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Infos und Links zu
Namibia und Kapstadt

Allgemeines Hilfreiches für die Vorbereitung Unterkünfte Restaurants Sehenswertes Kapstadt und Umgebung Weingüter

Hinweis:
Auch bei sorgfältiger Prüfung ist es unmöglich, für das Angebot der hier verlinkten Seiten irgendeine Haftung zu übernehmen!

• Allgemeines zu Namibia:
amtlicher Name: Republic of Namibia
Fläche: 824.292 km2
Bevölkerung (2006): ca. 2 Mio Einwohner
Sie gehören unterschiedlichen Ethnien an, ca. 80% gehören zu verschiedenen Bantu-Völkern, daneben noch Herero, Nama, Damara und die San (Buschmänner). Ca. 6% der Bevölkerung sind Weiße, hauptsächlich Buren, die sich während der südafrikanischen Mandatschaft in Namibia niedergelassen haben und Deutsche, häufig Nachfahren der ersten Siedler.
Hauptstadt: Windhoek
ca. 250.000 Einwohner, 1650 m ü.M.
Sprachen: Amtssprache ist Englisch
daneben jedoch auch die Sprachen der 11 größten schwarzen Stämme, sowie Deutsch und Afrikaans
Währung / Kurs
zum Zeitpunkt unserer Reise Ende 2007
Namibia-Dollar
1 EUR = 9,6570 NAD
Die Währung ist an den Südafrikanischen Rand im Verhältnis 1:1 gekoppelt, dieser gilt auch als Zahlungsmittel
Zeit: Anfang September bis Anfang April: MEZ + 1 --> Sommerzeit in Namibia
Anfang April bis Anfang September: MEZ - 1 --> Winter- bzw. Normalzeit
Dazwischen kurzfristig (wegen unterschiedlicher Termine der Zeitumstellung) auch Zeitgleichheit zu Mitteleuropa
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• Informationen und Links, die für Vorbereitung und Durchführung der Reise wichtig und hilfreich waren: z.B. Reiseführer, Buchungsportale, Touristikunternehmen.
Außerdem haben wir hier persönliche Erfahrungen zu diversen Aspekten Namibias zusammengefaßt.
Namibia - Handbuch für individuelles Reisen und Entdecken Aus dem Reise Know-how-Verlag, von Daniela Schetar und Friedrich Köthe, 5. Auflage 2007
Mit Routenvorschlägen für das ganze Land, praktischen Infos und genauen Wegbeschreibungen.
etwas verwirrend bei der Vorbereitung, sehr hilfreich vor Ort.

Namibia - Individuell reisen Taschenbuch von Elke und Dieter Losskarn aus der Dumont-Reihe "Richtig reisen"
Mit Reiseatlas & Routenkarten, 1. Auflage 2007

Namibia Tourism Board Namibisches Fremdenverkehrsamt in Frankfurt.
Sendet kostenlos ein umfangreiches Infopaket mit nützlichen Tips

Namibia Travel Online Natron - umfangreiches Portal mit Auflistung von Unterkünften und touristischen Infos.

NWR - Namibia Wildlife Resorts Organisation, die die Nationalparks und staatlichen Naturschutzgebiete verwaltet, dort Camps betreibt und die Permits (Zutrittsberechtigungen) ausstellt.

Octopus-Travel Hotelvermittlung mit Sitz in Großbritannien, Vorauszahlung per Kreditkarte, Voucher als pdf-File, zuverlässig und günstig;
Diesmal haben wir "nur" den Aufenthalt in Südafrika gebucht.
(Diese Plattform existiert nicht mehr, der Mutterkonzern Kuoni hat sie mit Ende 2012 aus strategischen Gründen geschlossen)

Iberia Spanische Luftfahrtgesellschaft
Namibia wird aus unseren Breiten nur von Air Namibia, Lufthansa und LTU direkt angeflogen. Günstige Preise (LTU) bedeuten auch eingeschränkten Flugplan (nur Freitags), sodass wir schließlich als günstigste Variante mit Iberia via Madrid nach Johannesburg flogen und von dort aus unsere weiteren Ziele mit South African anstrebten.

Park and fly Günstiges Parken in Flughafennähe
Mit Shuttlebus vom Parkhaus zum Flughafen-Terminal und retour. Sehr pünktlich und praktisch (wesentlich weniger Fußmarsch, als man von den offiziellen Parkhäusern zum Terminal zurückzulegen hat!)

