nehmen.

Am 1. Mai fahren wir gemütlich nach Passau, dem malerische Städtchen am Zusammenfluß von Donau, Inn und Ilz. Besonders angetan sind wir vom Glasmuseum und dem schönen Blick von der Wallfahrtskirche Mariahilf über die Innstadt und die Donaustadt zur Veste Oberhaus.

Pöstlingbergbahn in Linz Am 2. Mai gondeln wir die Donau entlang, machen einen kleinen Abstecher zum Kloster Engelhartszell und erreichen zu Mittag die oberösterreichische Hauptstadt. Das City-Ticket (erhältlich in der Tourist-Info) ermöglicht uns dann die Fahrt mit der steilsten Straßenbahn der Welt hinauf auf den Pöstlingberg, dort oben eine Fahrt mit der Märchen-Grotten-Bahn, eine Fahrt mit der Tram-Linie 3 zum Hauptplatz und den Eintritt in diverse Museen. Im Schloßmuseum interessiert uns besonders die Ausstellung über Kolumbianisches Gold.
Der Höhepunkt dieses Tages ist das Abendessen im Promenadenhof, denn der dortige Chefkoch Mario Niedermayer hat uns ein mehrgängiges Überraschungsmenü versprochen. Und wir sind wirklich total begeistert von seinen Kreationen. Das köstliche Überraschungsmenü

Am 3. Mai widmen wir uns erst dem Ars-Electronica-Center, das derzeit zwar in einem Ausweichlokal untergebracht ist, aber auch auf begrenzterem Raum viele Einblicke in diverse Anwendungsmöglichkeiten der Elektronik ermöglicht. Das Lentos bei Nacht Nach einem kleinen Stadtbummel schlendern wir durch den Urfahrner Jahrmarkt und besuchen dann das am anderen Ufer der Donau gelegene Lentos (Linzer Museum moderner Kunst in einem futuristischen Bau - Schiele, Klimt und Nolde neben aktuellen Installationen, u.a. mit gitarrespielenden Vögeln). Nach dem Abendessen lassen wir uns noch von einem Feuerwerk im Donaupark verzaubern und gehen dann doch bald ins Hotel, die Nacht endet wegen der morgigen Abreise viel zu früh.

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Fr 4.5. Flug nach Samarkand

'Unsere' Lauda Boeing 737-800 Der Treffpunkt für die Reisegruppe ist um 4:45 Uhr am Flughafen, dort erst bekommen wir vom Reisebegleiter Herrn Bruckmiller unsere Tickets (eine neue Erfahrung für uns ;o)). Die Boeing 737-800 der Lauda-Air weitere Informationen ist fast voll, über 150 Reisende wollen nach Usbekistan. Der Abflug verzögert sich zwar ein paar Minuten, aber das ist nicht weiter tragisch, denn auch die Landung nach über 5 1/2 Stunden verläuft nicht planmäßig: wegen eines starken Gewitters mit heftigen Windböen in der Umgebung des Flughafens von Samarkand ist dieser gesperrt. Wir müssen in die Hauptstadt Taschkent ausweichen, wo wir zwar sanft landen, dann aber wie in einem schlechten Witz am Rollfeld 2 1/2 Stunden warten müssen - man glaubt es kaum, aber die Flughafenbehörden wollten zuerst für Landegebühren und Treibstoff Bargeld sehen - schließlich genügt aber dann doch ein Kreditkärtchen! Aber endlich geht es weiter, und wir fliegen noch mal 30 Minuten, bis wir gegen 19:00 Uhr Ortszeit das Herz der Seidenstraße erreichen.
Eine Folkloregruppe empfängt uns mit Musik und Brot, Tee und Trockenfrüchten, leider ist am Flughafen Fotografierverbot. Etwas langwierige Einreiseformalitäten wegen des Gruppenvisums, auch das Gepäck wird nach Gruppen sortiert ausgegeben, aber endlich können wir mit dem schon leicht betagten Bus, den Mitreisenden und der Reiseführerin Nargisa Bekanntschaft schließen. Werden zum Hotel Sherdor weitere Informationen gebracht, wo wir von der örtlichen Reiseagentur ein paar Broschüren, Stadtpläne und auch etwas einheimisches Geld weitere Informationen bekommen (Wechselkurs sagenhafte 1.500,-- Sum für 1 Euro). Bekommen noch ein ganz passables Abendessen, dann sind wir alle vom Nichtstun ganz müde und gehen bald schlafen.

