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Syrien und Jordanien

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• Land und Leute: Statistisches zu Syrien und Jordanien
  Syrien
Jordanien
Fläche: 185.180 km2
89.342 km2
Einwohner: ca. 18 Mio.
ca. 6 Mio.
Hauptstadt: Damaskus
Amman
Verwaltungsgliederung: Syrien ist seit 1987 in 14 Gouvernorate (muhafazat, singular: muhafazah) unterteilt, die nach dem jeweiligen Hauptort benannt sind.
Jordanien gliedert sich in zwölf Gouvernorate.
Amtssprache: Arabisch
Arabisch
Währung: 1 Syrisches Pfund (SYP) = 100 Piaster
Wechselkurs bei unserem Reiseführer: 1.000 Pfund = 15 €
(1 EUR = 66,67 SYP)
wir hatten Scheine zu 50,-- / 100,-- / 200,-- / 500,-- und 1.000,-- Pfund und einige Münzen

1 Jordanischer Dinar (JOD) = 1000 Fils
Wechselkurs zum Zeitpunkt unserer Reise: 1,- € = 1,-- Dinar
wir hatten Scheine zu 1,-- / 5,-- / 10,-- und 20,-- Dinar, dazu Münzen zu ein Viertel Dinar und einem halben Dinar

Zeitzone MEZ + 1 Stunde
MEZ + 1 Stunde
Allgemeines Arabische Republik Syrien
Staat in Vorderasien, grenzt im Norden an die Türkei, im Osten und Südosten an den Irak, im Süden an Jordanien, im Südwesten an Israel, im Westen an den Libanon und das Mittelmeer.

Haschemitisches Königreich Jordanien
Staat in Vorderasien, grenzt im Westen an Israel, im Norden an Syrien, im äußersten Nordosten an den Irak, im Osten und Süden an Saudi-Arabien. Die Südwestspitze grenzt an den Golf von Aqaba (Rotes Meer).

Staatsform Nach der Verfassung von 1973 ist Syrien eine sozialistische Volksrepublik mit Präsidialsystem. Staatsoberhaupt, Oberbefehlshaber der Streitkräfte und Inhaber der Exekutivgewalt ist der mit weit gehenden Vollmachten ausgestattete Präsident (vom Parlament nominiert, auf 7 Jahre direkt gewählt). Er bestimmt die Richtlinien der Politik, hat das Recht auf Gesetzgebungsinitiative und -veto, ernennt und entläßt die Regierung unter Vorsitz des Ministerpräsidenten. Die Legislative liegt bei der Volksversammlung (250 Abgeordnete, für 4 Jahre gewählt).

Nach der Verfassung von 1952 ist Jordanien eine konstitutionelle Erbmonarchie (Dynastie der Haschemiten). Staatsoberhaupt und Oberbefehlshaber der Streitkräfte ist der König, der weit reichende legislative und exekutive Befugnisse besitzt. Er ernennt den Ministerpräsidenten und auf dessen Vorschlag die übrigen Mitglieder des Kabinetts sowie die Richter. Die Legislative liegt beim Zweikammerparlament, bestehend aus Senat (40 für 8 Jahre vom König ernannte Mitglieder) und Abgeordnetenhaus (80 Abgeordnete, für 4 Jahre gewählt; 12 Mandate sind den christlichen und tscherkessischen Minderheiten vorbehalten).

Bevölkerung Die Mehrheit der Bewohner sind syrische Araber (89%), daneben leben Kurden (6%), Armenier (rund 4%), Tscherkessen, Turkmenen und andere Bevölkerungsgruppen im Land. Besondere Gruppen sind die Nomaden und palästinensischen Flüchtlinge (derzeit etwa 365.800). Über 89% der Bevölkerung sind Muslime (überwiegend Sunniten, ferner Alawiten und Schiiten, etwa 8% Christen (besonders Griechisch-Orthodoxe, Melchiten und Syrisch-Orthodoxe). Kleine religiöse Minderheiten bilden die Drusen im Hauran, die Jesiden in Nordostsyrien und die Juden (heute fast vollständig ausgewandert).

Die Bevölkerung besteht überwiegend aus Arabern (98%), daneben gibt es tscherkessische, armenische, kurdische und turkmenische Minderheiten. Als traditionsverbundener staatstragender Schicht kommt den Beduinen in Jordanien noch heute große Bedeutung zu. Die meisten Stämme sind allerdings seßhaft oder halbseßhaft geworden, rund 5% sind noch Nomaden. 2001 lebten in Jordanien 1,6 Mio. Palästinaflüchtlinge. Die Geburtenziffer gehört trotz leichter Rückläufigkeit zu den höchsten der Erde (2,9%). 74% der Einwohner leben in Städten. Großstädte sind Amman, Zerka und Irbid.

Landschaft Im Osten verläuft ca. 20 km von der Mittelmeerküste entfernt das Alawiten-Gebirge, das steil zum östlich davon gelegenen fruchtbaren Orontestal abfällt. Daran schließt ein von N nach S verlaufender Gebirgszug an, der im Süden im Antilibanon mit dem immer schneebedeckten Mount Hermon (2.814m) endet. Zwischen diesen Bergketten liegt die Syrische Hochebene. Weiter östlich liegt die Syrische Wüste, die allmählich zur Euphratsenke abfällt. Im Süden des Landes liegt das vulkanische Massiv des Hauran.
Die wichtigsten Flüsse des Landes sind im Westen der Orontes (325 km) und im Osten der Euphrat (676 km).

Etwa neun Zehntel des Landes sind Geröll- und Steinwüste oder Wüstensteppe. Jordanien hat Anteil an der Ostflanke des Jordangrabens und teilt sich mit Israel das Tote Meer; östlich davon erhebt sich mit einem Steilanstieg das Ostjordanische Bergland bis zu einer Höhe von 1.745 m über dem Meeresspiegel. Im Norden überwiegen leicht gefaltete Kalk- und Dolomittafeln, im Süden bizarr geschnittene Sandsteinplateaus. Nach Osten geht das Bergland in die eintönige Syrische Wüste über, deren Oberflächenformen im Norden durch junge Basaltergüsse gestaltet werden. Nur der Randsaum im nördlichen Abschnitt des Ostjordanischen Berglandes empfängt so viel Niederschlag, daß Feldbau ohne Bewässerung möglich ist.

Klima Das Klima Syriens ist subtropisch, trocken und warm. Im Osten herrscht heißes, trockenes kontinentales Steppen- und Wüstenklima mit einem durchschnittlichen Jahresniederschlag unter 150 Millimeter. Im Westen an der Küste ist Mittelmeerklima mit einem durchschnittlichen Jahresniederschlag von 600 bis 800 Millimeter.

Jordanien liegt im Übergangsbereich von mediterranem zu Wüstenklima. Im Osten herrscht trockenes kontinentales Wüstenklima, die jahreszeitlichen Temperaturunterschiede nehmen zu.
Relativ niederschlagsreich ist lediglich das westliche Hochplateau mit bis zu 700 Millimetern Niederschlag jährlich.

