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• allgemeine Informationen über Usbekistan: Was sollte man wissen und was ist interessant
Fläche: 447.400 km²
Einwohner: 26 Mio.
Hauptstadt: Taschkent
Verwaltungsgliederung: 12 Gebiete (Wilayate) und die Teilrepublik Karakalpakien
Amtssprache: Usbekisch
Währung: Sum (1 Usbekistan-Sum [U.S.] = 100 Tijin)
- Wechselkurs zum Zeitpunkt unserer Reise: 1,- € = 1.500,-- bis 1.700,-- Sum
Es gibt Scheine zu 100,-- / 200,-- / 500,-- und 1.000,-- Sum, dazu haben wir einmal eine 50-Sum-Münze bekommen
Zeitzone MEZ + 4 Stunden, im Sommer MEZ + 3 Stunden (keine Sommerzeit)
Allgemeines USBEKISTAN (usbek. O'zbekiston)
Staat im nördlichen und mittleren Teil Mittelasiens, ehemalige Sowjetrepublik, grenzt im Westen und Norden an Kasachstan, im Nordosten und Osten an Kirgistan, im Osten und Südosten an Tadschikistan, im Süden an Afghanistan und im Süden und Südwesten an Turkmenistan.

Staatsform Präsidiale Republik, Staatsoberhaupt ist der eigentlich auf max. 2 x 5 Jahre direkt gewählte Präsident
(Derzeit Islam Abduganijewitsch Karimow, geb. 30.1.1938; 1989 - 91 Erster Sekretär des ZK der usbekischen KP, führte 1991 - 96 die Volksdemokratische Partei [KP-Nachfolgerin], wurde 1990 Parlamentspräsident, 1991 Staatspräsident [Amtszeit per Referendum vom 27.3.1995 und durch Wiederwahl am 9.1.2000 verlängert, erneut durch eine Volksabstimmung am 27.1.2002]; errichtete ein autoritäres Präsidialsystem.)

Geschichte und Politik Das Gebiet des heutigen Usbekistan entspricht weitgehend der historischen Region Transoxanien und gehört zum historischen Großraum Turkestan. Im 2.-1. Jahrtausend v.Chr. von iranischen Völkern (Baktrer, Choresmier und Sogdier) besiedelt, wurde das Gebiet im 4. Jahrhundert v.Chr. von Alexander dem Großen erobert und gehörte nach dessen Tod zum Seleukidenreich. Seit der zweiten Hälfte des 7. Jahrhunderts wurde es von den Arabern beherrscht, im 9. Jahrhundert setzte sich der Islam durch. Nach dem Zerfall des Usbekenreiches (Ende des 16. Jahrhunderts) bildeten sich die selbständigen Khanate Buchara (seit dem 18.Jahrhundert Emirat), Chiwa und Kokand heraus. In den 1860er- und 1870er-Jahren wurde das usbekische Territorium von Russland unterworfen (1865 Eroberung Taschkents, 1867 Bildung des Generalgouvernements Turkestan, 1868 Errichtung eines Protektorats über Buchara und 1873 über Chiwa, 1876 Annexion von Kokand). Nach der Oktoberrevolution wurde aus Teilen der 1918 entstandenen Turkestanischen ASSR sowie den 1920 gegründeten Volksrepubliken Buchara und Choresmien (ehemaliges Khanat Chiwa) am 27.10.1924 die Usbekische SSR gebildet, die seit 1925 zur UdSSR gehörte.
Am 20.6.1990 erklärte Usbekistan seine Souveränität, am 31.8.1991 seine Unabhängigkeit. Unter der Führung von Islam Karimow (Staatspräsident seit 1990, im Dezember 1991 im Amt bestätigt) blieb die kommunistische Nomenklatura, die sich nunmehr einer nationalistischen Ideologie verschrieb, weitgehend an der Macht. Die KP wurde 1991 in die Volksdemokratische Partei umgewandelt; die oppositionellen Organisationen Birlik und Erk sowie die Partei der Islamischen Wiedergeburt drängte man 1992/93 unter dem Vorwurf »regierungs-« bzw. »staatsfeindlicher Aktivitäten« in die Illegalität (1997 In-Kraft-Treten eines Gesetzes, das Parteien auf ethnischer oder religiöser Basis verbot).
Aus Sorge, dass der islamische Extremismus aus den Nachbarländern (Taliban in Afghanistan, 1992-97 Bürgerkrieg in Tadschikistan, 1999/2000 Vordringen von muslimischen Rebellengruppen in den kirgisischen Teil des Ferganabeckens) auch auf Usbekistan übergreifen könnte, schloß die Regierung eine Reihe von Abkommen (u.a. im Januar 1997 Freundschaftsabkommen mit Kasachstan und Kirgistan, im Januar 1998 Verträge mit Tadschikistan über eine Kooperation gegen politischen und religiösen Extremismus). Usbekistan suchte auch, nach längerer Zeit der Distanz, wieder Annäherung an Russland. Im Juni 2001 wurde Usbekistan in die »Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit« aufgenommen, der neben Russland und China auch Kasachstan, Kirgistan und Tadschikistan angehören. Schon kurz nach den Terroranschlägen vom 11.9. 2001 auf die USA bot Usbekistan diesen Unterstützung an und ermöglichte als Aufmarschraum für eine Militäraktion in Afghanistan die Stationierung amerikanischer Truppen im Land; im Gegenzug erhielt Usbekistan aus den USA Wirtschaftshilfe. Nach diversen Zwischenfällen mit dem Amerikanischen Militärs wurde der Stützpunkt im Grenzgebiet zu Afghanistan jedoch geschlossen, die Annäherung an Russland wieder intensiviert.