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Sa 5.5. Die Schätze Samarkands

Das prachtvolle Innere des Mausoleums 'Gur Emir' Mausoleum 'Gur Emir' Beginnen den Tag gut ausgeruht, wir haben die drei Stunden Zeitverschiebung einfach verschlafen.
Um 8:30 beginnt unsere Tour durch Samarkand weitere Informationen, und der Bus bringt uns zur ersten Station, dem Mausoleum "Gur Emir" weitere Informationen. Dieses palastartige Grabmal des Mongolenherrschers Timur weitere Informationen ist besonders wegen der mit Fayencen reich geschmückten Rippenkuppel, die in ihrem Blau den ganzen Stadtteil überstrahlt, beeindruckend. Das Portal und die Minarette sind mit Ornamenten, Mosaiken und Schriftzeichen versehen, die zu einem kleinen Teil noch original sein sollen. Das Innere des eigentlichen Mausoleums ist reich mit Fliesen und Gold geschmückt, dort befinden sich einige Grabmale, u.a. natürlich das Timurs und auch das seines Lieblingslehrers.

Der nächste Punkt auf der Liste der Pflichtbesuche ist die Moschee Bibi Xanom (Bibi Khanum) weitere Informationen. Das Portal, wieder fliesengeschmückt, und die riesige blaue Kuppel zeugen vom leichten Größenwahn des Erbauers, Timur, der die größte Moschee seiner Zeit bauen wollte. Leider ist die Ausführung der Hast und den Möglichkeiten der damaligen Zeit zum Opfer gefallen und die Gläubigen mußten sich schon bald nach der Fertigstellung vor herabfallenden Gebäudeteilen in Sicherheit bringen. Kuppel der Moschee Bibi Xanom Im Inneren des Bauwerks gibt es nur Ziegel und Risse zu sehen.

Gemüse im Bazar Gleich neben der Moschee liegt der große Basar weitere Informationen, auf dem man, wie es sich für eine orientalische Stadt gehört, alles kaufen kann, was der Mensch so braucht: vom Brot, für das Samarkand berühmt ist, über Kuchen, Nougat und Trockenfrüchten zu schön zugeputzten Rüben, Karotten und Kartoffeln, von Käsebällchen über Gewürze und Kräuter bis zu Fleisch am Haken in der Sonne, von Geschirr bis zu gefälschten Markenprodukten ;o) - nur Souvenirs muß man lange suchen.

Zu Mittag kommen wir endlich zum beeindruckenden Registan weitere Informationen, dem von den Portalen dreier Medresen eingerahmten ehemaligen Hauptplatz Samarkands. Diese sind im Abstand von fast 300 Jahren errichtet worden, so ist auch ein bißchen die Entwicklung von Kunst und Architektur nachvollziehbar. Portal der Ulug'bek-Medrese Bezahlen wieder brav unsere Fotogebühr und betreten erst die älteste der drei Koranschulen, die linkerhand gelegene Ulug'bek-Medrese (Ulugbek Madrassah) weitere Informationen. Portal der Tillakori-Medrese Wie wir noch sehr häufig feststellen werden, ist das Innere mit schönen Fliesen geschmückt, die freien Flächen aber von Souvenir- und Kunsthandwerks-Verkäufern vollständig genutzt. Dann wenden wir uns im Uhrzeigersinn der jüngsten Koranschule, der Tillakori-Medrese (Tilla-Kari Madrassah) weitere Informationen zu. Diese ist im Inneren reich mit Goldornamenten geschmückt, was ihr auch den Beinamen "Die Goldbedeckte" eingetragen hat. Direkt gegenüber der Ulug'bek-Medrese steht die Sherdor-Medrese (Shir-Dor Madrassah) weitere Informationen, die baulich ein exaktes Spiegelbild der ältesten ist, allerdings ist das Portal entgegen den islamischen Gepflogenheiten mit Tierdarstellungen (löwenartige Tiger jagen weiße Gazellen) geschmückt.

Um 14:00 Uhr werden wir endlich zu einem großen Restaurant gebracht, wo ein Großteil der Gruppe ein Mittagsmenü verdrückt. Die größte Tageshitze verbringen wir dann im Atelier einer russischen Seidenkünstlerin. Dort bietet sich die Möglichkeit, nach einer beeindruckenden Modenschau kunstvolle Seidenprodukte (Schals, Mützen, Kleider, Jacken, etc....) zu erstehen.

In der Nekropole Shohizinda In der Nekropole Shohizinda Schließlich geht die Besichtigungstour weiter, der Bus bringt uns an den Stadtrand zur Nekropole Shohizinda (Shakhi-Zinda) weitere Informationen. Über einen Hügel verteilt liegt ein großer Friedhof, der um ein frühislamisches Heiligtum herum entstanden ist. Besonders beeindruckend ist die Straße der Toten, dort reiht sich Mausoleum an Mausoleum. Direkt am Eingang beginnt der Weg durch die Architekturgeschichte, denn beginnend mit einer Moschee vom Anfang des 20. Jahrhunderts werden die Grabmale immer älter, bis der Besucher vor einem Bauwerk aus dem 11. Jahrhundert steht. Dieser Weg ist sehr beeindruckend, und das milde Licht des späten Nachmittags überzieht alles mit einem warmen Farbton.