Geschichte Syrien war im Altertum die Bezeichnung für das Gebiet zwischen Mittelmeer im Westen und Arabien im Osten, etwa dem heutigen Aleppo im Norden und Palästina im Süden (die Zuordnung Phönikiens ist unterschiedlich); es war Teil des Fruchtbaren Halbmonds. Im 2./1.Jahrtausend v.Chr. lag es im Überschneidungsbereich der Interessen der altorientalischen Mächte. Sowohl die Perser als auch die Griechen (333 v.Chr. durch Alexander den Großen) unterwarfen das Land, 301 v.Chr. wurde es zwischen den Ptolemäern und Seleukiden aufgeteilt. Die Römer gründeten hier die Provinz Syria und ca. 400 n.Chr. war Syrien Teil des oströmischen (byzantinischen) Reiches. Nach der Eroberung durch die muslimischen Araber herrschten erst die Omayyadenkalifen, nach deren Sturz wurde das Land abhängig von Ägypten. Im Mittelalter gehörte das Küstengebiet zum Kreuzritter-Fürstentum Antiochien. Von 1516 bis 1918 war Syrien ein Teil des Osmanischen (türkischen) Reiches.
Nach dem ersten Weltkrieg unter französischer Verwaltung, kurzzeitig Monarchie unter König Feisal I. und bis nach dem 2. Weltkrieg französisches Mandatsgebiet mit mehrmaligen Verhandlungen zur Eigenständigkeit. 1946 endgültige Unabhängigkeit.
Spannungen mit Israel, dem Libanon und auch Jordanien führten immer wieder zu militärischen Auseinandersetzungen und Krisen. (Libanesischer Bürgerkrieg, Golankonflikt, Golfkrieg...)

Jordanien ist eines der ältesten Kulturgebiete der Menschheit und ist nachweislich bereits seit 8.000 v.Chr. besiedelt. Das Gebiet östlich des Jordans war schon in der Frühzeit eng mit der Geschichte Israels (Palästina) verbunden; in römischer Zeit (seit 64/63 v.Chr.) bildete es die Provinz Arabia Petraea und wurde unter byzantinischer Oberhoheit von arabischen Dynastien beherrscht; nach der Eroberung durch die muslimischen Araber im 7. Jahrhundert teilte es das Schicksal Syriens, 1516 - 1918 unter den osmanischen Sultanen gehörte es zur Provinz Damaskus. Mit Palästina wurde das Gebiet 1920 unter britisches Mandat gestellt (bis 1948). 1921 setzte Großbritannien den Haschemiten Abd Allah Ibn al-Husain als Emir von Transjordanien (Ostjordanland) ein, das 1923 formell von Palästina getrennt wurde und 1925 im Abkommen mit Saudi-Arabien durch Aqaba Zugang zum Meer erhielt. 1946 erhielt Jordanien die nominelle Unabhängigkeit, die Ausrufung der Monarchie (Haschemitisches Königreich Jordanien) erfolgte am 12.12.1949.
Durch Grenzstreitigkeiten mit Israel (Westjordanland) bzw. den Israelisch-Arabischen Kriegen kam es zu großen Flüchtlingsströmen palästinensischer Vertriebener. Durch den Verzicht auf die Palästinensergebiete westlich des Jordans zugunsten der PLO stabilisierte sich die Lage im Nahen Osten vorübergehend. 1994 schlossen Israel und Jordanien einen Friedensvertrag.

Einreisebestimmungen: Für die Einreise nach Syrien ist ein Visum erforderlich und ein Reisepaß, der noch mindestens 6 Monate Gültigkeit hat und KEINEN! israelischen Stempel enthält.
Nähere Informationen bei: Syrische Botschaft

Für die einmalige Einreise nach Jordanien ist ein Visum erforderlich, das man - außer bei der Einreise aus Israel - problemlos an der Grenze erhält. Der Reisepaß muß noch mindestens 6 Monate gültig sein. Für mehrmaligen Grenzübertritt bzw. Einreise aus Israel muß im Heimatland ein Visum beantragt werden.
Nähere Informationen bei: Jordanische Botschaft

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• Allgemeines: Was ist interessant und was sollte man wissen
Essen und Trinken Essen und Trinken sind im arabischen Raum wichtige Bestandteile des gesellschaftlichen Lebens.
Kaffee und Tee sind wichtig, sei es um einen Gast willkommen zu heißen, sei es, um ein üppiges Mahl zu beschließen. In Syrien wird der Kaffee, nach türkischer Tradition, in einem Kupferkännchen bereitet, dafür wird das Kaffeemehl - allerdings angereichert mit mehr oder weniger viel gemahlenem Kardamom - dreimal kurz mit Wasser aufgekocht und in winzige Mokkatassen gefüllt. In Jordanien wird häufiger Tee serviert, der auf Beduinenart mit Minze, Salbei, Zimtrinde und Kardamom aufgebrüht wird. Viel Zucker ist in beiden Getränken enthalten.
Die Küche des vorderen Orients ist geprägt von vielen Vorspeisen und Salaten, Mazza genannt, häufig auf Basis von Gemüse und Hülsenfrüchten. Fladenbrot ist ein wichtiger Bestandteil jeder Mahlzeit und wird in Stapeln bereitgestellt. Als Hauptgang gibt es Fleischgerichte von Lamm, Kalb oder Huhn in üppigen Saucen, dazu Reis, Nudeln oder auch Kartoffeln. Der Abschluß eines reichhaltigen Essens besteht aus picksüßen Naschereien wie Pudding und sirupgetränktem Gebäck. Dazu und nach dem Mahl trinkt man Tee/Kaffe oder in Syrien Arrak, einen klaren Schnaps auf Basis von Trauben, Äpfeln oder Feigen mit Anis aromatisiert und mit mind. 50 Volumsprozent Alkohol.
Obwohl viele Gewürze verwendet werden, ist das Essen nicht sehr scharf, sondern abwechslungsreich und gut bekömmlich.

Typische Gerichte: Brot: Kommt als Fladenbrot zu jeder Mahlzeit auf den Tisch, ist besonders gut direkt aus dem Ofen, wird meist aber in Plastikfolie verpackt am Tisch oder beim Buffet aufgestapelt.

Hommos: Kichererbsenmus mit viel Sesampaste und Olivenöl. Unverzichtbarer Bestandteil jeder Mahlzeit, wird mit Fladenbrot gegessen.

M'Tabal: Auberginenpaste mit Olivenöl und Sesampaste. Bei jedem Vorspeisenbuffet zu finden. Auch hier gehört Fladenbrot dazu.

Tabbule: Weizen-Petersil-Salat, aus gequollenem Weizenschrot mit Kräutern. Häufig anzutreffende Vorspeise.