Timur = Timur Lenk = Tamerlan Nationalheld der Usbeken
asiatischer Eroberer aus Transoxanien, geb. 8.4.1336, Otrar (bei Shaxrisabz) gest. 18.2.1405 auf einem Eroberungsfeldzug gegen China; türkisierter Mongole aus der Stammeskonföderation Dschagatai; er erlangte um 1370 die Herrschaft in Transoxanien und versuchte, das Reich Dschingis Khans zu erneuern. Seine Feldzüge waren von Greueltaten begleitet. Er unterwarf 1380-82 Chorasan, 1384-88 West- und Südiran, Georgien, Anatolien, 1388-91 sowie 1395 das Gebiet der Goldenen Horde, drang 1398 bis Delhi vor. 1402 schlug Timur den osmanischen Sultan Bajasid I. bei Ankara. Seine Hauptstadt Samarkand ließ er durch zum Teil dorthin verschleppte Künstler prächtig ausschmücken.

Ulug'bek
(Ulug Beg)
mittelasiatischer Herrscher und Astronom, geb. Soltanije (Provinz Sandjan) 22.3.1394, ermordet Samarkand 25. oder 27.10.1449; Enkel Timurs; ab 1447 Herrscher über das timuridische Gesamtreich. In Samarkand gründete Ulug'bek 1420 eine Hochschule und 1425 ein Observatorium, dessen Größe v.a. aufgrund des (teilweise erhaltenen) gemauerten Sextanten mit einem Radius von 40,21m eine bis dahin nicht erreichte Meßgenauigkeit ermöglichte, und betrieb dort astronomische Studien.

Aralsee abflußloser See im Tiefland von Turan, in Kasachstan und im Nordwestteil Usbekistans, gespeist von Amudarya (Süden) und Syrdarya (Norden), die den See jedoch nur noch in sehr regenreichen Jahren erreichen. Der ursprünglich viertgrößte See der Erde (1960 noch 64.100 km2) ist durch rigorosen Wasserentzug für Bewässerungszwecke bis 1998 auf eine Fläche von 28.686 km2 geschrumpft und in einen großen und einen kleinen Aralsee geteilt.

Kizilkum
(Kyzylkum)
Sandwüste in Usbekistan, Kasachstan und Turkmenistan, im Tiefland von Turan, nördlich des Flusses Amudarya, bedeckt rund 300.000 km2.

Plov
Pilav
Usbekisches Nationalgericht;
Reispfanne, mit verschiedenen Gemüsen, Nüssen, Rosinen und Fleischsorten je nach Region und Anlaß abgewandelt. Für uns Touristen wurde auf die Verwendung des sehr gewöhnungsbedürftigen Baumwollsamenöls verzichtet, auch das ansonsten reichlich vorhandene Hammelfett wird bei der Verköstigung von westlichen Reisenden weggelassen.

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• Die Bücher, die uns geholfen haben und Unternehmen, die für uns wichtig waren:
Zentralasien - Dumont Kunst-Reiseführer Dumont Kunstreiseführer von Klaus Pander - wir verwendeten die 5. aktualisierte Auflage, 2004.
Wälzer mit ausführlicher Beschreibung der Baudenkmäler in Usbekistan, Kirgistan, Tadschikistan, Turkmenistan, Kasachstan; eher wenige praktische Reiseinformationen, ausführliche Betrachtung der Kulturdenkmäler.

