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Links und Infos
Schottland


Wie bei jedem Land in der Europäischen Union sind auch in Großbritannien und damit auch in Schottland, alle wichtigen Sehenswürdigkeiten, Orte, Behörden und Organisationen im Internet präsent. Das erlaubte uns in kurzer Zeit eine umfangreiche Information und Reiseplanung. Grundlegende Englischkenntnisse sind allerdings notwendig, nur die wenigsten Seiten sind auch auf Deutsch verfügbar.
Im Folgenden haben wir wieder Informationen zusammengestellt, die uns wichtig oder hilfreich erscheinen oder auch einfach nur Spaß machen.

Hinweis:
Auch bei sorgfältiger Prüfung ist es unmöglich, für das Angebot der hier verlinkten Seiten irgendeine Haftung zu übernehmen!

Allgemeines Hilfreiches Unterkünfte Restaurants Whisky



• Allgemeine Informationen zu Schottland:
Wissenswertes, Informatives und Praktisches
gälischer Name: Alba
lateinisch-keltisch: Caledonia

Fläche: 78.772 km2

Bevölkerung: ca. 5,1 Millionen Einwohner

Hauptstadt: Edinburgh
ca. 465.000 Einwohner
weitere wichtige Städte sind Glasgow, Inverness, Aberdeen, Dundee.

Sprachen: Amtssprache ist Englisch
daneben Scots und Gälisch

Währung:
Pfund Stirling - £
1,-- GBP = 100 Pence
Wechselkurs zum Zeitpunkt unserer Reise August 2011: 1 EUR = 0,87 GBP

Zeit: WEZ = Westeuropäische Zeit (MEZ - 1 Stunde = GMT)
es gilt die EU-Sommerzeitregelung

Staatsoberhaupt: Königin Elisabeth II

Staatsform: Konstitutionell-parlamentarische Monarchie
seit 1999 hat Schottland wieder ein eigenes Parlament mit Sitz in Edinburgh

Telefonieren: Landesvorwahl + 44
Das Mobilfunknetz ist auch in den entlegenen Highlands dicht, welcher Anbieter die günstigsten Tarife hat, weiß der eigene Netzbetreiber.
Es stehen auch noch gelegentlich die klassischen roten Telefonzellen herum, hauptsächlich wohl als nostalgische Sehenswürdigkeit, verwendet werden sie eher selten.

Kfz-Kennzeichen: GB
gelegentlich auch SCO auf den Nummernschildern

Internet-Kennung: .uk

Allgemeines: Schottland besteht aus dem nördlichsten Teil der Insel Großbritannien und mehreren Inselgruppen. Es ist ein relativ gebirgiges Land. Die Highlands im Norden, durch den großen Graben (Great Glen) in die Northern Highlands und die Grampian Mountains geteilt, werden durch die Lowlands von den Southern Uplands (südschottisches Hügelland) getrennt. Die Küsten sind großteils steil und zerklüftet, Fjorde (Firth genannt) reichen weit ins Land hinein.
Etwa zwei Drittel der Bevölkerung leben im Gebiet um Edinburgh und Glasgow, die Highlands sind aufgrund der kargen Landschaft und des rauhen Klimas, aber auch wegen der wirtschaftlich motivierten Highland Clearances Anfang des 19. Jahrhunderts dünn besiedelt.

Schottland wurde ca. 400 v.Chr. von keltischen Stämmen besiedelt. Die Römer, die im ersten nachchristlichen Jahrhundert bis hierher vordrangen, nannten sie Pikten und die unwirtlichen nördlichen Landesteile Kaledonien. Den im 6. Jahrhundert aus Irland eingewanderten Skoten verdankt das Land den heutigen Namen. Sie unterwarfen die Pikten und gründeten ein erstes Königreich, das aber sehr unter den Kämpfen zwischen den einzelnen Clans litt. Die englischen Könige versuchten immer wieder, diesen Umstand für sich zu nutzen und Schottland zu unterwerfen.
Die wechselvolle Geschichte Schottlands brachte viele Legenden und Nationalhelden hervor. Mal war England an der Macht, dann erreichten die Schotten wieder die Unabhängigkeit. Maria Stuart, Queen of Scots, die aufgrund ihrer Abstammung auch Ansprüche auf den englischen Thron hatte, ist eine dieser tragischen Figuren. Ihr Sohn Jakob VI. wurde dann auch 1603 als Jakob I. König von England.
Trotzdem blieb Schottland bis 1707 ein eigenständiges Königreich. Dann wurde durch die politische Zusammenführung von England und Schottland das Königreich Großbritannien gegründet und das englische und schottische Parlament durch das britische abgelöst.
Als Teil dieses Königreichs hat Schottland heute kein eigenes Staatsoberhaupt mehr, jedoch wurde 1999 der lange Weg zur Teilautonomie mit den Wahlen zum neuen schottischen Parlament abgeschlossen.
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Auf schottischen Straßen: Auf den britischen Inseln wird links gefahren!
Deshalb bietet sich ein rechtsgesteuerter Mietwagen an, dann hat man das Verkehrsgeschehen besser im Blick.
In Schottland sind viele Verbindungsstraßen sogenannte single track roads, also einspurige Straßen mit Ausweichbuchten in regelmäßigen Abständen. Gegenseitige Rücksichtnahme ist hier geboten: wer bei Gegenverkehr näher an so einem passing place ist, sollte warten.
Die Hauptverbindungen sind gut ausgebaut, auch die Nebenstraßen in gutem Zustand. Speziell im Hochland ist mit (Wild)Tieren auf der Fahrbahn zu rechnen und provisorische Schilder erinnern daran: es sind nicht die Weiden, sondern die Straßen nicht eingezäunt!