Falafel: vegetarische Frikadellen. Wird traditionell mit cremigem Joghurt in Fladenbrot gegessen. Beliebter Imbiß und Jausensnack für Kinder.

Mansaf: (typisches Beduinenessen) Gegarter Reis wird mit Mandeln und Pinienkernen auf eine Platte gehäuft, darüber kommen reichlich Stücke von gekochtem Hammelfleisch und als Krönung ein Stück Fett vom Schwanz des Hammels. Gegessen wird mit den Fingern der rechten Hand (die linke gilt als unrein), indem man ein Stück Fleisch in den getränkten Reis "einpackt" und zu einem Bällchen formt, das man dann ißt.

Lawrence von Arabien T. (Thomas) E. (Edward) Lawrence, britischer Archäologe und Schriftsteller,
geb. 15.8. 1888 (Wales), gest. 19.5. 1935 bei einem Motorradunfall (County Dorset); nahm 1911 - 14 an Ausgrabungen (unter anderem auch in Syrien) teil; im Ersten Weltkrieg britischer Agent des Arab Bureau in Kairo, organisierte als Berater des späteren irakischen Königs Feisal I. den Araberaufstand gegen die Türken (1916-18); geriet in scharfen Gegensatz zur britischen Orientpolitik und schied 1922 nach kurzer Tätigkeit aus dem britischen Kolonialamt aus.
Bekannt ist seine Darstellung des Araberaufstands ("Die sieben Säulen der Weisheit", 1926).

Derwische Islamische Bettelmönche, meist Mitglieder eines Ordens, der dem Sufismus (asketisch-mystische Richtung des Islam) zugeordnet ist. Die Derwische suchen durch geistige Versenkung, asketische und andere Übungen die mystische Vereinigung mit Gott. Meditation durch Musik und Tanz ("Tanzender Derwisch") sind in diesem Zusammenhang zu sehen.

Bakschisch Spende, Almosen, Trinkgeld
Im orientalischen Raum übliches Geldgeschenk, sei es für erbrachte Dienste (Kofferträger, Führer, Garderobe ...) oder auch als Bestechungsgeld.

Omayyaden Eines der ersten Herrschergeschlechter der islamischen Araber. Stellten von 660 bis 750 die Oberhäupter des sunnitischen Islam. Nach ihrer Vertreibung aus dem Orient durch die Abbasiden gründeten sie 756 in Spanien das Emirat von Córdoba, das bis 1031 dauerte. Sie waren die erste Dynastie von Kalifen, die nicht eng mit Mohammed verwandt waren.

Beduinen
Nomadische Wüstenbewohner, z. B. der arabischen Wüsten, der Sahara, des Sinai und des Negev. Leben hauptsächlich von der Viehzucht. Unter anderem züchten sie Dromedare, Schafe und Ziegen, für die sie in der Wüste und vor allem in den Randzonen der Wüsten Weideplätze suchen.
In Jordanien stellen sie ihre Zelte immer öfter auch Touristen zur Verfügung, um so den Erhalt der eigenen Kultur zu ermöglichen.

Nabatäer Arabischer Volksstamm in der Antike, dessen Ursprung nicht eindeutig geklärt ist. Sie besiedelten ein Gebiet im Süden Jordaniens, weiteten ihren Einflußbereich jedoch bis weit über das Tote Meer und nach Saudi-Arabien aus.
Ihre Hauptstadt Petra war wichtiger Karawanenstützpunkt und Basis für den wirtschaftlichen und politischen Einfluß. Im ersten nachchristlichen Jahrhundert kamen sie jedoch unter fremdherrschaftlichen Einfluß, sie wurden römische Vasallen und im Jahr 106 n.Chr. ging ihr Reich in der Provinz Arabia Petraea auf.
Gegen 300 n.Chr. verlegten sie, wohl aus wirtschaftlichen Gründen, ihre Hauptstadt in den Norden nach Bosra, verschwanden aber bald darauf von der politischen Bildfläche.

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• Reiseführer und Touristikunternehmen: Die Bücher, die uns geholfen haben und Unternehmen, die für die Umsetzung der Reise wichtig waren
Das Reisekontor, TUI Reisepartner Das Reisekontor - Swoboda GesmbH, Reisebüro in Salzburg.
Bietet vielfältige geführte Rundreisen an. Der Besuch der Vorbereitungsveranstaltung war uns aufgrund der Entfernung nicht möglich, trotzdem wurden wir mit allen Informationen und kleinen Helferlein versorgt.
A-5020 Salzburg, Schrannengasse 2, office@dasreisekontor.at

Syrien - Dumont Kunst-Reiseführer Dumont Kunstreiseführer von Frank Rainer Scheck und Johannes Odenthal, 3. aktualisierte Auflage, 2007
Wälzer mit ausführlicher Beschreibung der Baudenkmäler und Sehenswürdigkeiten in Syrien; eher wenige praktische Reiseinformationen, dafür ausführliche Betrachtung des Landes aus heutiger Sicht und Berichte von Forschern und Reisenden in vergangenen Jahrhunderten.

Jordanien - Dumont Kunst-Reiseführer Dumont Kunstreiseführer von Frank Rainer Scheck, 4. aktualisierte Auflage, 2008
Wälzer mit ausführlicher Beschreibung der Baudenkmäler und Sehenswürdigkeiten in Jordanien; eher wenige praktische Reiseinformationen, dafür detailgetreue Beschreibungen und ausführliche Betrachtung des Landes aus heutiger Sicht mit vielen Zitaten aus Reiseberichten und Forschungsergebnissen auch aus alter Zeit.

Syrien • Libanon Nelles Guide von Wolfgang Gockel, Ausgabe 2008
Praktische Tips zu den beiden Ländern; zur Orientierung bestens geeignet. Mit extra Hotelverzeichnis und Detailkarten.

Jordanien - Reisen mit Insider-Tipps Kompakter Reiseführer aus dem Hause Marco Polo, wir verwendeten die 1. Auflage 2006.
Praktische Informationen zum Aufenthalt in Jordanien mit Tips zu Unterkunft, Verpflegung und Aktivitäten.

GTA-SKY-WAYS Reiseveranstalter mit Sitz in Wien, eigentlicher Organisator der Charter-Rundreise durch Syrien und Jordanien.

Nabil Unser Führer durch Syrien. Hat einige Jahre in Berlin gelebt und führt nun für Cham-Tours deutsche und österreichische Touristen durch sein Heimatland.
Manchmal kamen wir uns bei seiner Organisation etwas verlassen vor, so besonders in Damaskus, wo alles eher zufällig als geplant ablief.

Tareq Unser Führer durch Jordanien. Hat in Berlin Maschinenbau und Heizungstechnik studiert und einige Jahre an der Nordsee gelebt. Ist jetzt selbständiger Reiseführer und außerhalb der Saison betreut er die Installationen großer Hotels.
Seine Organisation war preußisch straff, dadurch blieb uns aber genug Freiraum für eigene Entdeckungen. Während der Busfahrten unterhielt er uns mit amüsanten Anekdoten aus dem Leben eines einfachen Jordaniers. Dadurch erfuhren wir ganz nebenbei sehr viel über das Land und die Gesellschaft.