Usbekistan entdecken Entlang der Seidenstraße nach Samarkand, Buchara und Chiwa; Trescher Reihe Reisen, von Judith Peltz, 4. Auflage 2005
Praktische Tips; zur Orientierung bestens geeignet.

Salzburger Nachrichten Salzburger Nachrichten
Tageszeitung mit Schwerpunkt Land Salzburg

Das Reisekontor, TUI Reisepartner Das Reisekontor - Swoboda GesmbH, Reisebüro in Salzburg, das für die "Salzburger Nachrichten" die Organisation der Leserreise übernommen hat. Herr Swoboda war bei Anfragen sehr hilfreich und hat für uns einige Erkundigungen eingeholt.
A-5020 Salzburg, Schrannengasse 2, office@dasreisekontor.at

GTA-SKY-WAYS Reiseveranstalter mit Sitz in Wien, eigentlicher Organisator der Charter-Rundreisen nach Usbekistan. Alexander von GTA-Sky-Ways war während 8 Wochen vor Ort und das Bindeglied zwischen österreichischen Wünschen und usbekischen Möglichkeiten.

Sogda Tour
Silk Tour
Sogda Tour bzw. Silk Tour
Usbekische Reiseagentur, die für die Durchführung der Rundreise verantwortlich war.
Die Flugzeuginsassen wurden auf 5 bereits etwas betagte Intourist-Busse (ca. 30-35 Personen) aufgeteilt und jeweils von einem örtlichen, deutschsprechenden Reiseleiter betreut. Unsere redefreudige Begleiterin war Nargisa.

Austrian Airlines
Lauda Air
Österreichische Luftfahrtgesellschaften
Unser Flug: OS 9611 um 07:15 von Linz nach Samarkand und OS 9612 um 16:50 von Urganch retour wurde von Lauda Air, der Charter-Tochter der AUA, durchgeführt
Update: Zum Sommerflugplan 2013 wurde die Marke Lauda aufgegeben und durch Austrian myHoliday ersetzt

Botschaft von Usbekistan Die Botschaft der Republik Usbekistan in Wien
Hier kann man die aktuellen Einreise- und Visabestimmungen sowie die dazugehörigen Preise erfahren.
Zum Zeitpunkt unserer Reise war ein noch 6 Monate über den Rückreisetermin hinaus gültiger Reisepaß erforderlich.

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• Unsere Unterkünfte waren 3-4-Stern-Herbergen, die noch nicht alt sein können (so gut wie keine Gebrauchsspuren, Schrammen, ...). Alle Zimmer hatten Klimaanlage und Sateliten-TV mit deutschen Sendern. Die Verpflegung (erstes Abendessen bei Ankunft, Frühstücksbuffet) war durchwegs passabel, das Personal hilfsbereit und freundlich, Englisch wurde überall verstanden.
Das Leitungswasser ist von unterschiedlich schlechter Qualität und maximal in Samarkand zum Zähneputzen geeignet. Sonst wird die Verwendung von Mineralwasser dringend angeraten.
Hotel Sherdor
Samarkand
3***-Stern-Hotel im Zentrum von Samarkand
Zimmer geräumig, großteils um einen kleinen Innenhof gelegen; Frühstücksbuffet okay, sogar mit Schwarzbrot.
91, M.Koshari Str., 703000 Samarkand; info@sherdor.com

Hotel Malika Bukhara
Buchara
4****-Hotel aus der Malika-Gruppe;
Direkt am Eingang zur Altstadt mit den Basaren gelegen; Mitarbeiter sprachen sogar etwas deutsch und waren sehr zuvorkommend.
Shaumayana Str. 25, Buchara

Hotel Malika Khiva
Chiwa
4****-Hotel aus der Malika-Gruppe;
Direkt vis-á-vis dem Eingang zur Altstadt.
In einer ehemaligen Medersa (= Medrese / Koranschule) mit überbautem Innenhof. Sehr malerisch.
P.Kori Str. 19A, Chiwa

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• Städte und Sehenswürdigkeiten, die wir besuchten:

In diesem Abschnitt möchten wir etwas genauer auf die besuchten Sehenswürdigkeiten eingehen, da die Erläuterungen im Text den Rahmen eines Reiseberichtes sprengen würden. Die Schreibweise der Städte und Bauwerke variiert sehr stark, wir haben die Schreibweise des Reiseführers "Usbekistan entdecken" verwendet und in Klammer die Version der englischsprachigen Stadtpläne von Silk Tour angeführt.

Samarkand - Shaxrisabz (Shahrisabz) - Buchara (Bukhara) - Chiwa (Khiva)

• Samarkand (Usbekisch: Samarqand):
Hauptstadt des Gebiets Samarkand, ca. 360.000 Einwohner; zweitwichtigstes usbekisches Kultur- und Wirtschaftszentrum; Samarkand gehört als »Schnittpunkt der Weltkulturen« zum UNESCO-Weltkulturerbe.