Kreisverkehre sind in Schottland stärker vertreten als Ampeln. Der im Kreisverkehr Fahrende hat Vorrang, die Einfahrt in den Kreisverkehr erfolgt logischerweise nach links.

Entfernungen auf den Straßenwegweisern werden in Meilen angegeben (1 mile = 1,609344 km), die Tachometer in den Mietautos zeigen miles per hour (mph).

Tempolimits auf schottischen Straßen:
im Ort: 30 mph (= 48 km/h)
zweispurige Straßen: 60 mph (= 96 km/h)
vierspurige Straßen: 70 mph (= 112 km/h)

Das Tankstellennetz ist dicht, allerdings kann es im Hochland am Wochenende auch mal eng werden und die eine oder andere Zapfsäule ist ausgeschaltet. Die Preise waren zum Zeitpunkt unserer Reise etwas höher als bei uns in Österreich (umgerechnet 1,60 EUR für 1 l bleifreies Benzin)
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Untrennbar mit Schottland verbunden: Haggis:
Schottisches Nationalgericht. Ein mit Innereien und Hafermehl gefüllter Schafmagen wird lange gekocht und mit Rüben und Kartoffeln serviert.
Heutzutage wird Haggis "verfeinert" als Vorspeise und auch zum Frühstück im Hotel angeboten.

Dudelsack:
Die schottische Sackpfeife ist ein Musikinstrument, das aus einem Luftsack, einer Melodiepfeife und zwei oder mehreren Schnarrpfeifen besteht.
Einst ein Hirteninstrument fand der Dudelsack in Schottland Eingang in die Militärmusik.
Jedes Jahr im August ist das Edinburgh Military Tattoo ein Besuchermagnet mit abendlichen Aufmärschen diverser Dudelsackkapellen.

Highlandgames:
Während des Sommers werden in vielen Orten im schottischen Hochland die typischen Kraftsportveranstaltungen abgehalten.
Die wohl bekanntesten Wettbewerbe finden in den Disziplinen Baumstammwerfen, Steinheben und Hammerwerfen statt, aber auch im Dudelsackspielen (Einzel und Kapelle) oder im Tanzen werden Wertungen abgegeben.
Die Teilnehmer tragen natürlich alle einen

Kilt:
Der Kilt gilt als das schottische Kleidungsstück.
Es bezeichnet einen knielangen wollenen Wickelrock, der nur von schottischen Männern getragen wird. Das klassische Muster dazu ist der Tartan, das Schottenkaro, an dem man angeblich die Zugehörigkeit zu einem speziellen Clan erkennen kann. Aber jeder kann sich bei diversen Tartan-Webereien und Kiltschneidern sein individuelles Stück fertigen lassen oder kaufen, unabhängig von Clanzugehörigkeit und Nationalität.
Der Kilt ist in Schottland heute eher festlichen Anlässen vorbehalten (für Fußball- und Rugby-Fans ist wohl jedes Spiel ein solcher), bzw. Bestandteil militärischer Uniformen.

Nessie:
Im Loch Ness, dem größten der Seen im Great Glen, soll angeblich ein Ungeheuer hausen. Viele Touristen kommen jedes Jahr nach Drumnadrochit, um es zu sehen. Der kleine Ort am Westufer des Sees lebt von den Nessie-Touristen und Plüschungeheuern (und von der Nähe zu Urquhart Castle).