Für das Abendessen werden wir nach einer kurzen Regenerationspause in einen Vorort von Samarkand gebracht und finden dort im Privathaus einer usbekischen Familie eine reich gedeckte Tafel vor. Diese Art der Touristenverpflegung ist scheint's eine Möglichkeit des Zuverdienstes. Die ganze Verwandtschaft hilft bei der Versorgung der Gäste mit - die weiblichen Haushaltsmitglieder kochen (übrigens ausgezeichnet), der Vater und der ältere Sohn sorgen dafür, daß die Kehlen nicht austrocknen. Kurz nach 22:00 Uhr zirkelt der Busfahrer wieder aus den engen Gassen und bringt uns zum Hotel zurück. Der Abstecher zum beleuchteten Registan läßt sich bei den Behörden, welche das auch immer sein mögen, heute nicht organisieren, also verziehen wir uns gleich in die Federn.

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So 6.5. Tagesausflug nach Shaxrisabz

'Liebesstein' auf dem Weg nach Shaxrisabz Die Reisegesellschaft wird heute zweigeteilt. Bereits um 8:00 Uhr besteigt die eine Hälfte den großen Bus und fährt ca. 160 km um das Serafashangebirge herum, die andere faltet sich zusammen und zwängt sich in 4 etwas durchgesessene Kleinbusse, die die ca. 80 km lange Strecke über den Paß fahren. Ziel beider Teile ist die Stadt Shaxrisabz (Shahrisabz) weitere Informationen. Wir gehören zur Kleinbus-Gruppe und bekommen bereits auf dem Weg aus Samarkand hinaus eine hübsche Medrese zu sehen. In den Bergen machen wir einen kleinen "Wanderstop" zu eigenwillig geformten Felsen und auf der Paßhöhe könnten wir mit etwas gutem Willen einen Blick bis Shaxrisabz werfen (allerdings ist es sehr dunstig, und man sieht nicht einmal richtig ins Tal hinunter). Timur-Denkmal Am Parkplatz wird wilder Rhabarber verkauft, der hier wächst und roh gegessen wird, außerdem sehen wir verblüfft, wie sich 15 Personen in einen Kleinbus wie den unseren zwängen. Brausen bald hinunter in die Provinz Kashkadarya, wieder mit Besichtigungsstopp bei für die Einheimischen heiligen Quellen.

In Shaxrisabz angekommen, bekommen wir einen örtlichen deutschsprachigen Guide. Der erste Weg führt uns gleich am großen Timur-Denkmal vorbei zu den letzten Resten des großartigen "weißen Palastes" Oq Saray weitere Informationen. Viel ist wahrlich nicht mehr da von der Sommerresidenz Timurs. Nur mehr die blau gekachelten Pylonen des mächtigen Portals ragen in den Himmel, alles andere muß man seiner Phantasie überlassen. Hochzeitspaar
Die kleine Parkanlage rund um das Denkmal ist bei Brautpaaren ein beliebter Ort für die Hochzeitsfotos, und heute stehen die Gesellschaften Schlange für die besten Plätze - lustig, die ernsten Bräute zu sehen, aber Lächeln gilt in diesem Fall als schlechte Erziehung!

Fahren ein paar Minuten, um das Dorut Tibovat-Ensemble weitere Informationen zu besichtigen, das aus einer kleinen Moschee und den Überresten eines timuridischen Familiengrabes besteht. Hier sollen zwei Söhne Timurs und andere Angehörige begraben liegen. Etwas daneben steht noch ein etwas jüngeres Mausoleum aus der Saiden-Dynastie, und die blaue Kuppel der Ko'k-Gumbaz-Moschee zieht immer wieder unsere Blicke auf sich. Dorut Tibovat-Ensemble Rund um diese Bauwerke sind haufenweise Händlerinnen, die ihre Seidenschals, Taschen und Mützen an den Mann, aber noch lieber an die Frau bringen wollen, auch Silberschmuck und gestickte Tischtücher gibt es in Massen. Entziehen uns diesem Markt und fahren wieder zu einem "Privatlokal", hier treffen wir mit der anderen Hälfte unsere Gruppe zusammen.