• Gur Emir
"Grab des Gebieters"
Mitte des 15. Jhdts fertiggestellte Grabstätte der Timuriden, errichtet rund um das Grabmal Timurs. Besonders auffallend ist die hohe gerippte Kuppel über dem Grabraum dieses palastartigen Mausoleums. Auch das reich geschmückte, 12 m hohe Portal ist eine Augenweide. Die restliche Anlage zeigt noch Reste eines (Derwisch-)Klosters und einer Medrese. Die Gebäude sind mit Mosaikfriesen und bunten Fayenceornamenten geschmückt.
Das Innere ist mit Schriftbändern, die das Leben Timurs erzählen und vergoldeten Pappmachè-Ornamenten reich ausgeschmückt.
Die künstlerischen Techniken dieses Mausoleums, stark von Timur selbst angeregt, haben über Jahrhunderte die islamische Architektur geprägt.


• Bibi Xanom-Moschee
(Bibi Khanum)
Galt einst als die schönste und größte Moschee des Orients.
Errichtet am Beginn des 15. Jahrhunderts zu Ehren der Lieblingsfrau Timurs. Wegen der sehr kurzen Bauzeit (nur 4 Jahre) und der gewaltigen Dimensionen konnt das prächtig ausgeschmückte Bauwerk den Belastungen nicht lange standhalten und verfiel rasch.
Um den großen Innenhof mit den schattenspendenden Maulbeerbäumen und dem großen Koran-Ständer aus Marmor stehen vier "Iwan" genannte überkuppelte Hallen. Die größte davon wird von der weithin sichtbaren blau gekachelten Kuppel gekrönt. Diese ragt bei einem Durchmesser von 30 Metern 44 Meter in die Höhe. Die Restaurierungsarbeiten sind voll im Gange, bisher wurden jedoch erst die Fassaden und Außenansichten wiederhergestellt.


• Registan
Zentraler Platz des mittelalterlichen Samarkand: eingerahmt durch die mit blauen Kacheln verzierten Fassaden der drei nachfolgend genauer erwähnten Koranschulen präsentiert sich nun ein Gesamtkunstwerk, das nicht umsonst das Wahrzeichen Usbekistans wurde und von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurde.
Zu Ulug'beks Zeit entwickelte sich der einstige Sandplatz im ehemaligen Flußbett des Serafshan zum Schaufenster und zur Zeitung, zum Exerzierplatz und Handelszentrum. Hier wurden Gesetze verkündet, Gericht gehalten und Urteile exekutiert. Hier wurde gefeilscht und Geschichte geschrieben. Was hier verkündet wurde, verbreitete sich in Windeseile durch die Stadt und die Provinz.


• Medrese Ulug'bek
(Ulugbek Madrassah)
Koranschule aus dem 15. Jahrhundert, gestiftet von Ulug'bek, der hier auch selbst unterrichtet haben soll.
Durch das reich geschmückte Portal zwischen zwei schlanken Minaretten gelangt man zu einem Innenhof, der von zweistöckigen Arkaden mit den Wohnzellen der Studenten umgeben ist und am rückwärtigen Teil durch eine geschlossene Wintermoschee abgeschlossen wird. Die Studentenzimmer sind nicht zugänglich, in den Räumen des Erdgeschoßes sind eine kleine Galerie und Andenkenhändler untergebracht.


• Medrese Tillakori
(Tilla-Kari Madrassah)
Moschee und Koranschule aus der Mitte des 17. Jahrhunderts, an der Nordseite des Registan.
Auch sie besticht durch kunstvoll gearbeitete Mosaike an den Fassaden und durch überkuppelte Ivane, die hier als Vorlesungszimmer dienten. Besondere Beachtung verdient der reich geschmückte Innenraum der Moschee, in dem die Muster wie Teppiche die Wände bedecken, die Hauptfarbe ist dabei Gold. Diesem Umstand verdankt sie auch ihren Beinamen "die Goldbedeckte".


• Medrese Sherdor
(Shir-Dor Madrassah)
Koranschule aus dem frühen 17. Jahrhundert, an der Westseite des Registan gelegen.
Diese Medrese wurde direkt gegenüber der Ulug'bek-Medrese errichtet und ist auf den ersten Blick ein Spiegelbild der Älteren. Sowohl die Anlage selbst als auch die Proportionen sind identisch, allerdings ist das Dekor wesentlich auffälliger und die Darstellungen am Portal (Tiger jagen Gazellen) entsprechen ganz und gar nicht dem islamischen Verbot von figürlichen Darstellungen.
Auch hier befinden sich im Inneren Souvenirläden und im Innenhof eine kleine Bühne, wo gelegentlich Theater- und Folkloreaufführungen stattfinden.