AVIS Internationale Autovermietung
Wir haben uns wegen des günstigeren Preises dafür entschieden, für Namibia einen PKW über Thomas-Cook-Reisen (ehemals Neckermann-Reisen) bei AVIS zu buchen. Leider hat die Kommunikation nicht so recht geklappt und bei unserer Ankunft in Windhoek stand kein Auto bereit, bzw. unser Voucher wurde nicht anerkannt. Die Mitarbeiter vor Ort waren sehr freundlich und hilfsbereit, auch wenn wir letztendlich eine Anmietung über unsere Kreditkarte machen mußten. Die Abklärung über Reisebüro, Thomas-Cook (Neckermann) und AVIS dauerte dann noch mehrere Monate.....

Holiday-Auto Holiday-Auto
Mietauto-Vermittler, der bei den großen Autovermietern günstigere Konditionen erhält und diese weitergibt.
Der kleine PKW in Kapstadt wurde von Europcar zur Verfügung gestellt - alles hat reibungslos geklappt. Der günstigste Klimaanlage-PKW ist allerdings ein VW-Chico (Eigenproduktion in Südafrika - Karosserie des Golf I) der weder Servolenkung, noch sonstige moderne "Extras" - wie Zentralverriegelung, Airbags, Seitenaufprallschutz, etc. - aufweist. Für ein paar hundert Kilometer ist es okay - weitere Strecken sind aber eine Tortur.

Namibiaurlaub
Namibia-Reservations
Reservierungsplattform (in Deutsch bzw. Englisch) mit vielen Infos zu Namibia und Unterkünften aller Kategorien.
Mit Hilfe der freundlichen Mitarbeiter haben wir einige Quartiere für unsere Reise gefunden und reserviert.

Straßenverkehr In Namibia herrscht wie in Südafrika Linksverkehr.
Das Straßennetz ist ausreichend dicht, wobei auch viele Hauptverbindungen nicht asphaltiert sind und daher das Fahrzeug und den Fahrer stark belasten.
Die Straßenkategorisierung reicht von "B" (asphaltierte Hauptverbindung) über "C" (Hauptverbindung, meist mit Schotterbelag) bis zu "D"-Straßen (Nebenstrecke mit Schotterbelag) und "P" für Privatstraßen bzw. Farmzufahrten (allesamt Schotterpisten). In manchen Nationalparks existieren asphaltierte C-Straßen, so u.a. von Sesriem zum Sossusvlei und einige kurze Abschnitte im Namib-Naukluft-Park. Die Küstenstraße von Swakopmund nordwärts zur Robbenkolonie bei Cape Cross hat eine Salzoberfläche, die sich wie guter Asphalt befährt, aber keine Bodenmarkierung hat.

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• Unsere Unterkünfte haben wir alle bereits einige Wochen vor der Reise über verschiedene Kanäle gebucht, denn die Entfernungen sind groß und erschweren eine Quartiersuche vor Ort. Häufig sahen wir bei Abzweigungen Schilder, auf denen eine Zufahrt ohne bestätigte Reservierung verboten wurde.
Die nachstehende Auflistung entspricht unserer Reiseroute, die Auswahl erfolgte unter anderem auch aufgrund von Reiseberichten und der Lage direkt an unserem Weg (ohne allzu lange Zufahrten).
Hotel Pension Palmquell
Windhoek
Hotelpension unter österreichischer Führung, nahe der Innenstadt in einer ruhigen Wohngegend.
Ausgestattet mit Pool, kleinem Restaurant und Bar, das reichhaltige Frühstück wird in einem schönen Garten serviert.
Hier haben wir sowohl zwei Nächte zu Beginn als auch eine Nacht am Ende unserer Rundreise verbracht.
Übernachtung mit Frühstück gebucht per E-mail
P.O.Box 6143 Windhoek, Tel. +264 61-234374, Fax 234483; Jan Jonker Road 60

Auob Lodge
Gochas
Freundliche Lodge am Rande der Kalahari, 6 km nördlich von Gochas.
Welcome-Drink nicht nur für Bustouristen, nachmittags Gratis-Kaffee/Tee und Kuchen, reichhaltiges Buffet-Abendessen, manchmal auch Grillabende. Nette Zimmer, Anlage mit Pool, auch Campingmöglichkeit. Verpflegung nur für Lodge-Gäste.
Es werden Farmrundfahrten mit Sundowner auf den Kalaharidünen angeboten. Die Managerin kümmert sich um die Ausbildung von etlichen Nama-Kindern aus der Umgebung, die bei unserem Aufenthalt am Abend traditionelle Tänze und Lieder zum Besten gegeben haben.
Einmal Abendessen, Übernachtung und Frühstück reserviert über das Kontaktformular auf der Homepage.
Gelegen an der C15 nördlich von Gochas; Tel. +264 61-374750, Fax 256598