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• Unsere Unterkünfte waren 3-4-Stern-Herbergen unterschiedlicher Qualität. So waren wir sowohl in einem liebevoll hergerichteten Altstadthaus, in einem anonymen Klotz mit dem Charme der 70er-Jahre oder auch in einem Neubau mit noch nicht fertigen Geschoßen untergebracht. Das Leitungswasser war überall sauber und ohne Beigeschmack, die Ausstattung reichte von zweckmäßig bis überladen, die Bäder waren überall in Ordnung und entsprachen europäischem Standard. Die Betten hatten alle gute Matratzen, aber es waren fast immer französische Doppelbetten mit nur einer Decke (mögen wir bei aller Liebe nicht sonderlich).

Hotel Dar Zamaria
Aleppo
4****-Stern-Hotel in der Altstadt von Aleppo
Zimmer sehr geräumig, um einen überdachten Innenhof, die Klimaanlage war noch auf Heizen gestellt, daher war es recht warm im Zimmer; Abendessen und Frühstücksbuffet in einem angeschlossenen stilvollen Restaurant ein paar Gassen weiter.
Das Hotel wurde bei den Kämpfen um Aleppo im Jahr 2012 durch einen Brand zerstört.

Hotel Al Wadi
Krak des Chevaliers
3***-Hotel mit Blick auf die Burgruine
Anlage mit Pool, noch im Auf- oder Umbau, zwei Stockwerke waren noch nicht ausgebaut. Viel Platz für die Gäste, gutes Abendessen, beim Frühstück etwas überfordert.

Fardoss Tower Hotel
Damaskus
4****-Hotel, bereits sehr abgewohnt; sehr kleine Zimmer mit schmuddeligem Teppich und engem Bad. So gut wie kein Komfort, dürfte aus den 70er-Jahren stammen. Das Abendessen war ganz gut, beim Frühstück wurde es sehr eng und das Besteck ging aus....

San Rock Hotel
Amman
4****-Hotel in ruhigem Viertel von Amman. Neues Haus mit angenehmer Atmosphäre und geräumigen Zimmern. Großer Speisesaal im obersten Stock, das Essen war durchschnittlich.

King's Way Hotel
Petra
4****-Hotel an der Königsstraße im Zentrum von Wadi Musa, dem Neu-Petra. Recht neues Hotel mit gutem Restaurant und hübschen Zimmern, gemütliche Lobby mit Bar. Auch das Essen war gut.

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• Städte und Sehenswürdigkeiten

In diesem Abschnitt möchten wir etwas genauer auf die besuchten Sehenswürdigkeiten eingehen, da die Erläuterungen im Text den Rahmen eines Reiseberichts sprengen würden. Die Schreibweise der Städte und Bauwerke variiert sehr stark, wir haben uns für die Version in den Dumont-Kunstreiseführern entschieden und in Klammer die Varianten aus dem Nelles-Guide für Syrien und dem Marco Polo für Jordanien gesetzt.

Aleppo - Hama - Krak des Chevaliers - Palmyra - Damaskus - Bosra - Jerash - Amman - Madaba - Berg Nebo - Totes Meer - Petra - Wadi Rum

• Aleppo (arabisch Haleb):
Stadt und Provinz im nördlichen Syrien, ca. 2 Mio. Einwohner; eine der ältesten und bedeutendsten Städte des Orients, die Altstadt ist UNESCO-Weltkulturerbe.
Mit Hilfe unter anderem des Aga-Khan-Trusts und Fördermitteln der EU wird die verwahrloste Altstadt innerhalb der Stadtmauer wieder reaktiviert und von neuzeitlichen Bausünden befreit.


• Zitadelle
Auf einem Hügel am Rande der Altstadt steht die aus dem Mittelalter stammende Festung. Diese Erhebung war jedoch schon in vorchristlicher Zeit Kult- und Opferstätte und Standort eines Tempels. Die wehrhafte Anlage beeindruckt durch den Viadukt, der die Torbauten über den Wassergraben hinweg verbindet und den einzigen Zugang zur Burg darstellt. Auf dem Hügel selbst sind verschiedene Bauwerke noch recht gut erhalten bzw. erkennbar, so eine Moschee und Teile des alten Palastes, aber auch Reste einer Kaserne. Besonders viel Restaurierungsarbeit wurde in den Thronsaal investiert, denn durch die reich geschnitzten Deckenbalken, die Marmorintarsien am Boden und die prunkvollen Leuchter kommt die ganze Pracht des Orients zur Geltung.
Überall auf dem Burghügel finden archäologische Grabungen statt und manche Bereiche sind daher nicht zugänglich.


• Suq az-Zarb
Suq al-Atarin
Der Basar von Aleppo gilt als der größte überdachte Basar des Orients - die Ladenstraßen sollen sich über 7 km erstrecken. Nach alter Tradition liegen die kleinen Geschäfte einer Gattung alle beisammen in einer Gasse, wir schlenderten durch die Bereiche der Tuchhändler und Seilmacher. Die Hauptachse des Suq bildet die alte römische Säulenstraße, die vom Zitadellenhügel aus schnurgerade zum Stadttor Bab Antakya führt, aber im Gewirr der Läden nicht mehr erkennbar ist.
Abzweigend von diesem Weg führt der Suq der Geschirrhändler und der Lebensmittelmarkt zur Großen Moschee.


• Omayyaden-Moschee
(Omaijaden-Moschee)
Die Große Moschee von Aleppo wurde um das Jahr 710 vom Omayyaden-Kalif Walid I. gegründet. Sie erhebt sich über den Resten einer frühchristlichen Kirche.
Der weite, mit Marmorplatten ausgelegte Innenhof ist umgeben von Arkaden. Der Gebetsraum ist eher schlicht. Ein besonderer Blickfang ist das wunderschöne, 45 m hohe Minarett aus dem Jahr 1095, das die gesamte Anlage überragt und weithin sichtbar ist.
Am Eingang müssen, wie in jeder Moschee üblich, die Schuhe abgegeben werden. Die Frauen müssen sich von Kopf bis Fuß verhüllen, wofür gegen ein Bakschisch graue Kapuzenumhänge bereitgestellt werden.

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• Hama:
Provinzhauptstadt in Mittelsyrien, ca. 260.000 Einwohner; beiderseits des Orontes gelegen, hauptsächlich Industriestadt.
1982 kam es in der Altstadt zu schweren Kämpfen zwischen der Regierungsarmee und radikalen Moslembruderschaften, die sich in den Moscheen versteckten, worauf viele dieser Gebäude schwer beschädigt bis zerstört wurden.