• Shohizinda
(Shakhi-Zinda)
"Der lebende Schah"
Nekropole am Nordrand Samarkands, eine "Totenstraße" am Hügel von Afrasiob mit Mausoleen und Moscheen vom 14.-15. Jhdt. bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts.
Der Ursprung dieser Grabanlage ist das legendäre Grabmal des Kusam ibn Abbas, der hier in einer Höhle Schutz vor Ungläubigen suchte und noch immer dort leben soll. Hier war bereits in vortimuridischer Zeit eine Wallfahrtsstätte. Wer etwas auf sich hielt und es sich leisten konnte, ließ sich in dessen Umgebung beisetzen. Dadurch entstanden über viele Jahrhunderte die Mausoleen und Gedenkstätten dieser Anlage.
Auffällig sind die Fayence-Verzierungen, von weiß über hellblau und türkis bis tiefblau, die in strahlendem Kontrast zu den schlichten Ziegelmauern stehen.


• Observatorium des Ulug'bek
Astronomisches Observatorium aus dem frühen 16. Jahrhundert, entworfen und erbaut von Ulug'bek. Damit hat er seinen "Sternenkatalog" erstellt und exakte Berechnungen angestellt. Es sind nur mehr die Grundmauern und die in den gewachsenen Fels gehauene, mit Ziegeln ausgekleidete Vertiefung des Gradbogens erhalten bzw. rekonstruiert.
Im daneben gelegenen kleinen Museum sind astronomische Geräte und Aufzeichnungen aus Ulug'beks Zeit sowie Schautafeln (nur usbekisch und russisch beschriftet) zur wissenschaftlichen Laufbahn des Herrschers zu sehen.


• Afrosiyob
(Afrosiab)
Erste Siedlungsstätte von Samarkand, das nach einer totalen Zerstörung am anderen Ufer des Flusses Serafshan (Zarafshan) neu gegründet wurde.
Besonderes beachtenswert ist das kleine archäologische Museum, dessen Schatz die sogdischen Wandmalereien aus dem 6. Jahrhundert sind.


• Basar
Direkt neben der Bibi Xanom-Moschee gelegenes Handelszentrum des islamischen Samarkand.
Hier deckt sich die Bevölkerung mit allem ein, was sie so braucht. Es gibt Sektoren für alle Handelsbereiche, so sind die Bäcker mit den berühmten Fladenbroten gleich links vom Eingang bei der Bibi Xanom-Moschee, Gemüse und Kräuter finden sich neben den Händlern von Trockenfrüchten und Nüssen. Alles sieht frisch aus, auch das Fleisch, das wenig gekühlt in kleinen Hallen angeboten wird.

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• Shaxrisabz: (Shahrisabz)
Stadt im Kashkadarya-Tal, ca. 60.000 Einwohner. Früherer Name Kesch bzw. Quix. Geburtsort Timurs, der hier sowohl seine Sommerresidenz als auch ein Familiengrab errichten ließ.
Vor dem Sommerpalast steht auf einem hohen Sockel eine überlebensgroße Statue von Timur, rund herum herscht reges Treiben.


• Oq Saray
"Weißer Palast"
Sommerresidenz Timurs, von der nur mehr die riesigen Pylonen des Eingangsportals erhalten sind. Erbaut gegen 1380, reich mit Gold und Fliesen in verschiedenen Blautönen geschmückt, der große Bogen des Portals hatte eine Scheitelhöhe von 45 Metern.
Bereits im 16. Jhdt. verfiel der Palast. Die Ziegel wurden als günstiges Baumaterial verwendet und außer den Portalresten sind nur mehr die Fundamente erhalten.



• Dorut Tibovat-Ensemble
Gebäudekomplex, der aus mehreren Mausoleen und 2 Moscheen besteht. Interessant sind neben der blau überkuppelten Ko'K-Gumbaz-Moschee das kleine Saiden-Mausoleum und das Familiengrab Ulug'beks, das für seine Kinder und Frauen errichtet wurde, in dem aber nur zwei seiner Söhne beigesetzt wurden.
Im Innenhof der zweiten Moschee stehen uralten Bäume und Weinstöcke. Dieser Komplex beinhaltet auch noch ein altes Derwisch- bzw. Pilgerkloster.