Schützenhaus Guesthouse
Keetmanshoop
Hotel mit Restaurant am Rand der Stadt, im Gebäude des ersten deutschen Klubs in Namibia.
Unser Zimmer war in einem Zubau, nicht ganz so luxuriös wie erwartet, aber zweckmäßig und ruhig, direkt am großen sicheren Parkplatz.
Das Frühstück erschien uns jedoch eher etwas mager.
Zwei Nächte mit Frühstück reserviert über die Agentur Namibia-Reservations.
P.O.Box 3549/Keetmanshoop, Tel. +264 63-223400, Fax 225546; Pastorie Street

Seaview Hotel zum Sperrgebiet
Lüderitz
Hotel der südafrikanischen Protea-Kette am Hügel über dem Hafen, schöner Blick auf die Stadt und das Meer.
Enge Zufahrt zum kleinen Parkplatz, nicht für jedes Zimmer ist ein sicherer Abstellplatz verfügbar. Restaurant, kleine Bar und Hallenbad gehören zur Ausstattung. Reichhaltiges Frühstück, das Restaurant haben wir nicht genutzt
Eine Übernachtung mit Frühstück gebucht über die Homepage und die Buchungszentrale der Protea-Hotels
P.O.Box 373/Lüderitz, Tel. +264 63-203411, Fax 203414, Stettin Street

Hotel Helmeringhausen
Helmeringhausen
Hotel mitten im Nichts.
Hübsche Anlage mit netten Zimmern, kleinem Pool, Campingmöglichkeit und gutem Restaurant, das auch bei Durchreisenden recht beliebt ist. Liegt zwar direkt an der Hauptstraße, aber das besagt hier nichts: während des vorzüglichen Abendessens bei Kerzenschein im Garten haben wir kein einziges Auto gehört oder gesehen.
Eine Nächtigung mit Abendessen und Frühstück gebucht über die Homepage.
P.O.Box 21/Helmeringhausen, Tel./Fax +264 63-283307

Sossus Dune Lodge
Sesriem
Luxus-Camp der Namibia Wildlife Resorts, am Fuße eines Hügels am Rand der Dünenkette zum Sossusvlei, erst am 21.7.2007 eröffnet.
Die einzelnen Bungalows in Form von Rundhütten sind an zwei langen Holzstegen zu beiden Seiten der Zentralgebäude aufgefädelt, wobei der so genannte "Canyon-Flügel" einen längeren Anmarsch zu Restaurant und Pool erforderlich macht als der "Dünen-Flügel". Die Hüttchen sind aus ökologischen Gründen aus Holzbalken mit Textil- und Palisaden-Wänden, Strohdach und Glasfronten errichtet, daher innen recht heiß.
Leider war bei unserem Besuch Mitte November noch nicht alles fertig, so waren weder Sonnenschirme am Pool, noch Ventilatoren in den Zimmern verfügbar. Zwar wird viel Luxus geboten (Frottee-Bademäntel, Hausschuhe, Mechaniker für's Auto...), er steht aber in keinem Verhältnis zum geforderten Preis. Der Eintritt in den Nationalpark von Sossusvlei ist im saftigen Übernachtungspreis inkludiert, eine geführte Tour zu den Dünen am Morgen oder Abend ist separat vor Ort zu buchen.
Das Restaurant ist nur den Lodge-Gästen zugänglich. Das Abendessen beim Schein von Petroleumlampen war recht gut, die eigentlich sehr guten Weine aufgrund der Hitze leider viel zu warm.
Wir verbrachten hier zwei Nächte mit Abendessen und Frühstück, Buchung über die Homepage der Namibia Wildlife Resorts

Europa Hof Hotel
Swakopmund
Hotel in Zentrumsnähe. Rustikal eingerichtete Zimmer (viel dunkles Holz - sehr europäisch). Bei französischen und deutschen Reiseveranstaltern sehr beliebt, viele Busse.
Zimmer im Haupthaus und um den Innenhof, an dem auch das gut besuchte Restaurant liegt, daher etwas unruhig.
zwei Mal Übernachtung mit Frühstück, gebucht per E-mail
P.O.Box 1333/Swakopmund, Tel. +264 64-405898, Fax 402391, Bismarck Street, Swakopmund

Central Hotel
Omaruru
"Gasthof" im Zentrum von Omaruru, mit großem Garten und Pool. Die Zimmer sind kleine Doppel-Bungalows unter Strohdächern mit riesigen Bädern und Terrasse.
Angeschlossen ist ein Restaurant und ein Biergarten.
Da wir in Gehweite kein Restaurant gesehen haben, haben wir auch das Abendessen hier eingenommen.
Eine Nacht mit Frühstück, gebucht über eine südafrikanische Reservierungsplattform.
P.O.Box 29/Omaruru, Tel. +264 64-570030, Fax 571100, Wilhelm Zeraua Road, Omaruru