• Nauras (Norias)
Wasserräder
Hamas Wahrzeichen sind die riesigen hölzernen Wasserräder, die bis zu 500 Jahre alt sind und das Oronteswasser in höher gelegene Bewässerungskanäle schöpften. Heute drehen sich nur mehr einzelne dieser Relikte aus der früheren Zeit, die meisten mußten modernen Wasserpumpen weichen.
Einige besonders schöne Stücke stehen im Stadtpark, sie wurden als Touristenattraktion hergerichtet und sind sehr malerisch. Leider waren zum Zeitpunkt unserer Reise wegen Renovierung der Nauras die Kanäle fast trocken und verströmten deshalb einen ziemlich strengen Geruch.

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• Krak des Chevaliers:
Burgruine in Syrien an einem Ausläufer des Alawiten-Gebirges gelegen; Sinnbild der militärischen Macht der Kreuzritterorden im Mittelalter. Zusammen mit anderen Burgen entlang der Strecke von der Mittelmeerküste ins Hinterland ein wichtiges Verteidigungssystem zur Sicherung der Handels- und Pilgerwege.
Der heute noch erhaltene Teil der Wehranlage stammt großteils aus dem 12. und 13. Jahrhundert. Bemerkenswert sind vor allem die im Stil der Hochgotik errichteten Sakralbauten (Kirche, Kreuzgang, Kapitelsaal) und die wehrhaften Türme und Bastionen. Diese Bauphase wurde von den Johannitern (später Malteserritter) geprägt, die einen Repräsentationsbau verwirklichten, der eher einem Palast gleicht. Trotzdem ist die Burg stark bewehrt und hielt einigen Belagerungen stand, bevor sie 1271 von den Mameluken eingenommen werden konnte.
Von der wieder gut restaurierten Burgmauer aus hat man einen schönen Blick bis zum ca. 35 km entfernten Mittelmeer, über den üppig grünen Landstrich, der die Hügel umgibt und ins nicht minder fruchtbare Orontestal übergeht.

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• Palmyra (arabisch Tudmor):
Antike Oasenstadt im Norden der Syrischen Wüste. UNESCO-Weltkulturerbe.
Die Gegend war bereits im Neolithikum besiedelt und in mesopotamischen Keilschriftquellen wird Palmyra seit dem 19.Jhdt. v.Chr. immer wieder erwähnt. An einer wichtigen Karawanenstraße (Teil der Seidenstraße) zwischen Damaskus und Euphrat gelegen. Kam im 1. Jhdt. n.Chr. unter römische Herrschaft und wurde unter Kaiser Caracalla zuerst Garnisonsstadt und dann zur Kolonie. Erlangte unter Septimius Odaenathus große Autonomie von Rom und seine Witwe Zenobia erklärte 267 n.Chr. die Unabhängigkeit. Dies führte allerdings zu Kriegen und letztendlich zur Zerstörung Palmyras. Trotzdem profitierte die Stadt vom Handel auf der Seidenstraße und sowohl das Christentum, als auch der Islam zeigten hier eigenständige Ausprägungen, die zum Teil in den erhaltenen Bauwerken noch immer sichtbar sind.
Auf einem Hügel über der Stadt thront eine mittelalterliche arabische Burg, die aber sehr verfallen ist und innen nicht mehr besichtigt werden kann. Allerdings bietet sich von dort oben ein wunderschöner Blick über die Wüstenlandschaft zu den römischen Ausgrabungen und zeigt eindrücklich die Größe der antiken Stadt.
Der moderne Ort Palmyra (Tudmor) bietet noch ein archäologisches Museum, dessen Besuch nicht auf dem Programm stand und für den auch unsere knappe Freizeit nicht reichte.


• Baal-Tempel (Bel-Tempel)
Heiliger Bezirk um das Heiligtum des Schöpfer- bzw. Fruchtbarkeitsgottes Baal (Bel).
Das weite Gelände ist umgeben von einer hohen Außenmauer mit Ecktürmen und einem Prunktor, das nach dem Durchschreiten den Blick in den Tempelhof mit den Resten eines Altars und der gigantischen umlaufenden Säulenhalle freigibt. Die gesamte Anlage weist heute stark römische Akzente auf, obwohl die Ursprünge einige Jahrhunderte früher im babylonischen Fruchtbarkeitskult zu suchen sind.
Beeindruckend auch die Cella, das Allerheiligste, in der erst Baal, später dann Zeus und Jupiter verehrt wurden. Im 4. Jhdt. wurde sie als Kirche genutzt und später als Moschee.


• Große Säulenstraße
Große Kolonnadenstraße
Gegenüber dem Baal-Tempel, auf der anderen Seite der modernen Straße, beginnt am so genannten "Hadriansbogen" die römische Kolonnadenstraße. Hier erstreckt sich auf ca. 400 m eine von korinthischen Säulen flankierte Prachtstraße, an der diverse Monumentalbauten liegen. So findet man die Reste eines Tempels ebenso, wie mit Marmor verkleidete Badeanlagen in den Diokletiansthermen. Das Nymphäum (Quellenheiligtum) ist immer noch beeindruckend, ebenso der wieder errichtete Tetrapylon mit 15 rekonstruierten und einer originalen Säule. An der Säulenstraße liegt auch das öffentliche Zentrum des antiken Palmyra, bestehend aus dem Theater und der dahinter befindlichen Agora, dem römischen Marktplatz.


• Amphitheater
Ein beeindruckendes Bauwerk ist das teilweise stark rekonstruierte Amphitheater mit den Säulengruppen auf der "Bühne" und der halbkreisförmigen "Orchestra" (Platz des Chores bei Theateraufführungen). Darum herum steigen die Sitzreihen für die Besucher im Halbkreis an und bieten Platz für mehrere Tausend Zuseher.


• Nekropolen
In Palmyra hat sich in den ersten nachchristlichen Jahrhunderten eine eigene Grab- und Totenkultur entwickelt. Zwei spezielle Grabtypen lassen sich erkennen:
zum einen die Grabtürme, zum anderen unterirdische Höhlengräber (Hypogäum). Beiden gemeinsam ist, daß es Familiengräber für mehrere Generationen sind, die Toten wurden in Schubfächer in den Wänden gelegt und die Fronten mit Porträtbüsten des Verstorbenen verschlossen.
Diese Form der Bestattung ist von ca. 9 v.Chr. bis 253 n.Chr. belegt und stellt einen eigenständigen Typus der Grabarchitektur dar.


• Turmgrab des Elahbel
(Grabturm des Elahbel)
Vierstöckiger Turm, errichtet 103 n.Chr. Die Decke des Erdgeschoßes ist mit Stuck und Malerei verziert, die Schachtgräber in den Wänden sind zum Teil noch mit reliefgeschmückten Platten verschlossen. Eine enge Treppe führt zu den weiteren Stockwerken, die nicht mehr ganz so prunkvoll ausgeschmückt sind.