Clans:
Die Clans waren im weitesten Sinne Großfamilien, ein Verbund von mehreren Familien in enger geographischer Nähe, die sich auf die gleichen Wurzeln beriefen. Alle akzeptierten den Chief als obersten Kriegsherrn aber auch als Richter, der seinerseits für das Wohl seiner Sippe verantwortlich war.
Speziell in Hochland versuchten sich viele Clans dem Feudalsystem zu widersetzen und leisteten nur widerwillig den Treueschwur auf den König. Andere unterstützten die Monarchie und dadurch kam es auch noch bis zu den Jakobiteraufständen im 18. Jahrhundert zu Aufständen, Kämpfen und Gemetzeln zwischen den Clans.
Die unterlegenen Chiefs konnten nichts mehr für ihre "Untertanen" tun und das System zerfiel. Das einst dicht besiedelte Hochland wurde durch die wirtschaftlichen Interessen der england-loyalen Clanchiefs von extensivem Ackerbau und Viehzucht auf Schafwirtschaft umgestellt, die Dorfbewohner abgesiedelt und das Land verödete.
Aber noch immer ist der Zusammenhalt der diversen Clans groß, auch die Auswanderungswellen nach Amerika und Kanada (New Caledonia und Nova Scotia), Australien und Neuseeland ändert nichts daran.

Schafe:
Was heute im Schottischen Hochland auffällt sind die Schafherden. Die hat es hier nicht immer gegeben. Erst im Zuge der industriellen Revolution wurde die Wolle für die Landbesitzer lukrativ und die Produktion umgestellt. Die Vegetation kam damit aber nicht überall zurecht und Teile des Landes verödeten. Durch die Auswahl entsprechend genügsamer Rassen wurde das kompensiert.
Die Wolle spielt heute keine große Rolle mehr für die Schafzüchter, dagegen füllen Mastlämmer heute die Kassen der Landwirte.

Schottisches Hochlandrind:
Die zotteligen, rotbraunen Rinder mit den langen Hörnern stehen auf den mageren Weiden des Hochlandes, aber auch um die Schlösser des Landadels. Sie liefern gutes Fleisch, sind pflegeleicht, genügsam und fotogen.
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• Informationen, Reiseführer und Unternehmen, die uns geholfen haben.
Reisehandbuch Schottland Reisehandbuch für Schottland von Andreas Neumeier aus dem Verlag Michael Müller
Wir hatten für die Vorbereitung und zum Einlesen noch die 5. Auflage 2008, jetzt gibt es die 6. Auflage 2011
ISBN 978-3-89953-634-8

Reiseführer Schottland Reiseführer für Schottland von Andreas Braun, Holger Cordes und Antje Großwendt aus dem Reise Know-How-Verlag
In den Urlaub begleitete uns die 9. Auflage 2009, im Handel gibt es jetzt die 10. Auflage 2011
ISBN 978-3-8317-2049-1

Reiseführer Schottland Reiseführer für Schottland von Martin Müller und Inken Herzig aus dem Hause Marco Polo.
Unterwegs verwendeten wir die 12. Auflage 2010.
ISBN 978-3-8297-0545-5

Ryanair Irische Billigfluglinie, die netterweise vom für uns günstig gelegenen Flughafen Memmingen direkt nach Edinburgh fliegt.
Wird großes Gepäck mitgenommen, ist dies bei der Buchung bekanntzugeben. Zwei Gewichtsklassen stehen zu unterschiedlichen Preisen zur Verfügung.
Online gebucht und online eingecheckt, um die größte Ersparnis zu erzielen. In Memmingen werden die Gewichts- und Größenlimits streng kontrolliert, von Schottland retour lief das etwas großzügiger.


HRS Hotel Reservierungs Service.
Einige unserer Hotels haben wir wieder über unseren Lieblingsanbieter gebucht. Es handelt sich nur um eine Reservierung, die Bezahlung erfolgt direkt im Hotel.

Visit Scotland (englisch)
Visit Scotland (deutsch)
Schottisches Fremdenverkehrsamt
Bietet Reiseinformationen von Rundreisevorschlägen, über Sehenswürdigkeiten zu Veranstaltungen und Unterkünften.
Haben ein Quartier über diese Seite gebucht.

National Trust for Scotland (NTS) Gemeinnützige Organisation, die über 100 Liegenschaften und Stätten, darunter Schlösser und geschichtsträchtige Schlachtfelder in Schottland betreut.
Eine Jahresmitgliedschaft ermöglicht freien Eintritt zu den Sehenswürdigkeiten, es sind aber auch Einzeltickets oder Kurzzeit-Mitgliedschaften möglich. Über diese wurden wir beim ersten Besuch an der Kasse informiert, auf der Internetseite haben wir bis heute keinen Hinweis darauf gefunden.
Wir haben uns für die einwöchige Mitgliedschaft entschieden und dadurch einige schöne Herrenhäuser günstiger besichtigen können.