Halali
Etosha Nationalpark
Staatliches Rastlager im zentralen Teil des Etosha-Nationalparks. Alle Bungalows wurden im Jubiläumsjahr 2007 (100 Jahre Etosha Nationalpark) renoviert und sind mit Klimaanlage, Kühlschrank und Spüle ausgestattet, leider ohne Kochgelegenheit, dafür mit Braai (=Grill)-Möglichkeit vor der Veranda.
Zum Camp gehören neben einem Restaurant und einem Laden noch ein Pool und das nachts beleuchtete Wasserloch. Die Camps dürfen zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang nicht verlassen werden.
2 Übernachtungen mit Frühstück, gebucht über Namibia-Reservations

Etosha Safari Lodge
Outjo
Safaricamp, 10 km südlich des Andersson-Gates des Etosha-Nationalparks gelegen.
Feste "Zeltbungalows" - Stahlrahmen, mit Zeltwand bespannt, unter einem Blechdach, mit originellen Badezimmern und termitenfesten Stahlmöbeln. Kleiner Pool, Internet-Möglichkeit, Bar und Restaurant mit sehr gutem Buffet-Abendessen. Verpflegung nur für Gäste.
Eine Nacht mit Abendessen und Frühstück, reserviert über das Kontaktformular der Homepage.
Tel. +264 67-687004, Fax 687005, an der C38 von Outjo zum Nationalpark

Out of Africa Town Lodge
Otjiwarongo
Hotel am südlichen Ortsrand von Otjiwarongo.
Großes Zimmer mit kleinem Bad, an einem ruhigen Innenhof, Pool, Bar, Restaurant, großer Parkplatz.
Das Restaurant hat uns nicht so recht begeistert.
Eine Übernachtung mit Frühstück, gebucht per E-mail
P.O.Box 182/Otjiwarongo, Tel. +264 67-302230, Fax 302236, 94 Tuin Street, Otjiwarongo

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• Restaurants
Wenn möglich haben wir Restaurants besucht, in entlegenen Gegenden nutzten wir die Angebote der Unterkünfte.
Nach unseren Erlebnissen (wir haben mehrfach - mit Glück - den letzten freien Tisch eines Lokals ergattert, weil wir gleich beim Öffnen des Restaurants vor der Türe standen) erscheint uns eine Reservierung sinnvoll.
Viele Lokale haben deutsche bzw. mehrsprachige Speisekarten, die natürlich auch lokale Spezialitäten beinhalten. Zu diesen gehören in Lüderitz z.B. Langusten und Austern, in Swakopmund Krustentiere und im Frühling grüner Spargel. Im Landesinneren typisch ist Wild - besonders gut hat uns Springbock in verschiedenen Varianten geschmeckt, Steaks von Kudu oder Oryx ähneln Rind, das Steak vom Eland (große Antilopenart) war von der Zähigkeit her eher ein Elend ;-). Rind und Schwein haben wir selten gefunden, dafür ist Lammfleisch häufig vertreten. Je nach Ausrichtung der Lokale ist die Zubereitungsart eher europäisch orientiert (Ragouts, Schnitzel mit Sauce etc.) oder südafrikanisch mit Grillgerichten und Potjies (Eintöpfen).
Bei den Getränken spielen die nach deutschem Reinheitsgebot gebrauten Biere eine große Rolle - allen voran das "Windhoek Lager" - und die Weine aus dem Nachbarstaat Südafrika. Natürlich sind auch alle gängigen internationalen Limonaden und deren lokale Abwandlungen erhältlich.
Luigi and the Fish
Windhoek
Großes Restaurant mit Gastgarten und offenen Räumen, sehr abwechslungsreiche Karte. Nicht nur Italienisches oder Fisch sondern auch Tapas, Krustentiere und Steaks sind im Angebot. Viel Betrieb, Reservierung empfohlen.
Sam Nujoma Drive, Klein Windhoek, Tel. +264 61-256399

Leo's at the Castle
Windhoek
Vielgepriesenes Restaurant im Hotel Heinitzburg.
Service und Küche waren exzellent, Aussicht und Ambiente ebenfalls.
Haben schon von daheim per E-mail über die Hoteladresse einen Tisch reserviert, und das hat sich gelohnt.
Tel. +264 61-249597, Heinitzburg Street, Windhoek

Restaurant Schützenhaus
Keetmanshoop
Restaurant im gleichnamigen Hotel.
Bietet bürgerliche, deutsch inspirierte Küche und einheimisches Wild in reichlichen Portionen und guter Qualität, aber erstaunlicherweise auch Vegetarisches.
Die Weinkarte umfaßt, wie fast überall, südafrikanische Tropfen mittlerer Qualität
Tel. +264 63-223400, Fax 225546; Pastorie Street, Keetmanshoop