Nach einem etwas kleineren Mittagessen tauschen wir sowohl die Fahrzeuge als auch die Reisebegleiter und können so bequem die Heimfahrt nach Samarkand antreten. Da die Paßstraße für große Busse gesperrt ist, umfahren wir jetzt das Gebirge. Auf dieser Teilstrecke begleitet uns ein Freizeit-Reiseführer, der in Bonn Veterinärmedizin studiert hat und nun an der Uni in Samarkand sein Stipendium abarbeitet. Teppichproduktion in Heimarbeit Am Wochenende übernimmt er Führungen für deutsche Gruppen, um sein karges Akademiker-Gehalt aufzubessern (er verdient ca. 130,- US$ im Monat, ein Bauarbeiter bekommt mit diversen Zulagen umgerechnet ca. 150,-). Mit ihm besuchen wir eine Familie, die Schafzucht betreibt und die Wolle gleich selber verarbeitet: hier gibt es gewebte und geknüpfte Teppiche mit hübschen Mustern und zu akzeptablen Preisen. Einige wechseln auch die Besitzer, zudem stehen ganze Massen Kinder für ein Foto bereit. Überhaupt haben wir festgestellt, daß die Usbeken sich mit einer Begeisterung fotografieren lassen, die wir auf all unseren Reisen noch nie erlebt haben.

Kurz vor 18:00 Uhr sind wir wieder im Hotel und machen uns schnell frisch fürs Galadinner. Da das Wetter in Samarkand am Nachmittag nicht ganz mitgespielt hat, wurde die Abendveranstaltung von einem Freiluft-Lokal in ein Großraum-Restaurant verlegt. Zuerst wird uns klassische Musik mit Klavier und Gesang geboten, zum Dessert gibt es auch noch eine Ballett-Aufführung. Vielleicht nicht ganz das, was wir uns vorgestellt haben, aber mit viel Enthusiasmus vorgetragen.

Registan-Platz bei Nacht Den krönenden Abschluß des Abends erhält unser Bus exklusiv am Registan: nur wir paar Österreicher und die Pracht aus 1001 Nacht!! Alexander von GTA-Sky-Ways hat die Verantwortlichen dazu gebracht, für 2 mal 5 Minuten die Beleuchtung der drei Medresen einzuschalten --> ein wahrer Traum!!

Geldschein 1000 Sum (=0,70?) - der größte Schein Usbekistans Rundum zufrieden fahren wir endlich ins Hotel zurück, wo uns Nargisa noch einen Geldwechsler hinbestellt hat. Lässig mit einigen Hunderttausend Sum im Plastiksackerl taucht er auf und alle versorgen sich mit einheimischen Geldscheinen. Da der größte Geldschein (1.000,- Sum) nur ca. 0,70 Euro wert ist, schaut es am Tisch in der Hotelbar aus wie im Casino bei der Gewinnauszahlung ;o).

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Mo 7.5. Erste Bekanntschaft mit der Wüste - Fahrt nach Buchara

Quadrant im Observatorium von Ulug'bek Vor dem Frühstück müssen wir unseren Koffer bereitstellen und danach besuchen wir noch die letzten Sehenswürdigkeiten Samarkands. Zuerst dürfen wir das Observatorium von Ulug'bek weitere Informationen besichtigen, das zum Teil noch erhalten ist und ein 22 m langes Fragment eines riesigen gemauerten Quadranten zeigt. Das nebenan gelegene kleine Museum könnte man schneller besichtigen, aber Nargisa weiß zu jeder Schautafel eine lange Geschichte zu erzählen.

Anschließend überqueren wir den Fluß und besuchen die archäologische Stätte Afrosiyob (Afrosiab) weitere Informationen. Dieses Gebiet wurde bereits vor 2.750 Jahren besiedelt und hier haben Wissenschaftler ein Patrizierhaus aus dem 7. Jahrhundert ausgegraben. Das Glanzstück der Ausstellung ist der große Raum mit den Originalfresken, die in diesem Haus gefunden wurden - leider in der Zwischenzeit doch ziemlich angegriffen.

Nach diesem Ausflug in die Vergangenheit kurven wir zurück in die Stadt und dürfen für eine Stunde auf Entdeckungstour gehen. Dummerweise beginnt es zu tröpfeln, aber wir sind gut ausgestattet und flanieren gut beschirmt vom Registan durch eine Einkaufsstraße zur Bibi-Xanom-Moschee. Dieser gegenüber wird gerade das kleine Bibi-Xanom-Mausoleum restauriert, was niemanden davon abhält, Eintritt zu verlangen. Schauen zur Verblüffung der Arbeiter kurz hinein, dann haben wir gerade noch Zeit für einen kleinen Abstecher zum Basar, erstehen gebrannte Erdnüsse und geröstete Marillenkerne und eilen zurück zum Bus. Karawanserei Verbringen die Mittagspause wieder im Lokal vom ersten Tag, lassen aber wegen der gestrigen Völlerei das Essen aus und nehmen nur Brot und Bier (heute 500 Sum teurer als vorgestern....).