Historic Scotland Organisation zum Erhalt und zur Bewahrung kulturhistorischer Sehenswürdigkeiten in ganz Schottland.
Für Touristen ist der Explorer Pass interessant, eine Eintrittskarte für mehr als 70 Burgen, Schlösser, Parks und Gärten, die von Historic Scotland betreut werden.
Dieses Sammelticket ist bei allen diesen Sehenswürdigkeiten erhältlich. Es gibt 2 Varianten:
3 Besichtigungstage innerhalb von  5 aufeinander folgenden Tagen oder
7 Besichtigungstage innerhalb von 14 aufeinander folgenden Tagen.

Wenn man vor hat, die "großen Drei" (Edinburgh Castle, Stirling Castle, Urquhart Castle) zu besuchen und noch im Vorbeigehen ein paar andere Schlösser oder Parks anschaut, kann man schon ein paar Pfund sparen.

Hillwalk Tours Für alle die Schottland intensiver erleben wollen und mehr Kontakt mit der Natur und Landschaft suchen, bietet sich das Unternehmen Hillwalk Tours an, das individuelle maßgeschneiderte Wandertouren in Schottland, England und Irland zusammenstellt. Hillwalk Tours leitet das Gepäck weiter, informiert über schottische Geschichte und Folkore und gibt Tipps wo man die authentischsten Gerichte und den besten einheimischen Whisky bekommt.

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• Unsere Unterkünfte haben wir nach reiflicher Routenplanung bereits von zuhause aus über das Internet gebucht.
Wir blieben jeweils nur eine Nacht.

Albany Hotel
39 - 47 Albany Street
Edinburgh
Midlothian
EH1 3QY

Recht zentral gelegenes Boutique-Hotel.
Der Internetauftritt läßt ein modernes Hotel vermuten, unser Zimmer war jedoch eher ein Antiquitätenladen. Allerdings war das Frühstück umfangreich und gut.
Zum Hotel gehört ein kostenpflichtiger enger Parkplatz, der in der Stadt aber nicht zu verachten ist. Hier konnten wir das Auto auch nach dem Auschecken noch ein paar Stunden stehen lassen. Kostenloses W-LAN in der Halle und der Bar.
Gebucht über HRS.

Craigiebield House Hotel
50 Bog Road Penicuik
Midlothian
EH26 9BZ

Freundliches Hotel mit relativ großen Zimmern in einem kleinen Ort südlich von Edinburgh.
Die Bar und das ausgezeichnete Restaurant sind auch bei Einheimischen sehr beliebt, das Personal ist flink und freundlich.
Auch beim Frühstück blieb kein Wunsch offen.
Gebucht über HRS.

The Old Station
B&B und Country House
Stravithie Bridge
St. Andrews
Fife
KY16 8LR

Ehemaliger Bahnhof 2 Meilen südlich von St. Andrews, 6 unterschiedlich gestaltete Zimmer und ein Eisenbahnwagon.
Die Besitzerin hat uns viele Informationen für den Aufenthalt und die Weiterreise gegeben.
Über das übliche Frühstück können wir nichts sagen, da es dieses am Wochenende erst ab 9:15 Uhr gibt. Für uns Frühabreiser wurde ein Wasserkocher und eine Kaffeekanne sowie Muffins und Croissants am Vorabend bereitgestellt - entsprechend zäh war das Gebäck dann auch.
Gebucht über Expedia.de.

The Inver Hotel
Crathie
Ballater
Aberdeenshire
AB35 5XN

Hotel "in the middle of nowhere", 6 Meilen östlich von Braemar und 10 Meilen westlich von Ballater, ganz in der Nähe von Schloß Balmoral.
Außer dem Gasthaus (links Pub, rechts Restaurant, oben Zimmer) gibt es Nichts weit und breit, aber Einheimische richten dort ihre Feste aus oder sitzen am Stammtisch.
Hier kocht der Chef persönlich, gut und reichlich, die Chefin kommt mit allen möglichen Infos und Broschüren, very lovely!
Die Zimmer bieten keinen Luxus, sind aber mit allem ausgestattet, was man für eine erholsame Nacht braucht.
Das umfangreiche Frühstück mit black pudding und baked beans war ganz nach unserem Geschmack.
Direkt angerufen und dann per E-Mail bestätigt.