Ritzi's Seafood Restaurant
Lüderitz
Fischrestaurant im Waterfront-Komplex, mit großer Terrasse und Blick auf den Robert Harbour.
Die Auswahl an Fisch und Meeresfrüchten ist groß, aber leider war bei unserem Besuch das ganze Personal einer größeren Gruppe Spanier nicht ganz gewachsen: wir mußten über eine Stunde auf unser Essen warten und das war dann auch noch ziemlich lauwarm....
Tel. +264 81-1299311 oder +264 63-202818; Hafen Street, Lüderitz

Hotel Helmeringhausen
Helmeringhausen
Cafe und Restaurant im gleichnamigen Hotel, beliebte Verpflegstation für Durchreisende.
Da es sonst weit und breit nichts gibt, haben wir bereits bei der Zimmerbuchung das Dinner mitreserviert.
Das Abendessen bei Kerzenschein im Garten war vorzüglich.
P.O.Box 21/Helmeringhausen, Tel./Fax +264 63-283307

The Tug
Swakopmund
Fisch- und Steak-Restaurant in den Resten eines alten Kutters, direkt an der "Jetty" gelegen.
Ausgezeichnete Fischgerichte, auch die Steaks am Nebentisch sahen sehr gut aus.
Reservierung empfohlen, wir ergatterten nur mit Glück den letzten Tisch gleich um 18:00 Uhr.
Tel. +264 64-402356, Strand Street, Swakopmund

Erich's
Swakopmund
Sehr gutes Restaurant, das deutsch geführt wird.
Die Fischgerichte waren ein Traum, auch Vor- und Nachspeisen waren ein wahres Vergnügen.
Auch hier ist eine Reservierung sehr zu empfehlen, wir waren pünktlich zum Aufsperren um 18:00 Uhr dort und bekamen den allerletzten freien Tisch. Das Paar nach uns wurde bereits weggeschickt.
Tel. +264 64-405141, 21 Daniel Tjongarero Avenue, Swakopmund

Central Restaurant
Omaruru
Restaurant mit angeschlossenem Biergarten im Central Hotel; die Gaststube scheint bei deutschstämmigen Bewohnern der Umgebung recht beliebt zu sein.
Obwohl wir die einzigen Gäste im Restaurant waren, waren Küche und Service gut und freundlich, die Speisekarte überschaubar, aber abwechslungsreich.
Tel. +264 64-570030, Wilhelm Zeraua Road, Omaruru

Halali
Etosha Nationalpark
Das Restaurant des Rastlager im zentralen Teil des Etosha-Nationalparks bietet keine kulinarischen Offenbarungen, aber am Buffet gibt es reichlich Auswahl zu einem angemessenen Preis.
Mit Besteck war das Restaurant bei unserem Besuch allerdings etwa unterversorgt.....

Restaurant Out of Africa
Otjiwarongo
Restaurant im gleichnamigen Hotel am südlichen Ortsrand.
Die Karte hat uns nicht überzeugt, die bestellten Gerichte waren phantasieloser Durchschnitt.
Allerdings waren der Wein (nachdem er auf Trinktemperatur abgekühlt war) und der Brandy ganz gut.
Das Restaurant steht nicht nur Hotelgästen offen.
Tel. +264 67-302230, Fax 302236, 94 Tuin Street, Otjiwarongo

Restaurant am Weinberg
Windhoek
Feines Restaurant im Stadtteil Klein Windhoek.
An einem Hügel gelegen, mit hübschem Blick in die Berge.
Die Karte ist umfangreich und bietet für jeden Geschmack etwas, auch die Weinauswahl ist reichhaltig.
Reservieren ist sinnvoll, auch wenn wir noch einen sehr hübschen Platz bekommen haben (wir waren wieder mal gleich nach Öffnen des Lokals vor Ort).
Tel. +264 61-236050, 12 Jan Jonker Road, Windhoek

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• Städte und Sehenswürdigkeiten, die wir besuchten:

In diesem Abschnitt möchten wir etwas genauer auf die besuchten Orte und Sehenswürdigkeiten eingehen. Vorerst ein Überblick über die Stationen unserer Reise, danach die Details.
Natürlich sind das unsere sehr subjektiven Eindrücke, immerhin aber ergänzt um Infos zu Öffnungszeiten und Eintrittspreisen. Alles natürlich ohne Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit, denn es handelt sich um Angaben zum Zeitpunkt unserer Reise (November 2007).