Schon geht die Reise weiter und wir verlassen Samarkand in westlicher Richtung. Folgen dem Verlauf der alten Seidenstraße, aber schon nach kurzer Fahrt bleiben wir plötzlich mitten im Nichts stehen - der Bus ist defekt! Die Fahrer wissen aber schon, was los ist und nach 10 Minuten Reparatur geht's wieder weiter. Turm in Gizhduvan Der erste geplante Stop ist bei der Karawanserei Rabat Malik, von der aber außer einem rekonstruierten Portal aus dem 11. Jhdt. nur mehr die Fundamente übrig sind. Auf der anderen Straßenseite wurde ein antiker Wasserspeicher nachgebaut, um die Wasserversorgung auf der Seidenstraße zu dokumentieren.
Etwas weiter im kleinen Ort Gizhduvan steht beim wiederbelebten Grabmal eines Märtyrers die kleinste der drei von Ulug'bek gegründeten Medresen, die wir ebenso wie das in Vabkent gelegene Minarett aus dem 15. Jhdt. von außen besichtigen.

Endlich erreichen wir gegen 18:30 Uhr die Stadt Buchara (Bukhara) weitere Informationen. Zitadelle im Abendlicht Wer will, kann nach der langen Busfahrerei von der Zitadelle quer durch die Altstadt zum Hotel gehen. Das lassen wir uns nicht zweimal sagen und sehen dadurch eines der wunderschönen Ensembles in weiches Abendlicht gehüllt, viel schöner, als es bei Tag möglich ist. Die Umgebung ist von sehr geschäftstüchtigen Souvenirhändlerinnen belagert, die müssen alle ein Intensiv-Seminar "Verkauf ohne Gnade" absolviert haben ;o)
Im Hotel Malika Bukhara weitere Informationen erwartet uns ein geräumiges Zimmer und eine reich gedeckte Tafel. Verbringen einen angenehmen Abend mit angeregter Unterhaltung in bester Laune.

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Di 8.5. Buchara, die Edle

Samaniden-Mausoleum Auch hier in Buchara werden wir einem örtlichen Führer anvertraut, und nach dem reichlichen Frühstück folgen wir Ali zu Fuß durch die Stadt. Beginnen die Besichtigung beim sehr hübschen Samaniden-Mausoleum (Ismail Samani Mausoleum) weitere Informationen vom Ende des 9. Jahrhunderts. Der reiche Schmuck dieser eher kleinen Grabstätte wird einzig durch die verschieden angeordneten gebrannten Ziegel erreicht. Durch eine Parkanlage mit einem Flohmarkt spazieren wir zum "Hiobsbrunnen" (Chashma-Ayub Mausoleum) weitere Informationen, einem weiteren Mausoleum mit heilkräftiger Quelle, das von verschiedenen Kuppeln vom 12. bis zum 15. Jhdt. überragt wird. Inneres der Bolo-Hauz-Moschee Weiter geht es dann zur Bolo-Hauz-Moschee (Bolo-Khauz-Mosque) weitere Informationen. Der Eingangsbereich dieser wieder aktiven Moschee wird von 20 hohen Holzsäulen getragen, die sich im Wasserspeicher davor (manchmal, wann das Wasser sauber ist) spiegeln. Nun ist es nicht mehr weit zur Zitadelle Ark weitere Informationen, einer Stadt in der Stadt. Die Schutzmauer, die diesen ehemaligen Fürstenhof umgibt, wurde teilweise rekonstruiert, die Gebäude beherbergen kleine Ausstellungen über die Geschichte der Stadt. Gegen ein Bakschisch haben wir noch die Gelegenheit, den offiziellen Bereich zu verlassen und von einem noch nicht renovierten Teil der Schutzmauer einen zugegeben hübschen Blick über die Altstadt und ihre türkisen Kuppeln zu werfen.
Um 12:00 Uhr beginnen wir den Weg zum Mittagessen, werden aber zuerst noch in einen kleinen Teppichladen gelotst, in dem uns unaufdringlich ein paar handgeknüpfte Meisterwerke gezeigt werden. Endlich erreichen wir das Restaurant im Labi-Hauz weitere Informationen, einem Ensemble mit Medrese und Pilgerhaus an einem der letzten alten offenen Wasserbecken (= Hauz). Der Blick auf das Wasser wird durch Rauchschwaden vom Holzkohlengrill hinter uns etwas getrübt, aber die Atmosphäre ist trotz der vielen Touristen beruhigend und entspannend.