Cullen Bay Hotel
Cullen
Buckie
Moray
AB56 4XA

Am westlichen Ortsrand von Cullen gelegenes Hotel.
Das Zimmer war etwas beengt und der gebuchte Meerblick durch das Haupthaus etwas eingeschränkt.
Freies W-LAN, aber reicht nicht in alle Zimmer, großer Gratisparkplatz.
Das Frühstück war teils Buffet, teils warm serviert, wesentlich besser als das Abendessen vermuten ließ ;-)
Das Restaurant in einem Wintergarten bietet einen schönen Blick auf das Meer, ist allerdings keine kulinarische Offenbarung. Das Essen war verkocht und ungewürzt.
Gebucht direkt über die Homepage.

Benleva Hotel
(hat jetzt den Zusatz: "Draft Beer Hotel")
Drumnadrochit
Inverness-shire
IV63 6UH

Bereits etwas angegrautes Gasthaus (Pub mit einigen darüberliegenden Zimmern) in einem ruhigen Teil der Nessie-Hochburg Drumnadrochit.
Das Zimmer war mit neuen Möbeln ausgestattet, aber die Substanz hat schon einige Jahre auf dem Buckel. So hat sich die Tür nicht mehr aufsperren lassen und der Chef hat mit roher Gewalt das klemmende Schloß aufgebrochen.....
Das Full Scottish Breakfast war ausgezeichnet, auch wenn uns Buffet lieber gewesen wäre.
Gebucht über die Internetseite von Visit Scotland, dafür wurde ein Anzahlung von ca. 5 Euro gleich von der Kreditkarte abgebucht, der restliche Betrag war bei Abreise fällig.

Kelvin Hotel
Shore Street
Oban
Argyll
PA34 4LQ

Zweckmäßiges, aber schon etwas abgewohntes Hotel am südlichen Ende der Bucht, direkt am Fährhafen, trotzdem ruhig.
Zimmer etwas eng, Warmwasserversorgung der Dusche mittels Durchlauferhitzer - nicht vergessen das Gerät vorher vom Zimmer aus einzuschalten....
Das Full Breakfast liegt hinter dem anderswo Gebotenen deutlich zurück.
Gebucht über booking.com.

Premier Inn Glasgow City Centre
(Charing Cross)
10 Elmbank Gardens
Glasgow
G2 4PP

Großes Stadthotel, direkt am Bahnhof Charing Cross und einem Parkhaus.
Modern, hell, freundlich, mit über 270 Zimmern. Gehört zur Hotelkette Premier Inn, die in ganz Großbritannien die verschiedensten Unterkünfte anbietet.
Reichhaltiges Buffetfrühstück mit schottischen Extras.
Gebucht über booking.com.
Airth Castle Hotel
Airth
Stirlingshire
FK2 8JF

Im kleinen Ort Airth gelegenes altes Schloß, umgeben von weiten Wäldern und Feldern. Im Schloß sind Konferenzräume und einige Zimmer, das Haupthaus mit den meisten Zimmern liegt etwas abseits davon und ist ein modernes Hotel mit komplettem Wellness-Programm. Auch Bar und Restaurant befinden sich dort.
Aufgrund der günstigen Lage zum Flughafen Edinburgh ist es auch bei Reiseveranstaltern sehr beliebt, Reisegruppen werden aber im Haupthaus untergebracht.
Unser Zimmer war im Schloß, geräumig mit hellem, modern eingerichtetem Bad und allen Annehmlichkeiten (außer einem Lift).
In Bar und Restaurant wurden wir freundlich versorgt, das Essen war auch ganz passabel.
Übernachtung mit Halbpension direkt über die Homepage gebucht. Zwei Tage vor Anreise bekamen wir noch ein E-Mail mit Zufahrtsinfos und Lageplan.
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• Unsere Restaurants haben wir meistens eher zufällig gefunden, manchmal sind wir der Einfachheit halber auch im Hotel geblieben. Nachfolgend die Restaurants, von denen wir noch Name und Lage wissen.
No. 1 High Street
1 High Street
Edinburgh
EH1 1BS

Pub an der Royal Mile, Ecke High Street/Jeffrey Street. Daher wohl etwas teurer, als es sein müßte.
Das Essen (zwei verschiedene Fischgerichte) war gut, das Bier dazu auch. Als erste Annäherung an die schottische Küche durchaus angenehm.
(Hieß zur Zeit unseres Besuchs noch "The Tass" - die aktuellen Bewertungen sind aber auch recht gut.)

The Dolls House Restaurant
3 Church Square
St Andrews
KY16 9NN

Feines Restaurant im Zentrum von St. Andrews.
Gut besucht von Einheimischen und Touristen, Reservierung nicht unangebracht. Die Karte ist abwechslungsreich und bietet auch für Vegetarier nicht alltägliche Gerichte.
Das Essen war ausgezeichnet, die Getränkebegleitung hat auch gepaßt.
In den Preisen ist das Service noch nicht inbegriffen, also mit 10% Trinkgeld rechnen!