Windhoek - Kalahari - Keetmanshoop - Fish River Canyon - Lüderitz - Helmeringhausen -
Sesriem - Swakopmund - Omaruru - Etosha Nationalpark - Otjiwarongo


• Windhoek:
Hauptstadt Namibias, (1.650 m ü. d. M.), ca. 250.000 Einwohner; Koordinate: 22° 34' 12" s. Br., 17° 5' 1" ö. L.
wirtschaftliches und politisches Zentrum des Landes, Regierungs- und Verwaltungssitz;
Von den Nama (eine der 11 ethnischen Gruppen) in den 1840er-Jahren gegründet, erst Missionsstation, dann von deutschen Schutztruppen befestigt, seit 1891 Sitz der diversen Verwaltungen (deutsch, südafrikanisch, namibisch).
In Windhoek befinden sich die Zentralen aller wichtigen namibischen Firmen und Konzerne, zudem ist es ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt, da sich hier sowohl die Nord-Süd-, als auch die Ost-West-Verbindungen im Eisenbahn- und Straßennetz kreuzen. Windhoek hat zwei Flughäfen:
Der internationale Flughafen "Hosea Kutako" liegt ca. 45 km östlich des Stadtzentrums, der nationale "Eros-Airport" im Süden der Stadt.
Bei unserer Stadtbesichtigung haben wir u.a. Folgendes gesehen:

Bahnhof mit Eisenbahn-Museum
Erbaut 1912, immer noch in Betrieb, obwohl er auch ein Museum beherbergt und ist.
Das Eisenbahn-Museum ist nur montags bis Freitags geöffnet, aber einige der Exponate stehen vor dem Gebäude und geben auch am Wochenende einen Eindruck der Eisenbahngeschichte Namibias. Die kleine Dampflokomotive war die Hälfte eines in der Kolonialzeit üblichen Gespannes, das die kleinen Waggons durch die einsamen Weiten Namibias zog.
Da wir nur am Wochenende in Windhoek waren, können wir zu anderen Exponaten und Preisen keine Angaben machen.


Turnhalle
1909 errichtetes Gebäude, unscheinbar und im Oktober 2007 durch einen Brand zerstört.
Hier fand 1975 die nach ihr benannte "Turnhallen-Konferenz" statt, in der die 11 Volksgruppen Namibias über die Unabhängigkeit ihres Landes von Südafrika entscheiden sollten - was allerdings wegen der Abwesenheit der Vertreter der größten Volksgruppe keine internationale Anerkennung fand.
Die Turnhalle wurde später zu einem Konferenzzentrum umfunktioniert und hätte Sitz des vor wenigen Jahren initiierten "Unabhängigen Südafrikanischen Gerichtshofs" (nach Vorbild des EuGH) werden sollen, das Feuer kam aber kurz vor dem ersten Prozess dazwischen.


Nationalgalerie und
Owela-Museum
An der Robert-Mugabe-Avenue gelegen, in einem größeren Komplex zusammen mit der Bibliothek und dem Nationaltheater. Zum einen eine Galerie namibischer Künstler der Gegenwart, zum anderen eine eher verstaubte Anhäufung von Relikten und Exponaten aus allen möglichen Bereichen. Interessant sind allerdings die ethnographischen Stücke, zu denen die Nachbildung verschiedener Lebensräume gehört und einige lebensechte Wachsfiguren.
Als Eintritt erwartet man eine "Spende", aber es wird nach Einheimischen und Touristen unterschieden. So wird Ausländern nahegelegt, jeweils mindestens 20,-- ZAR/Pers. zu spenden.

Öffnungszeiten Galerie: Mo-Fr 8:00 - 17:00, Sa 9:00 - 14:00, So 11:00 - 14:00
Öffnungszeiten Museum: Mo-Fr 9:00 - 18:00, Sa/So 10:00 - 13:00 und 14:00 - 18:00


Independence-Avenue
Nord-Süd-Achse der Stadt, hier finden sich neben vielen Geschäften und fliegenden Händlern auch wichtige Gebäude und Einrichtungen, wie z.B. das Postamt, Busterminals, Namibia Wildlife-Resorts, die Luisen-Apotheke (deutsch seit über 100 Jahren) und diverse Hotels und Restaurants.
Auf einem unbebauten Grundstück auf der Ostseite steht das Kudu-Denkmal, eine Erinnerung an die eingeschleppte Rinderpest, die auch vor den Antilopen nicht halt machte.
Gegenüber dem Postamt steht der Uhrturm, der den Weg hinein in die Post-Street-Mall markiert. Das ist eine moderne Fußgängerzone mit Souvenirhändlern, Straßencafès und dem Meteoriten-Brunnen. Dieser ist dekoriert mit metallenen Überresten eines Meteoriten-Regens, der bei Gibeon (ca. 300 km südlich von Windhoek) niederging.