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• Buchara (Bukhara) (usbekisch Buxoro):
Hauptstadt des Gebietes Buchara im Serafshan-Tal, ca. 260.000 Einwohner. Oase in der Wüste Kizilkum, Baumwoll- und Seidenverarbeitung, Teppichherstellung, Kunsthandwerk, Karakulschafzucht.
Buchara war im Mittelalter eine bedeutende islamische Kulturstätte und ein Handelszentrum an der Seidenstraße. Die Stadt wurde etwa 500 v.Chr. gegründet, von den Arabern und von den Samaniden erobert, 1220 von Dschingis Khan zerstört, 1369 fiel Buchara in die Hand Timurs, 1500 an die Usbeken. Seit dem 16.Jahrhundert Hauptstadt eines Khanats, das 1868 die russische Oberhoheit anerkennen mußte. Nach dem Sturz des Emirs (1920) war Buchara Hauptstadt der sowjetischen SR Buchara (1920 - 24).


• Samaniden-Mausoleum (Ismail Samani Mausoleum)
Grabstätte der Samaniden-Dynastie; am Ende des 9. Jahrhunderts entstanden. Die vielfältige Verzierung des Gebäudes wurde einzig durch die kunstvolle Anordnung der gebrannten Lehmziegel erreicht. Die einfache Kuppel schließt den kubischen Bau harmonisch ab.
Dieses kleine Gebäude ist das älteste islamische Bauwerk in Zentralasien.


• "Quelle des Hiob" Chasma-Ayub-Mausoleum
Eigenwilliger Bau, der von mehreren unterschiedlichen Kuppeln bedeckt wird. Erbaut wurde er in mehreren Etappen zwischen dem 12. und dem 16. Jahrhundert. Im Inneren ist der legendäre Brunnen, den Hiob (=Ayub) mit seinem Stab aus dem Felsen geschlagen haben soll. Das Wasser ist leicht salzig und gilt bei muslimischen Pilgern als heilend.


• Bolo-Hauz-Moschee (Bolo Khauz Mosque)
Zu Beginn des 18. Jhdts. errichtete Freitagsmoschee, bestehend aus dem geschlossenen Gebetsraum (heute wieder für Gläubige in Verwendung) und einer offenen Vorhalle. Deren reich verzierte Kassettendecke wird von 20 über 12 m hohen Holzsäulen getragen. Diese Säulenhalle spiegelt sich im davor gelegenen Bassin (Hauz) wieder, was der gesamten Anlage ein edles und leichtes Erscheinungsbild beschert.


• Zitadelle Ark
Stadt in der Stadt - von einer eigenen Mauer umgebener Regierungssitz und Palast des Herrschers von Buchara.
Heute betritt man den Burghügel durch ein mit runden Türmen bewehrtes hohes Portal und gelangt über einen ansteigenden Tunnel zu einem Innenhof, von dem aus man diverse Räume und die Moschee besichtigen kann. In den Resten des eigentlichen Palasts befindet sich ein kleines Landeskunde-Museum.
Noch ist nicht die ganze Zitadelle restauriert, ein gutes Drittel liegt hinter Absperrungen. Gegen ein Bakschisch wird ein Tor zu einer ziemlichen Geröllwüste geöffnet, aber von der dahinter liegenden Stadtmauer aus hat man einen traumhaften Blick auf die Altstadt mit den Kuppeln und Minaretten.


• Labi-Hauz (Lyabi-Khauz-Ensemble)
Gebäudekomplex um einen der letzten alten offenen Wasserspeicher (=Hauz), die noch erhalten sind. Das Basin wird umgeben von schattenspendenden Bäumen, einem Pilgerhaus, zwei Medresen und diversen Lokalen.
Abgesehen von den Rauchschwaden der Holzkohlegrills eine nette Atmosphäre. Wir haben in diesem Lokal Mittag gegessen und an den Nebentischen waren viele Einheimische.


• Nadir-Devon-Begi-Medrese (Nadir-Divan Begi Madrassah)
1623 ursprünglich als Karawanserei errichtet, wurde das von einem prächtig geschmückten Portal geprägte Gebäude bald in eine theologische Hochschule umgewandelt. Das Portal wird von Mosaiken auf blauem Grund geschmückt, deren herausragendes Motiv die fliegenden Reiher darstellen. Die ehemaligen Wohnzellen der Studenten sind jetzt von Souvenirhändlern belegt, im Innenhof stehen Tische und Bänke. Für große Gruppen wird hier abends Essen serviert, bei der eine Folklorevorführung natürlich auch nicht fehlen darf.