• Grab der drei Brüder
Die Bauherren dieses unterirdischen Grabes hießen den Inschriften zufolge Sadai, Male und Namai. Sie und ihre Familien fanden ihre letzte Ruhe in diesem mit Wandmalereien und Stuck geschmückten Ensemble. Insgesamt fanden 325 Tote Platz in dem ausgedehnten Bau.

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• Damaskus (arabisch Dimaschk esch-Scham):
Hauptstadt Syriens, in einer Flußoase am Osthang des Antilibanon gelegen, ca. 2 Mio. Einwohner. Damaskus ist eine der ältesten, kontinuierlich bewohnten Städte der Welt, sowie ein kulturelles und religiöses Zentrum des Orients. Die Altstadt von Damaskus ist seit 1979 UNESCO-Weltkulturerbe.
Die Stadt war bereits in der Antike eine wichtige Siedlung, wurde von Griechen und Römern verwaltet und von den Arabern erobert. Die omayyadischen Kalifen machten sie zum Mittelpunkt der islamischen Politik und Kultur und die Osmanen bauten den wichtigen Stützpunkt auf den Pilgerwegen nach Mekka und Medina weiter aus.
Damaskus ist aber auch eine wichtige Stadt für die Christenheit, viele biblische Begebenheiten fanden hier statt. Der römische Soldat Saulus, der aus tiefer Überzeugung Christen verfolgte, wurde in Damaskus zum Christentum bekehrt.
So findet sich in der Altstadt ein Christenviertel, Damaskus ist Sitz eines Bischofs und nicht nur Moscheen sondern auch viele Kirchen sind zu finden.


• Nationalmuseum
Eines der wichtigsten archäologischen Museen der Region. Auf eigentlich sehr beengtem Raum finden sich einmalige Exponate unterschiedlicher Größe. So beeindruckt bereits das Portal, denn es ist der originale Eingang zum Omayyadischen Wüstenschloß Qasr al-Heir aus dem frühen 8. Jhdt. Und auch im Inneren wurden Räume extra für die sorgfältig konservierten Fresken, Mosaike oder Reliefs in originalen Größen nachgebaut. Dazu zählt etwa die von französische Archäologen ausgegrabene Synagoge in der alten Römersiedlung Dura-Europos, die über und über mit leuchtenden Wandmalereien (das Leben des Moses) geschmückt ist oder im Untergeschoß des Museums, ein palmyrisches Höhlengrab mit Grabschächten, Reliefplatten und einer Steintür, die sich lautlos in den Angeln dreht. Daneben sind auch römische Mosaike und Statuen aus dem ganzen Land zu bewundern. Im Raum mit den mesopotamischen Fundstücken aus dem Euphrattal kann man das weltweit erste geschriebene Alphabet aus Ugarit bestaunen. Diese winzige Tontafel (nur fingerlang) ist in Keilschrift beschrieben und ermöglichte die Entzifferung vieler anderer Schrifttafeln.
Das Museum liegt in einem weitläufigen Park, in dem auch verschiedene römische und frühislamische Kunstwerke ausgestellt sind. Daneben findet sich ein Cafè und ein Andenkenshop.


• Hejaz-Bahnhof (Hedschas-Bahnhof)
Als Ausgangspunkt für die Bahnstrecke nach Medina und weiter nach Mekka 1903 mit Unterstützung des deutschen Kaisers Wilhelm errichtet. Daher auch in wilhelminischem Stil mit orientalischen Elementen gestaltet.
Die Bahnlinie führt schon lange nicht mehr bis zu diesem Bahnhof im Zentrum, die Geleise wurden abgetragen und ein riesiges Einkaufs- und Vergnügungszentrum soll hier entstehen. Allerdings wurde zuerst abgerissen und dann geplant, daher ist die Baustelle eine der vielen tiefen Wunden in der Bebauung der Stadt.


• Suq al-Hamidiya (Suq Al-Hamidiyeh)
Mittlerweile zum Touristen-Basar verkommene Einkaufsstraße unter einem löchrigen Wellblechdach. Nicht strukturiert wie die Suqs von Aleppo oder anderen Städten, sondern eine Aneinanderreihung von Boutiquen, Schmuck- und Souvenirläden.


• Omayyaden-Moschee (Omaijaden-Moschee)
Die Große Moschee in Damaskus, errichtet ab 705 unter dem Omayyadenkalifen Walid I. auf den Resten einer christlichen Kirche, die ihrerseits auf den Fundamenten des römischen Jupiter-Damascenus-Tempels erbaut wurde.
Bemerkenswert ist gleich nach dem Betreten der Anlage der riesige marmorbelegte Innenhof mit den vergoldeten, byzantinisch anmutenden Mosaiken. Einzigartig ist das auf Säulen ruhende Schatzhaus, das angeblich die omayyadische Staatskasse beherbergt haben soll. Es dürfte jedoch eher der Gemeindeschatz der Moschee gewesen sein. Im Inneren fallen zuerst die korinthischen Säulen auf und dann das Johannes-Reliquium, das nicht nur den Moslems heilig ist, sondern auch den Christen. Die Omayyaden-Moschee ist daher die einzige Moschee, in der jemals ein Papst - nämlich Papst Johannes Paul II. - eine Messe zelebriert hat.


• Christliches Viertel mit Ananias-Kapelle
Die Altstadt innerhalb der antiken Stadtmauern wird von der römischen Via recta, der Geraden Straße, durchquert. Nördlich davon, anschließend an die Große Moschee, liegt das verwinkelte Christenviertel. Hier befinden sich jedoch nur mehr wenige Sakralbauten. Einzig die Ananiaskapelle ist zu erwähnen. Diese Kapelle befindet sich in einem engen Gewölbe unter dem Haus, in dem angeblich Saulus gepflegt und bekehrt wurde. Der kleine unterirdische Bau gilt als eine der ältesten Gebetsstätten der Christenheit überhaupt.


• Jebel Qassyun (Jebel Qasiyun)
Beliebter Aussichts- und Ausflugsberg nordwestlich von Damaskus. Auf diesem Berg soll Kain seinen Bruder Abel erschlagen haben, die "Bluthöhle" am Südosthang zeugt noch davon.
Der Weg hinauf führt am Präsidentenpalast vorbei, oben laden viele Ausflugslokale zu einem Imbiß ein.
Der Ausblick wurde bei unserem Besuch durch Dunst und einen dichten Staubvorhang getrübt, die Altstadt konnte man nur erahnen.

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• Bosra (arabisch Busrat asch-Scham):
Bosra nimmt einen Teil des antiken Bostra ein. Die Altstadt mit bedeutenden Baudenkmälern aus römischer, christlicher und islamischer Zeit wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.
Unser Besuch galt nur dem Amphitheater, einem der am besten erhaltenen antiken Monumente des Orients. Die Omayyaden machten durch Zumauern der Zugänge aus dem Theater eine Festung, die in Folge von den nachkommenden Herrscherhäusern weiter befestigt und verstärkt wurde. Sie trotzte den Kreuzrittern 1146 und 1182, erst die Mongolen konnten 1261 Burg und Stadt einnehmen.