Alte Feste und
Reiterdenkmal
Ältestes erhaltenes Gebäude der Stadt, errichtet 1890/91.
Ursprünglich Kaserne der deutschen Schutztruppen, dann Schule und Internat, seit 1962 ein Museum. Hier finden sich einige voneinander unabhängige Ausstellungen, so z.B. zur Geschichte der Stadt und ihrer Gründer, Alltagsleben der Kolonialbevölkerung, archäologische Erkenntnisse der Frühgeschichte Namibias und der lange Weg vom Widerstandskampf der SWAPO bis zur Unabhängigkeit Namibias.
Robert Mugabe Avenue, hinter der Christuskirche
Öffnungszeiten: Mo-Fr 9:00 - 18:00, Sa/So 10:00 - 12:00 und 14:00 - 18:00
Eintritt frei, eine freiwillige Spende nach Besichtigung wird gerne genommen, aber nicht gefordert.
Nettes Museums-Cafe auf der Terrasse.
Nicht zu übersehen ist das ganz in der Nähe gelegene überlebensgroße Standbild des "Südwester Reiters", eine Skulptur, die an die vielen weißen Opfer der durch die Kolonialherrscher heraufbeschworenen Kriege und Aufstände der schwarzen Bevölkerung erinnern soll, daher nicht ganz unumstritten.


Christuskirche
Evangelisches Gotteshaus, ab 1907 in Neo-Romanischem Stil errichtet, 1910 eingeweiht.
Nur zu den Gottesdiensten geöffnet (wir waren nicht drin, haben daher die von Kaiser Wilhelm gestifteten Fenster nicht bewundern können).


Tintenpalast
Parlamentsgebäude, von einem hübschen, frei zugänglichen Park umgeben.
Ursprünglich Sitz der Kolonialregierung, der Spitzname verdeutlicht die sinnlose Formular- und Verordnungsflut, die es wohl nicht nur in Namibia gibt....
Am Tag unseres Besuches waren auf den weiten Rasenflächen zwischen den vielen Büschen und Blumen einige Hochzeitsgesellschaften in Weiß und Grün beim Fototermin zu sehen.

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• Kalahari:
Trockensavanne im südlichen Afrika, ca. 1.000 bis 1.200 m ü.M., insgesamt ca. 1 Mio km2, reicht von Südafrika über Botswana bis Sambia und Angola. Dünenausläufer erreichen auch den Osten Namibias.
Diese von Osten nach Westen verlaufenden Längsdünen bestimmen vor allem das Landschaftsbild von Gobabis über Stampriet nach Gochas und sind durch Eisenoxyd charakteristisch rot gefärbt.
Diese einsame Gegend mit vereinzeltem Bewuchs durch Zwergsträucher und Kameldornbäume wird für exzessive Viehwirtschaft genutzt (z.B. Wildfarmen) und von sehr genügsamen Oryxantilopen bewohnt.

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• Keetmanshoop:
Hauptstadt der Region Karas, (1.000 m ü.d.M.), ca. 16.000 Einwohner, Koordinaten: 26° 34' 29" s. Br., 18° 8' 50" ö. L.
1866 von der Rheinischen Missionsgesellschaft mit großzügiger finanzieller Unterstützung eines Herrn Johann Keetman gegründet. Aus der Missionsstation wurde eine der bedeutendsten deutschen Siedlungen in Namibia, die heute Zentrum der Karakulschaftzucht ist.
In der Stadt sind noch einige Bauten aus der Kolonialzeit erhalten, die eine Besichtigung wert sind, aber auch in der Umgebung gibt es einiges zu sehen.

Stadtbesichtigung:
Rheinische Missionskirche mit Museum: erbaut 1895 aus den Resten des Vorgängerbaues. Das Gotteshaus beherbergt seit 1978 ein Museum, das sich der Stadtgeschichte und dem Leben der Nama (Volksstamm der Gegend) widmet.
Sam Nujoma Drive (ehem. Kaiser Street), Öffnungszeiten: Mo-Fr 7:30 - 12:30 und 13:30 - 16:30, Fr bis 16:00; Eintritt frei, Spende erbeten.
Im Kaiserlichen Postamt aus dem Jahr 1910 befindet sich heute die Touristen-Information, gegenüber ist das moderne neue Postamt. Einige Denkmäler erinnern wie üblich an die weißen Opfer der Nama- und Herero-Aufstände (zwischen 1904 und 1908).
Ein Blickfang anderer Art ist der Bahnhof aus dem Jahr 1908 mit einer alten Lokomotive davor.