• Hodscha Nasreddin-Denkmal
Unter den schattenspendenden Bäumen zwischen Labi-Hauz und Nadir-Devon-Begi-Medrese steht ein modernes Denkmal - ein Schelm auf einem Esel. Hierbei handelt es sich um Hodscha Nasreddin, den Till Eulenspiegel des Orients. Die Geschichten, die über diese legendäre Figur erzählt werden, spiegeln den Versuch der Menschen wieder, mit Humor aus den strengen Normen des alltäglichen Lebens auszubrechen und (nur für sich) ein besseres Leben zu erreichen.


• Kalon-Komplex
Das Prunkstück in der Altstadt von Buchara sind die sich gegenüberstehenden, reich geschmückten Portale der Miri-Arab-Medrese und der Kalon-Moschee, dazwischen das Minarett Kalon.
Während die Medrese Miri-Arab aus der Mitte des 16. Jahrhunderts weiterhin als theologische Hochschule genutzt wird und daher im Inneren nicht besichtigt werden kann, ist die große Sommermoschee Kalon mit ihrem weiten Innenhof und dem Brunnenhaus einen Besuch wert. Ursprünglich fanden mehrere Tausend Gläubige in dieser Moschee für das Freitagsgebet Platz, mittlerweile ist bis auf einen kleinen Raum an der Rückseite der Anlage alles für Touristen zugänglich.
Überragt wird die Stadt vom 46 m hohen Minarett Kalon, das aus dem frühen 12. Jahrhundert stammt und fast ausschließlich durch breite Bänder von verschieden angeordneten gebrannten Ziegel geschmückt ist. Neben der Funktion für die Muezzine war dieser hohe Turm auch Wegweiser für die Karawanen und lange Zeit auch Hinrichtungsstätte: die Verurteilten wurden in einen Sack eingenäht und vom Minarett geworfen. Heute ist der Aufstieg für jedermann gegen ein Eintrittsgeld möglich. Im fast fensterlosen Inneren liegen die Stufen zumeist im Dunkeln und sind sehr unregelmäßig. Der Ausblick aus den Spitzbogenfenstern entschädigt jdeoch für diese Mühsal.

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• Chiwa (Khiva) (usbekisch Xiva):
Stadt in Usbekistan, in einer Oase des Amudarya, etwa 30.000 Einwohner; Museen; Teppich- und Seidenweberei, Keramikfabrikation.
Die Altstadt (Ichalan Kala) steht wegen ihrer Bauwerke (u.a. Tore der Stadtmauer, Alte Zitadelle, Mausoleen, Medresen; entstanden vom 16. bis 20. Jahrhundert) seit 1967 unter Denkmalschutz (UNESCO-Weltkulturerbe) und ist jetzt ein Freiluftmuseum. Trotzdem wird die Altstadt im nordöstlichen Teil immer noch bewohnt.
Anfang des 17. Jahrhunderts wurde Chiwa Hauptstadt von Charism (Chorism; später »Khanat von Chiwa« genannt), das 1873 an Russland kam (bis 1920 Vasallenstaat, 1920/21 Volksrepublik Choresm, 1921-24 Sowjetische Sozialistische Republik Choresm, danach zur Usbekischen SSR).


• Ota Darvoza-Tor (Ata-Dervaza-Gate)
Westliches Eingangstor in die Altstadt, hier sind der Eintritt und die Fotogebühr zu entrichten.
Dieses Tor ist einer der vier Zugänge in die Ichalan Kala, die noch immer von einer intakten Stadtmauer mit Bastionen und Wällen umgeben ist. Von diesem Tor aus führt sozusagen die Hauptstraße mit den meisten Sehenswürdigkeiten zum gegenüberliegenden Osttor Polvon Darvoza (Paklavan-Dervaza-Gate).


• Ko'xna Ark (Kunya-Ark)
Zitadelle an der westlichen Stadtmauer, erbaut im 17. Jahrhundert und bis ins 20. Jahrhundert immer wieder erweitert oder umgebaut. Offizielle Residenz der Khane von Chiwa. Die Anlage besteht aus mehreren Innenhöfen, die mit Holzsäulen und den typisch mit Blumenornamenten geschmückten blauen Fliesen verziert sind. Diese Höfe mit ihren Nebenräumen waren speziellen Gelegenheiten vorbehalten, so wurde einer für Staatsempfänge genutzt, ein anderer als Gerichtssaal und der hinterste beherbergte die Privaträume des Hausherrn. Die Holzdecken sind reich bemalt und in einem der Räume ist auch noch eine Nachbildung des mit Silberplättchen bedeckten Throns der Herrscher von Chiwa zu sehen.
Am hintersten Ende eines Ganges befindet sich ein steiler Aufgang zu einem Aussichtspunkt, den man unbedingt besuchen sollte, denn der Blick über die Altstadt ist wunderschön. Nicht nur die grün und blau gekachelten Minarette und Kuppeln stechen ins Auge, sondern auch die vielen fliesengeschmückten Portale und Verkleidungen der diversen Innenhöfe in Medresen und Moscheen.