Fiddler's
The Village Green
Drumnadrochit
Inverness-shire
IV63 6TX

Pub im "Zentrum" von Drumnadrochit, also gegenüber der Touristinfo.
Rappelvoll, weil es hier im Hauptquartier der Nessie-Sucher nicht viel anderes gibt.
Die Speisekarte hat uns an diesem Tag nicht wirklich zugesagt, aber das lag wohl eher an uns. Letztendlich war das Essen gar nicht so schlimm wie befürchtet, allerdings muss vom Scottish Coffee (dünnster Filterkaffee mit einem Spritzer Whisky) dringend abgeraten werden!

Crannog Seafood Restaurant
Town Centre Pier
The Waterfront
Fort William
PH33 6DB

Relativ großes Restaurant direkt am Anleger der Ausflugsschiffe am Ufer des Loch Eil.
Obwohl wir recht spät zum Mittagessen kamen waren noch alle Tische besetzt und wir waren nicht die letzten Gäste.
Während der Wartezeit konnten wir an der Bar schon mal die umfangreiche Karte studieren. Waren dann mit dem Gebotenen, vorweg Muscheln in Weißweinsauce (1 Schüssel hätte für uns beide als Vorspeise gereicht), dann Rochenflügel bzw. Schollenröllchen, mehr als zufrieden - ein exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis!!

Brian Maule at Chardon d'Or
176 West Regent Street
Glasgow
G2 4RL

Sehr feines Restaurant im Stadtteil Charing Cross.
Gourmet-Tempel mit allem, was das Herz begehrt.
Aufmerksames Service, umfangreiche Speisekarte, gut sortierte Weinliste und vorzügliche Gerichte.
Nichts für den knappen Geldbeutel, aber man gönnt sich ja sonst nichts ;-)
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• Wissenswertes über Whisky und die Brennereien, die wir besucht haben:
Whisky ist ein Branntwein aus Getreide, das je nach Region Gerste, Roggen, Weizen, Mais oder auch Reis sein kann.

Der Begriff Whisky leitet sich aus dem Gälischen ab (uisge beatha) und bedeutet so viel wie "Lebenswasser".
Die Kunst des Destillierens brachten wohl irische Mönche im frühen Mittelalter nach England und Schottland. Auswanderer verbreiteten die Herstellung über die ganze Welt, die Rohstoffe und die Schreibweise veränderten sich dadurch.
Der Schottische Whisky wird traditionell aus über Torffeuer gedörrtem Gerstenmalz in doppelter Brennung hergestellt und bekommt dadurch sein typisches Aroma.
Um den für die alkoholische Gärung nötigen Zucker herzustellen, muß zuerst die Stärke des Getreidekorns durch Mälzen aufgeschlossen werden. Dieser Vorgang wird heute in speziellen Mälzereien ganz nach Wunsch der Brennerei vorgenommen. Vereinfacht gesagt, wird das Getreidekorn dabei durch Wässern zum Keimen gebracht, dann getrocknet und durch Rösten über Torffeuer das individuelle Aroma erzeugt.
Um hochprozentigen Alkohol destillieren zu können, muß das Malz gemahlen, mit heißem Wasser angesetzt und die so entstandene Zuckerlösung anschließend abgefiltert werden. Diese wird in speziellen Gärbottichen mit Hefe zum Gären gebracht (je nach Destillerie wenige Stunden bis mehrere Tage). Die Maische hat nun einen Alkoholgehalt von fünf bis acht Volumsprozent und wird nun in den größeren Brennblasen das erste Mal gebrannt. Dieser Rohbrand hat ca. 25 Prozent Alkohol und kommt in die etwas kleinere Brennblase, wo derselbe Prozeß noch einmal abläuft. Der Vor- und der Nachlauf werden entfernt und nur das Herzstück mit circa 70 Prozent Alkohol wird für die weitere Verarbeitung mit etwas Wasser versetzt und in Eichenholzfässer zur Reifung abgefüllt.
Per Gesetz wird eine Mindestreifezeit von 3 Jahren in Eichenholzfässern vorgeschrieben, die jedoch nur für industriell weiterverarbeiteten Alkohol angewendet wird. Ein guter Whisky, der sowohl als Blend als auch als Malt oder Single Malt in den Handel kommt, reift zwischen fünf und fünfzehn Jahren, manche Reserves noch länger.
Während der Reife verliert der Whisky sowohl an Alkohol, als auch an Volumen, dafür bekommt er, je nach Art der verwendeten Fässer, Farbe und zusätzliches Aroma.
Seit einiger Zeit bekommen manche Single-Malts in ihrer Brennerei eine besondere Veredelung. Dafür werden sie nach der ersten Reifung in Eichenfässern noch für kurze Zeit in zuerst für andere Spirituosen oder Weine verwendete Fässer umgefüllt. Beliebt sind Sherry, Portwein, aber auch spezielle Rot- oder Weißweinsorten.