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• Jerash:
Stadt im Norden Jordaniens. Der moderne Ort liegt über dem römischen Gerasa, einer der am besten erhaltenen antiken Siedlungen.
Der Besuch lohnt besonders am Nachmittag, wenn die Sonne den roten Sandstein zum Leuchten bringt. Beeindruckend ist schon am Eingang die antike Pferderennbahn, in der heute wieder Gladiatorenkämpfe für das zahlende Publikum stattfinden. Etwas weiter kommt man dann zum ovalen Marktplatz. Weitere beeindruckende Zeugnisse aus römischer und frühchristlicher Zeit sind die Kolonnadenstraße mit noch immer über 500 Säulen, sowie Bodenmosaike in den Ruinen diverser Kirchen und der Artemis-Tempel. Durch die geniale Gestaltung der Aufstiegstreppen erscheint und verschwindet er, wenn man sich dem Bauwerk nähert - muß man gesehen haben!
Damit die Besichtigung noch zusätzlich aufgelockert wird, finden im Amphitheater immer wieder Musikdarbietungen der Wüstenpolizei statt - hier wird eindeutig mehr für die Touristen getan, als in Syrien.

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• Amman :
Hauptstadt von Jordanien, liegt auf dem ostjordanischen Tafelland, 1,3 Mio. Einwohner; Residenz des Königs. Im Altertum auch Philadelphia genannt und Teil der Dekapolis. Wurde erst 1948 zur Hauptstadt.
Amman ist eine moderne, trotz Suqs westlich geprägte Stadt. Ein Blickfang ist die riesige Nationalflagge (80 m²), die auf dem 126,8 m hohen Raghadan-Fahnenmast über dem Zentrum flattert - der höchste freistehende Fahnenmast der Welt.


• Zitadelle
Jebel el-Qala (Jebel al-Qalaa)
Der Hügel überragt die nördlichen Stadtteile Ammans und legt Zeugnis ab von über 4.000 Jahren Besiedlung. Für den Besucher sichtbar und interessant sind allerdings erst die römischen und später entstandenen Bauwerke, so der Herkulestempel aus dem 2. Jhdt., die Überreste einer frühbyzantinischen Kirche oder der Omayyaden-Palast aus dem frühen 8. Jhdt., der unter spanischer Leitung archäologisch erforscht wird.
Besonders hübsch ist auch der Blick über die anderen Hügel der Stadt und zum römischen Theater.
Auf dem Zitadellenhügel liegt auch das archäologische Museum.


• Archäologisches Museum
Auf den Resten eines omayyadischen Gebäudes wurde das kleine Museum errichtet. Aufgrund des Raummangels sind nur die wirklich besten Stücke der landesweiten archäologischen Forschung ausgestellt. Sehr beeindruckend sind steinzeitliche Menschendarstellungen (Großplastiken) oder Götter- und Königsstatuen aus ammonitischer Zeit. Besonders stolz sind die Verantwortlichen auf einige der Qumran-Rollen vom Toten Meer, die ab 1947 entdeckten Bibelhandschriften aus dem ersten Jahrhundert.

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• Madaba:
Kleinstadt in Jordanien, ca. 35 km südlich von Amman; berühmt für die antiken Mosaike.
Das berühmteste Mosaik befindet sich in der orthodoxen St. Georgskirche, stammt aus der Mitte des 6. Jahrhunderts und stellt eine Landkarte Palästinas mit Städten und Flüssen dar.
Beruhend auf dieser Tradition befinden sich unzählige Mosaikwerkstätten in und um Madaba, in denen nach klassischen Motiven Souvenirs hergestellt werden. Aber fein gearbeitete Stücke haben auch direkt beim Hersteller ihren Preis.

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• Berg Nebo (Khirmet el-Mekhayat):
808 m hoher Berg auf der Westseite des Jordangrabens mit weitem Blick von Jordanien auf den Jordan, das Tote Meer und Jericho in Israel. Nach biblischer Überlieferung ist der Berg Nebo jener Ort, von dem aus Moses das gelobte Land sah und seinem Volk den Auftrag gab es zu besiedeln.
Auf dem Berg befindet sich schon seit frühchristlicher Zeit eine Kirche mit bedeutenden Mosaiken, allerdings war sie bei unserem Besuch wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. Das kleine Museum daneben zeigt einige kleinere Mosaike und archäologische Funde aus der Umgebung.

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• Totes Meer:
Abflußloser See im Jordangraben, grenzt an Israel, das palästinensisch verwaltete Westjordanland und Jordanien. Der Wasserspiegel sinkt durch Verdunstung und immer weniger Wasserzufluß vom Jordan immer weiter und liegt derzeit bereits einiges unter 400 m unter Normalnull. Der Salzgehalt beträgt mit ca. 30% das Zehnfache des normalen Meerwassers und hat dadurch einen sehr hohen Auftrieb. Dies ermöglicht somit jedem menschlichen Körper (Tiere meiden diese Brühe), auf dem Wasser zu treiben. Schwimmen im vertrauten Sinn ist nicht wirklich möglich, aber ein entspanntes Schweben sehr wohl.
Durch die hohe Luftdichte auf diesem Niveau wird das Sonnenlicht stark gefiltert und es dringen so gut wie keine UV-Strahlen mehr durch. Daher bekommt man auch ohne Eincremen mit Sonnenschutz keinen Sonnenbrand.
Der Schlamm vom Toten Meer und die Salze im Wasser werden sowohl für die Kosmetikindustrie, als auch für Heilbehandlungen genutzt. Überall findet man Hautpflegeprodukte vom Toten Meer (Seifen, Badezusätze, Packungen,...) und sowohl auf jordanischer, wie auf israelischer Seite gibt es Kuranstalten zur Behandlung von Hautkrankheiten und rheumatischen Erkrankungen.
Wir haben in einem Strandbad mit Wasserrutschen, SB-Restaurant, Cafe und Süßwasserduschen zwei entspannte Stunden verbracht.

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• Petra:(arabisch al- Bitra)
Verlassene Felsenstadt im Süden Jordaniens. In der Antike Hauptstadt der Nabatäer.
Berühmt für die aus dem Fels gemeißelten Sakralbauten. 1985 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.
Trotz der versteckten Lage in den Felsschluchten des Berglands von Edom kontrollierte Petra die wichtigsten Handelswege dieser Region. Die Stadt war sichere Station für die Handelskarawanen, welche die Luxusgüter der damaligen Zeit transportierten.
Der Aufstieg der Stadt begann ca. 300 v.Chr. mit einem eigenen Königreich, das sich auch lange gegen die Römer behaupten konnte und endete erst ca. 300 n.Chr., nachdem andere Handelswege gefunden wurden. Durch mehrere Erdbeben wurden die römischen Bauten nahezu gänzlich zerstört, die in Stein gehauene Identität der Nabatäer überstand sie aber unbeschadet.
Später nutzten die Beduinen der Umgebung die Höhlen als Wohnung und Ställe, erst ab 1965 wurden sie in den nahen Ort Wadi Musa umgesiedelt.
Eine Besichtigung beginnt beim Besucherzentrum, von dort führt ein Schotterweg zum eigentlichen Eingang, dem Sik. Parallel zum Gehweg gibt es einen Reitweg, auf dem Beduinen mehr oder weniger feurige Araberpferde anbieten, um zum eigentlichen Eingang zu reiten. Von dort könnte man (gegen Voranmeldung im Besucherzentrum) mit einer Kutsche durch den Sik bis in den weiten Talkessel fahren. Aber der Weg ist so uneben, daß man die Kunstwerke und Natureindrücke am Weg gar nicht richtig genießen kann.