• Pahlavon-Maxmud-Mausoleum (Pakhlavan-Makhmud Mausoleum)
"Mausoleum des Ringers ".
Pahlavon Maxmud war im späten 13. Jahrhundert Kürschner und Dichter, Ringer und furchtloser Krieger. Als Wohltäter der Stadt Chiwa war er schon zu Lebzeiten eine Legende und nach seinem Tod wurde sein Grab zur Pilgerstätte.
Das heutige Ensemble umfaßt neben dem vollkommen mit Majolika geschmückten und grün überkuppelten Grabraum (hier beten Gläubige, daher Schuhe ausziehen!) einen Innenhof mit einem heiligen Brunnen (das Wasser schmeckt salzig und soll verjüngend wirken) und Grabstätten diverser Khane der Stadt.
Hinter dem Mausoleum befindet sich ein Friedhof mit den für diese Wüstengegend typischen überwölbten Grabkammern. Mausoleum und Friedhof sind ein beliebtes Ziel von Brautpaaren.


• Kalta Minor
"Kurzes Minarett", 28 m hoch, an der Basis 16 m Durchmesser.
Es hätte das höchste Minarett überhaupt werden sollen, wurde aber nach dem Tod des Bauherrn nicht fertiggestellt. Was jedoch errichtet wurde ist über und über mit unterschiedlich grünen und blauen Fliesen verkleidet. Die Silhouette dieses Kegelstumpfs prägt das Erscheinungsbild der Altstadt.


• Juma-Moschee
Ursprünglich die Palast- bzw. Hauptmoschee aus dem 10. Jahrhundert, am Ende des 18. Jahrhunderts umgebaut und restauriert. Beeindruckend ist der an und für sich schlichte Innenraum, der nur von 2 Öffnungen im Dach erhellt wird, dessen Decke jedoch von 212 Holzsäulen getragen wird. Einzelne dieser Säulen lassen sich bis in das 10. und 12. Jhdt. datieren und alle sind mit phantasievoll geschnitzten Mustern geschmückt.


• Palast Toshxauli (Tash-Kuli-Palace)
"Steinernes Haus" - Palast aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Besuchenswert ist dieses Gebäude hauptsächlich wegen des noch erhaltenen Harems: fünf über und über mit Fliesen geschmückte Iwane (zum Innenhof geöffnete Hallen) waren dem Herrscher und seinen vier Hauptfrauen vorbehalten. Die Holzdecken werden wieder von geschnitzten schlanken Säulen getragen, die auf Marmorsockeln ruhen. Die zweigeschoßigen Räumlichkeiten der Nebenfrauen und Bediensteten sind ebenfalls mit Schnitzwerk geschmückt.
Das restliche Gebäude ist geprägt von verwinkelten Räumen und dunklen Durchgängen, die Höfe sind wieder mit Fliesen geschmückt, aber nicht der Rede wert.

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• Häufig gestellt Fragen haben wir per e-mail nach bestem Wissen und Gewissen beantwortet.
Hier eine Themenauswahl:
Geld:
Wieviel Geld braucht man?
Was kostet was?
Wo kann ich wechseln?
Wie ist es mit Kreditkarten?
Welche Währung soll ich mitnehmen?
Der Geldbedarf hängt sehr von den persönlichen Vorlieben ab. Wer vor hat, kostspielige Souvenirs wie einen Teppich, Pelze oder Seide zu kaufen, kann viel Geld in Usbekistan lassen.
Wenn man, so wie wir, im Rahmen einer organisierten Reise unterwegs ist, sollte man auf alle Fälle an die Getränke bei den inkludierten Mahlzeiten denken, an die Mittagessen, aber auch bei den Sehenswürdigkeiten an Fotogebühren und Trinkgelder für nicht offizielle Bereiche.


Toiletten
Ein heikles Thema für Mitteleuropäer. Außer in den Hotels und besseren Restaurants ist nicht mit sauberen WC's zu rechnen.
Bei Überlandfahrten muß die Landschaft für die menschlichen Bedürfnisse herhalten, besonders für uns Frauen etwas schwierig. Aber vielleicht ist das doch hygienischer als so manche öffentliche Toilette.....

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