Bevor der Whisky abgefüllt wird, muß er von Faßstärke (ca. 55 vol.%) auf Trinkstärke von 40 vol.% herabgesetzt werden. Dafür verwendet jede Destillerie möglichst reines, weiches Wasser, vorzugsweise aus den Lochs des schottischen Hochlandes. Auch das Wasser beeinflußt die Qualität eines Whiskys.


Blend oder Blended Whisky:
Verschnitt aus bis zu 50 verschiedenen Destillaten unterschiedlicher Brennereien, die auch aus ungemälzter Gerste hergestellt sein dürfen. Mindestreifezeit der Zutaten jedoch immer drei Jahre.

Malt Whisky:
Verschnitt verschiedener Whiskys aus mehreren Destillerien, alle aus gemälzter Gerste. Durch das Variieren der vielen Komponenten kann eine immer gleichbleibende Qualität und ein für die Marke typischer Geschmack erzielt werden.

Single Malt Whisky:
Malzwhisky aus einer einzigen Destillerie, das Mischen verschieden lange gereifter Brände ist jedoch erlaubt.

Die Altersangabe bei Whisky bezieht sich immer auf den jüngsten Bestandteil eines Blends, allerdings sind auch Jahrgangs-Whiskys und andere Raritäten erhältlich.

Zum Genuß wünscht man sich Slainte mhath (ausgesprochen: slaantsche wa) --> Zum Wohl!
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Zum Internetauftritt der Whisky-Hersteller:
Bei einigen Brennereien muß man zuerst auf der Startseite (s)ein Geburtsdatum eingeben, um sich dann in das Internetangebot mit Anfahrtsplänen, Öffnungszeiten und Shop vertiefen zu können.
Manche Destillerien sind Teil eines größeren Angebotes, da genügt dann die einmalige Anmeldung für alle.

Malt Whisky Trail
Speyside

In der Region Speyside, wo die meisten Whiskydestillerien auf engstem Raum zu finden sind, ist diese Idee entstanden.
Unübersehbar gekennzeichnet durch große braune Hinweisschilder mit dem charakteristischen Pagodensymbol kann man hier 8 Destillerien und die Faßbinderei Speyside Cooperage auf kürzestem Weg erfahren.
Hier werden hauptsächlich eher milde, weiche Whiskys hergestellt, die Rauchnote ist nicht sehr dominant.

Edradour Distillery
Info von Whisky.de
Pitlochry
PH16 5JP

Kleinste Destillerie Schottlands, denn die wöchentliche Produktion ergibt nur 12 Fässer. Die Reifezeit beträgt mindestens 10 Jahre.
Am Gelände wird nur mehr gebrannt, das Mälzen und auch das Reifen sind an andere Orte ausgelagert.
Je nach Jahreszeit sehr unterschiedliche Öffnungszeiten.
Die Führung kostet GBP 5,- pro Person und die letzte beginnt eine Stunde vor Schließung.
Fotografieren wegen der teilweise sehr alkoholhaltigen Luft nur eingeschränkt möglich.

Blair Athol
Perth Road
Pitlochry
Perthshire
PH16 5LY

Große Destillerie, deren Aushängeschild ein 12 Jahre alter Single Malt ist.
Die Öffnungszeiten sind je nach Jahreszeit unterschiedlich, eine Führung kostet GBP 5,-, die letzte beginnt eine Stunde vor Schließung. Wir waren zu spät dran, konnten uns daher kein Bild der Produktionsstätte machen.
Blair Athol gehört zum Diageo-Konzern, der mehreren Whisky-Destillerien in ganz Schottland betreibt.
Als "Friend of the Classic Malt" (Anmeldung vor Ort, Name und E-Mail-Adresse genügen) gibt es einen Sammelpaß und bei den anderen Brennereien Vergünstigungen.

Glenlivet Distillery
Ballindalloch
Banffshire
AB37 9DB

In den Jahren 2009/2010 wurde die renommierte Destillerie umgebaut und erweitert, zur Wiedereröffnung kam sogar Prinz Charles.
Produziert werden mehrere Single Malts von 12 bis 25 Jahren.
Bei der kostenlosen Führung beeindrucken die 10 Gärbottiche aus Holz mit einem Fassungsvermögen von jeweils 50.000 Litern und die Lagerhallen, in denen der "Angel's dram" (der aus den Holzfässern verdunstete Alkohol in der Luft) für verzückte Blicke sorgte.
Im Anschuß an die Führung können noch drei verschieden alte Whiskys verkostet werden.
Geöffnet täglich von April bis Oktober, Führungen zwischen 9:30 Uhr und 16:00 Uhr, sonntags ab 12:00. Eintritt frei, fotografieren in geschlossenen Räumen nicht erlaubt.