• Sik (Siq)
1,5 km lange Schlucht, einziger Zugang zur antiken Stadt Petra. Die in allen erdenklichen Rottönen leuchtenden Felswände zu beiden Seiten werden von Steinmetzarbeiten geschmückt und ragen 70 m und mehr in den Himmel. Dazwischen bleiben nur rund fünf Meter Platz für die Besucher, bzw. früher für die Kamelkarawanen der Händler, um das Herz der Stadt zu erreichen. Am Boden sind teilweise noch die Platten der römischen Straße zu sehen. Kurz bevor man Petra erreicht, verengt sich die Schlucht und macht einen Bogen, so daß das erste Bauwerk noch mehr beeindruckt.


• Khazne Firaun (Schatzhaus des Pharao)
Wahrzeichen der Stadt Petra. Es liegt direkt gegenüber der Einmündung des Sik in den Talkessel und beeindruckt durch seine exakte symmetrische Struktur. Die Fassade dieses Grabtempels ist 40 m hoch und zur Gänze aus der Sandsteinwand herausgemeißelt. Das Innere ist ein schlichter, rechteckiger Raum ohne Schmuck.


• Königswand
Nachdem man die Reste des römischen Theaters passiert hat, findet man rechter Hand die Felswand, auf der sich auf halber Höhe gleich mehrere monumentale Grabtempel aneinanderreihen, deren Baustile nabatäische, griechische und römische Einflüsse erkennen lassen. Dazu gehören etwa das Korinthische Grab, das Palastgrab und das Urnengrab aus dem 2. oder 3. Jahrhundert n.Chr.


• ed-Deir
Folgt man nun der antiken Säulenstraße, kommt man zuerst zu den Resten des Stadtzentrums mit Tempelfragmenten und dem modernen Restaurant. Dahinter beginnt ein Weg, der an sich schon atemberaubend ist. Über einige hundert Stufen geht es in einen Bergeinschnitt hinein und aufwärts, aufwärts, aufwärts. Dauernd preisen Beduinenkinder ihre grauen Reittiere zum kräftesparenden Aufstieg an und auch abwärts kann man sie mieten. Nach rund einer Stunde ist aber auch ein ungeübter Wanderer am Ziel der Reise, beim ed-Deir. Dieses "Kloster" genannte Felsengrab liegt auf einem der Plateaus über Petra und ist wahrlich atemberaubend. Vollständig aus dem Fels gehauen, mit einem weiten Platz davor, um das Ganze richtig auf sich wirken zu lassen. Wie beim Schatzhaus des Pharao ist das Innere unspektakulär, aber die Fassade allein ist einfach einzigartig. Der Aufstieg lohnt besonders am Nachmittag, denn da bringt die Sonne das el-Deir so richtig zum Leuchten.
Gegenüber der traumhaften Fassade steht ein Teehaus, wo man sich mit Snacks und Getränken laben kann. Von dort führt ein weiterer Wanderweg zu einem Aussichtspunkt mit Blick in das Wadi Araba.


• Opferplätze
In luftiger Höhe rund um den Talkessel von Petra liegen diverse Kultplätze, die mehr oder weniger interessant sind. Der am besten erhaltene Opferplatz befindet sich auf dem Gipfel des Jebel Attuf. Dafür haben die Nabatäer schlicht den ganzen Berg abgetragen, bis nur mehr 2 Obelisken übrig waren. Der Aufstieg dorthin lohnt sich allerdings nur bei einem Vormittagsbesuch (wegen Licht und Hitze) - wir haben aus Zeit- und Konditionsmangel darauf verzichtet.


• Sandflaschen
Beliebte Mitbringsel, besonders aus Petra, sind die mit farbigem Sand gefüllten Glasflaschen, die Wüstenlandschaften oder kunstvolle Muster zeigen. Der Sand ist nicht gefärbt, sondern besteht aus gemahlenem farbigen Gestein und bleicht deshalb nicht aus. Diese Souvenirs werden überall in Petra und Wadi Musa (dem neuen Ort) hergestellt, teilweise live vor Publikum und der Name des Kunden wird auf Wunsch auch hineingeschrieben.

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• Wadi Rum:
Zerklüftete Wüstenlandschaft im Süden Jordaniens, ca. 80 km nördlich von Aqaba. Die Gegend wird geprägt von rotem Sandstein und Granitfelsen, die zu bizarren Gebilden verwittert sind. Diese geologische Struktur ist für den unerwarteten Wasserreichtum verantwortlich.
Schon in der Frühgeschichte boten die Felseinschnitte nomadisierenden Völkern Schutz und die Nabatäer haben in diesen Wadis ihre antiken Spuren hinterlassen.
Im Wadi Rum hatten die aufständischen Beduinenstämme unter Lawrence von Arabien einen Stützpunkt und die Gegend um das heutige Besucherzentrum war im Jahr 1962 Drehort für den gleichnamigen berühmten Film.


• "Sieben Säulen der Weisheit"
Zerklüftete Felsformation in der Nähe des neuen Besucherzentrums -
touristisch wirksam benannt nach den Memoiren von T.E. Lawrence.


• Felsgravuren
An den Wänden einiger schmaler Schluchten finden sich alte Felszeichnungen. Sie reichen von ersten figürliche Darstellungen aus dem 3. Jhdt. v. Chr., über nabatäische Inschriften, bis zu früharabischen Schriftzeichen aus dem 7. Jhdt.
Wie überall haben auch hier spätere Besucher ihre Spuren hinterlassen und so ist es ohne kundigen Führer nicht so einfach, die Originale noch zu erkennen.


• Rote Düne
Im Windschatten hinter einem der Granitfelsen hat sich im Laufe der Jahrtausende der angewehte rote Sand zu einer mächtigen Düne aufgetürmt. Hier kann man sich den Spaß machen und seine Kondition beim Hinaufstapfen durch den nachgiebigen Sand testen.
In der Umgebung findet man viele kleine Spuren von Leben, wie etwa Wüstenhyazinthen, Pflanzen mit kleinen weißen sternförmigen Blüten oder auch Käferspuren.


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