Gegen 14:00 Uhr geht die Besichtigungstour weiter, wir sehen uns die Nadir-Devon-Begi-Medrese (Nadir-Divan Begi Madrassah) weitere Informationen von innen an, müssen aber feststellen, daß die Zellen der Schüler nun von Händlern bevölkert werden. Diese Regelung gilt in allen kleineren Medresen, denn für die Erhaltung der Bausubstanz und Sauberkeit sind die Händler steuerbefreit. Die große Mittagshitze verbringen wir in den überdachten Basaren der Altstadt, Ali führt uns von einem Teppichgeschäft in den nächsten Laden. Die Gebäude sind allesamt alt und schön, doch allmählich wird es mühsam. Kalon-Komplex Aber langsam gelangen wir doch zum bereits gestern gesehenen Kalon-Komplex weitere Informationen. Hier stehen sich zwei traumhaft schöne Portale gegenüber, die vom 46 Meter hohen Minarett Kalon überragt werden. Die Miri-Arab-Medrese beherbergt wieder eine Lehranstalt, daher ist ein Besuch nicht möglich. Dafür können wir die gegenüberliegende Moschee Kalon besichtigen. Der große Innenhof dieser Sommermoschee wird von überkuppelten Galerien eingerahmt und von der weithin sichtbaren blauen Kuppel überragt. Hier endet unsere heutige Besichtigungstour und ein paar Unentwegte aus unserem Trupp bewältigen die 105 Stufen auf das Minarett Kalon. Wir ziehen die Stufen zu einer gegenüberliegenden Aussichtsterrasse vor und laben uns an einem kühlen Bier und dem schönen Blick auf die gesamte Anlage. Auf dem Rückweg zum Hotel erstehen wir zwei CD's mit klassischer usbekischer Musik, den überall angebotenen zotteligen Pelzmützen können wir bei 30° Hitze nichts abgewinnen.
Portal der Nadir-Divon-Medrese
Das heutige Abendessen nehmen wir im Innenhof der Nadir-Divon-Medrese ein, die wir schon nach dem Mittagessen besucht haben. Ein Musikensemble, Tänzerinnen in alten Trachten und eine Modeschau mit modernen Kreationen begleiten unser Menü mit Plov weitere Informationen und allerlei anderen Köstlichkeiten.

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Mi 9.5. Die Seidenstraße - verlassen in der Wüste

Chor Minor - das Wahrzeichen der Stadt Buchara Heute müssen wir erst zu Mittag das Hotel räumen, trotzdem packen wir schon mal die Koffer. Der Bus bringt uns ein kleines Stück aus der Altstadt hinaus, dort folgen wir wieder Ali, dem Führer von gestern (er hat in Taschkent deutsche Philologie studiert, das Land aber nie verlassen) durch verwinkelte Gassen zum Chor Minor weitere Informationen. Von dieser Medrese aus dem frühen 19. Jhdt. ist nur mehr die Moschee mit ihren vier unterschiedlich geschmückten blau bekuppelten Minaretten übrig. Gegen ein kleines Entgelt können wir über ein enges Treppchen zur blauen Kuppel hinaufsteigen und auf unsere Mitreisenden hinunterblicken.

Medrese Ulug'bek vor Restaurierung Nach dieser Besichtigung spazieren wir durch enge Gassen, vorbei an mit Fladenbroten gekennzeichneten Bäckereien, Wohnhäusern und kleinen Plätzen zurück zur Altstadt. Dort stehen noch zwei Medresen auf dem Programm, die sich bequemerweise gegenüberstehen. Die ältere weitere Informationen ist die dritte von Ulug'bek gestiftete Koranschule aus dem 15. Jhdt. Leider ist sie noch nicht so gut restauriert, wie manch andere auf unsere Reise. Im Innenhof ist ein hoher Schuttberg, von dem sich Helmut, einer unserer Mitreisenden, ein paar Fliesenbruchstücke mitnimmt. Er besteht darauf, daß wir das bezeugen können, er hat andernorts am Zoll schon schlechte Erfahrungen mit "Antiquitäten" gemacht. Auf der anderen Straßenseite sieht man die derzeit eingerüstete Abdulasiz Chan-Medrese weitere Informationen aus dem 17. Jhdt. Im Inneren ist nur eine Seite kunstvoll mit Fliesen verziert, die andere ist (noch) ungeschmückt. Jetzt sind die Besichtigungspunkte alle erledigt, bis zur Abfahrt um 11:00 Uhr dürfen wir uns noch selbst beschäftigen.