Cardhu Distillery
Knockando
Aberlour
Banffshire
AB38 7RY

Cardhu nennt sich auch "The Home of Johnnie Walker", denn dieser Blend wird großteils aus Bränden dieser Destillerie verschnitten und auch der Name leitet sich aus der Geschichte von Cardhu her.
Seit 1824 wird hier Gerste veredelt, anfangs durch Helen Cummings und ihre Söhne. Mittlerweile produziert Cardhu jährlich ca. 3,3 Millionen Liter Whisky, der zu 80% in Blends wandert. Nur 20% der Produktion werden unter eigenem Namen verkauft, der 12-jährige Klassiker und die Special Cask Reserve.
Unterschiedliche Öffnungszeiten je nach Jahreszeit, Führungen dauern zwischen 45 und 60 Minuten und die letzte beginnt ca. 1 Stunde vor Schließen.
Führungen kosten GBP 4,- bzw. GBP 6,-, als Friend of the Classic Malt ist die kleine Führung gratis, die große gibt es ermäßigt.

The Glenfiddich Distillery
Dufftown
Banffshire
AB55 4DH

Gegründet im Jahr 1886 ist Glenfiddich eine der wenigen Destillerien, die noch in Familienbesitz ist. Am Vortag unseres Besuchs fand gerade die Feier zum 110. Geburtstag der Enkelin des Firmengründers statt.
Das Gelände ist weitläufig, mit großem Laden (Whisky, Gläser, Golfkleidung und alles mögliche andere mit dem typischen Hirsch-Emblem) und Cafeteria.
Bei der kostenlosen Führung, die in mehreren Kleingruppen durchgeführt wird und eine Stunde dauert, wird einem viel über die Geschichte und die Produktion erzählt. Nett ist, daß überall fotografiert werden darf.
Im Anschluß an die Führung können noch drei verschieden alte Whiskys verkostet werden.
Geöffnet täglich zwischen 9:30 Uhr und 16:30 Uhr, Im Winter nur am Wochenende, Eintritt frei, fotografieren überall problemlos möglich.

Glen Ord Distillery
Muir of Ord
Ross-shire
IV6 7UJ

Diese gar nicht so große Destillerie nordwestlich von Inverness bietet neben einer netten Ausstellung und einer circa einstündigen Führung endlich auch einen Eindruck vom Mälzen. Denn hier in Glen Ord wird für den eigenen Gebrauch und für andere Brennereien das Malz hergestellt.
So kann man nicht nur einen Schluck des einzigen hier hergestellten Whiskys (Singleton of Glen Ord, 12 Jahre gereifter Single Malt, ausschließlich für den ostasiatischen Raum) nehmen, sondern auch an verschieden geräucherten Malzzubereitungen riechen.
Fast ganzjährig geöffnet, im Winter am Wochenende zu.
Führungen ab GBP 5,-, für Friends of the Classic Malt ist der Eintritt frei, in den Produktionsanlagen ist das Fotografieren nur ohne Blitz erlaubt.

Oban Distillery
Stafford Street
Oban
Argyll
PA34 5NH

Eine der ältesten Destillerien Schottlands mitten im Ort Oban.
Bei der sehr informativen Führung bekommt man die recht kleine Produktionsstätte (nur jeweils eine Brennblase für die beiden Brennvorgänge) und das gut gefüllte Lager zu sehen. Als spezielle Überraschung gibt es für die Teilnehmer der Führung auch noch einen winzigen Schluck aus einem im Jahr 2000 gefüllten Faß (mit einer Stärke von derzeit ca. 60 vol% Alkohol). Das Verkostungsglas gibt es auch dazu.
Zum Abschluß der Führung gibt es noch den hier produzierten 14-jährigen Single Malt. Die gesamte Produktion wird unter dem eigenen Label verkauft, es geht nichts in die Blend-Produktion.
Geöffnet fast das ganze Jahr, im Winter stark eingeschränkte Besuchszeiten. Führungen bis eine Stunde 15 Minuten vor Schließung. Eventuell vorher reservieren, die Besucherzahl pro Durchgang ist begrenzt.
Führung GBP 7,- pro Person, für Friends of the Classic Malt freier Eintritt.

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