Straße nach Chiva Pünktlich verlassen wir die geschäftige Stadt Buchara und machen uns auf den langen Weg durch die Wüste Kizilkum weitere Informationen. Schon kurz nachdem die letzten Anzeichen von Zivilisation hinterm Horizont verschwunden sind, bleibt der Bus wieder wegen eines Defekts stehen. Aber ebenso schnell wie letztes Mal ist der Schaden behoben und wir können die Fahrt über desolate Straßen, mit tiefen Schlaglöchern und gelegentlichen Polizeikontrollen (wir werden immer einfach durchgewunken) fortsetzen. Gegen 14:00 Uhr machen wir Halt im Nirgendwo und stapfen brav in der Hitze ein paar Meter hinein in die Wüste, im sehr spärlichen Schatten der wenigen Büsche vertilgen wir unsere Lunch-Pakete und bemühen uns dabei nicht zuviel Sand mitzuschlucken. Nach einer knappen Stunde in der prallen Sonne geht's weiter und nach wenigen Minuten lesen wir einen wanderfreudigen Mitreisenden auf, der unbedingt ein Stück auf der Seidenstraße gehen wollte (3 km weit ist er gekommen). Blick auf den Grenzfluß Amudarya nach Turkmenistan Unterwegs sieht eine Mitreisende ein Kamel und eine Jurte, also wieder Fotostop für unseren und einen anderen Bus unseres Charter-Fliegers. Zwei Stunden später erreichen wir einen Aussichtspunkt, von dem man einen schönen Blick auf den Fluß Amudarya hat, und den letzten Stop legen wir bei Sonnenuntergang bei einem großen Friedhof ein. Erst bei völliger Dunkelheit kommen wir gegen 21:00 Uhr nach Chiwa weitere Informationen und wir sind alle glücklich, das Hotel Malika Khiva weitere Informationen endlich erreicht zu haben. Das Abendessen ist wieder ausgezeichnet, aber die Gesellschaft verläuft sich nach 10 Stunden Wüstendurchquerung rasch. Von uns aus hätte man diese Strecke auch fliegen können, andererseits konnten wir so für ein paar Momente einen ganz kleinen Eindruck von der Einsamkeit und den Strapazen der Karawanen auf der Seidenstraße bekommen, die für unsere Tagesstrecke früher in etwa 2 Wochen benötigten.

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Do 10.5. Chiwa - die Stadt der Türme

Ota Darvoza-Tor und Minarett Kalta Minor Festung Ko'xna Ark Nach der gestrigen Megaetappe dürfen wir heute länger schlafen und werden erst um 9:00 zur Stadtbesichtigung versammelt. Der Eingang zur Altstadt liegt unserem Hotel direkt gegenüber, und der örtliche Führer Alisher bringt uns seine Stadt näher. Zuerst bekommen wir im Schatten der hohen Stadtmauer eine Einführung in die Geschichte der Stadt und der Seidenstraße, dann durchschreiten wir das Ota Darvoza-Tor weitere Informationen (hier ist wieder Fotogebühr für die gesamte Altstadt zu entrichten) und machen uns ans Besichtigen. Wenden uns gleich nach links zur Festung Ko'xna Ark weitere Informationen, wo der Khan verschiedene gekachelte Innenhöfe für verschiedene Zwecke zur Verfügung hatte (Empfänge, Gerichtsverhandlung, Gäste...). In einem Nebenraum steht die Nachbildung eines Thrones (Original in Moskau). Die Säulen sind nicht aus Marmor, sondern aus Holz, das hier in der Wüste besonders kostbar ist.

Gegenüber des Ark befindet sich eine Medrese mit einem kleinen Geschichtsmuseum, und im zweiten Innenhof zeigt eine Familie traditionelles Können am Drahtseil (beeindruckend). Nach dieser Aufführung marschieren wir hinter unserem Führer her zum "Mausoleum des Ringers" weitere Informationen, der immer weiter ausgebauten Grabstätte des Stadtwohltäters Pahlavon Maxmud. Gräber im Umfeld des 'Mausoleums des Ringers'
Dahinter liegt ein Friedhof mit für diese Gegend typischen Grabbauten mit Tonnengewölben. Zurück auf der Hauptstraße werden wir in die Mittagspause entlassen, die die meisten im Hotel verbringen, wir suchen uns allerdings ein schattiges Plätzchen in einem Teehaus in der Nähe des unvollendeten Minaretts "Kalta Minor" weitere Informationen und beobachten das Straßenleben. Minarett der Islom-Xo'ja-Medrese

Um 14:30 Uhr ist Treffpunkt beim Minarett der Juma-Moschee weitere Informationen, deren kühles Inneres von 212 Holzsäulen getragen wird. Manche sind mit reichen Schnitzereien verziert, die älteste stammt aus dem 10. Jahrhundert. Dann müssen wir wieder hinaus in die Hitze und folgen Alisher zum "Steinernen Haus" weitere Informationen. Dieser Palast Toshxauli bietet neben Schalhändlerinnen einen Harem, dessen fünf Hauptgemächer mit festgenagelten Kacheln (alle mit einem extra Loch dafür versehen) und geschnitzten Holzsäulen geschmückt sind. Der letzte Punkt der offiziellen Besichtigung ist das Hauptgebäude dieses Palastes mit seinem Labyrinth aus Gängen, Räumen und Innenhöfen.

Alle die Lust auf einen Blick von oben haben, folgen dem Führer noch einmal zur Festung. Dort gibt es einen Aussichtsturm, den wir gegen einen kleinen Obolus besteigen. Sommerpalast Toshxauli Der Blick über die Altstadt mit den blauen Kuppeln, hohen Minaretten und fliesengeschmückten Portalen ist hübsch, aber leider hat sich am Himmel eine dichte Wolkenschicht gebildet (schlecht für Fotos, gut für das Wohlbefinden). Anschließend verläuft sich die Gruppe und wir schlendern noch eine Weile durch die Gassen. Die Sonne setzt sich wieder durch und so erklimmen wir ein zweites Mal den Aussichtsturm. Jetzt strahlen die Kacheln und wir um die Wette! Genießen den Ausblick, bis wir nur mehr wenig Zeit haben, uns für die letzte Abendveranstaltung herzurichten. Ausblickswarte für Panorama auf Chiwa

Um 18:20 Uhr bringt uns der Bus etwas aus der Stadt hinaus zur ehemaligen Sommerresidenz des letzten Khans. Im Innenhof erwartet eine Folkloregruppe mit Musik, Gesang und Volkstanz die Insassen aller 5 Busse. Besonders ein ca. 5-jähriger Knirps der Truppe erobert die Zuseher im Sturm ;o). Das ausgezeichnete Abendessen nehmen wir im Damensaal der Sommerresidenz ein, die Wände sind mit Stuck und Wandmalereien verziert, der Innenhof wird wieder von Holzsäulen umrahmt. Unsere Gruppe braucht am längsten, um sich loszureißen, aber gegen 21:30 Uhr fahren auch wir zurück zum Hotel. Dort bekommen wir noch die Formulare für die morgigen Zollformalitäten und füllen auch brav den Fragebogen der Reiseagentur aus.

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Fr 11.5. Gemütlicher Tag in Chiwa und Heimreise

Am Basar: farbenfrohe Torten Am Basar: Seidentücher Dieser Vormittag steht uns nun ganz zur freien Verfügung, erst um 12:00 ist Treffen für ein letztes gemeinsames Mittagessen. Also schlichten wir unsere Sachen wieder in den Koffer, richten die Reiseunterlagen her und beginnen eine Erkundungstour zum Basar in der Altstadt. Wollen als Andenken eine Flasche Wodka mitnehmen und schlendern deshalb eine ganze Weile durch die Verkaufsstraßen. Hier gibt es alles was dem orientalischen Geschmack entspricht und bunt ist, aber das alkoholhaltigste, das wir sehen ist Bier. Nach einiger Herumfragerei organisieren uns zwei Händler doch noch ein Souvenir und zufrieden beobachten wir wieder von unserem "Stamm-Teehaus" aus die vielen Schulgruppen und Einheimischen. Heute sind die Händlerinnen nicht mehr ganz so aufdringlich, so können wir in aller Ruhe noch mal diverse Sehenswürdigkeiten besuchen.

Jetzt ist es Zeit die Koffer in den Bus zu stellen und Nargisa zum Restaurant zu folgen. Auch das letzte Essen ist schmackhaft und reichlich, wir können gar nicht verstehen, warum ein paar Mitreisende solche Probleme damit bekommen haben....

Die Fahrt nach Urganch über eine der wenigen halbwegs ordentlich ausgebauten Straßen dauert nicht lange und wird durch die Verabschiedung von und durch Nargisa, Herrn Bruckmiller und einen Reisegefährten noch kurzweiliger. Am Flughafen treffen die 5 Busse unserer Reisegesellschaft etwas zeitversetzt ein und auch das Einchecken erfolgt nach Bussen sortiert. Wenn es noch ein anderes Flugzeug zum Abfertigen gäbe, wäre das Chaos perfekt, aber so läuft alles in durch die Visumlisten geordneten Bahnen. Um 14:45 Uhr beginnt das Warten, aber schon etwas früher als vorgesehen dürfen wir zum Flugzeug gehen und heben auch 20 Minuten früher ab.

Flughafen Urganch Verlassen um 16:30 usbekischen Boden und fliegen ruhig und von der Bordmannschaft bestens betreut heim nach Österreich. Unterwegs sehen wir verblüfft und entsetzt auf die kärglichen Reste des einstmals viertgrößten Binnensees der Welt, der jetzt zu zwei Dritteln nur mehr Salzsteppe ist.
Über Europa liegt eine dichte Wolkendecke, aber bei der Landung in Linz gegen 18:50 Ortszeit nach 5 1/2 Stunden Flug ist es trocken. Das Gepäck ist auch rasch da und so verabschieden wir uns bald von unseren Mitreisenden.

Im Gepäck haben wir ein paar Seidenschals und etwas Wodka, einige Rollen Diafilm und jede Menge Digitalfotos, die uns noch lange an diese schöne Reise ins Herz der Seidenstraße erinnern werden. Hoffentlich bleibt diese Gegend noch lange so unverdorben und die Menschen so offen, freundlich und aufgeschlossen allem Neuen gegenüber, damit noch viele Reisende so schöne Eindrücke mitnehmen können wie wir.



Reisebericht als Word-Dokument Zur leichteren Lesbarkeit gibt es hier den Reisebericht Usbekistan in der reinen Textversion als Word-Dokument (176 kB) zum Herunterladen.



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