Umgebung:
Circa 15 km nordöstlich von Keetmanshoop liegt die Gariganis-Farm. Auf ihrem Gelände befindet sich der zum Nationalmonument erklärte Köcherbaumwald. Die Zufahrt ist nicht zu übersehen, an der Beschilderung führt kein Weg vorbei.
Ebenfalls an der C17, nur einige Kilometer weiter und noch immer am Gelände der Farm, ist eine weitere Natursehenswürdigkeit zu bestaunen: Giant's Playground bietet einen Rundgang durch eigenartig verwitterte Granitfelsen, die wie von Riesenhand hingeworfen wirken.
Beim Hauptgebäude der Farm werden zwei Geparden gehalten, die um 17:00 Uhr gefüttert werden. Dabei kann man bis auf wenige Meter ganz ohne Zaun an die wunderschönen Katzen herangehen.
Beim Köcherbaumwald gibt es auch einen Campingplatz, sodaß die Anlage von Sonnenaufgang bis nach Sonnenuntergang geöffnet ist.
Eintritt: Köcherbaumwald und Giant's Playground jeweils ZAR 15,--/Pers.

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• Fish River Canyon:
Der Fisch-Fluß hat in Jahrmillionen sein Bett immer tiefer in den Untergrund gegraben und dabei die verschiedensten Gesteinsschichten freigelegt. Ein Blick in den 160 km langen und bis zu 550 m tiefen Fish River Canyon ist somit auch ein Blick in die Erdgeschichte.
Das Gebiet um den Canyon ist Nationalpark und wird von Namibia Wildlife Resorts (NWR) verwaltet. Die Zufahrt ist holprig und einige Aussichtspunkte dürfen (und können) nur mit Allradfahrzeugen befahren werden.
Am Eingang muß für Mensch und Fahrzeug Eintritt bezahlt werden: ZAR 40,-- /Pers. und ZAR 10,-- für einen PKW.
Angrenzend an den Nationalpark liegt die private Gondwana-Collection, ein Zusammenschluß mehrerer Farmen zum Zweck des sanften Tourismus. Die Farmzäune sind entfernt, das Wild kann je nach Vegetation und Niederschlag in einem weiten Gebiet nach Nahrung suchen.
Auf dem Weg zurück nach Keetmanshoop kann man einen Abstecher zum Naute-Dam machen, hier wird der Löwen-Fluß (ein Nebenfluß des Fish-River) zur Energie- und Trinkwassergewinnung aufgestaut. Es ist ein ruhiger Platz zum Entspannen, der Besuch bei der Staumauer kostet ZAR 3,-- /Pers., für den Parkplatz werden ZAR 10,-- verlangt.

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• Lüderitz:
Hafenstadt in der Region Karas, (bis zu 100 m ü.d.M.), ca. 10.000 Einwohner, Koordinaten: 26° 39' 23" s. Br., 15° 9' 36" ö. L.
In der von Bartolomeu Diaz erstmals entdeckten Bucht Angra Pequena ließ der deutsche Kaufmann Adolf Lüderitz 1883 einen Handelsposten errichten und erwarb nach und nach einen breiten Landstreifen für das deutsche Kaiserreich. Ursprünglich nur ein erster Stützpunkt für die Versorgung des Hinterlandes, blühte Lüderitz nach dem Fund von Diamanten in unmittelbarer Umgebung auf. Nachdem die Diamantenfunde sich in den Süden und aufs offene Meer verlagert hatten, verschwand Lüderitz in der Versenkung und arbeitet sich nun wieder langsam mit Austern, Tourismus und Leichtindustrie zurück ins Bewußtsein der Welt.
Die Stadt hat noch viel von ihrer deutschen Vergangenheit erhalten und viele Gebäude passen mindestens gleich gut an die Nordsee wie hierher.


Goerke Haus:
Jugendstil-Villa eines leitenden Angestellten einer Diamanten-Gesellschaft. Das Haus klebt förmlich an den Felsen und ist mit allem für die damalige Zeit verfügbaren Luxus ausgestattet.
Das Gebäude befindet sich nun im Besitz der staatlichen Diamantengesellschaft und wird gelegentlich zur Unterbringung von Gästen verwendet. Dann ist eine Besichtigung nicht möglich.
Diamantberg Street, Öffnungszeiten: Mo-Fr 14:00 - 16:00, Sa/So 16:00 - 17:00, Feiertags geschlossen;
Eintritt ZAR 16,--/Pers.


Stadtmuseum:
Entstanden aus einer privaten Sammlung, die in den 60er-Jahren der Stadt vermacht wurde. Viele Exponate beschäftigen sich mit der Gründung der Stadt und den deutschen Schutztruppen, aber auch Ethnographisches und Interessantes aus Flora und Fauna werden dem Besucher gezeigt. Allerdings wirkt alles recht verstaubt - angenehmerweise ist alles auch in Deutsch beschriftet.
Diaz Street, Öffnungszeiten nicht angegeben.
Eintritt: Spende von mindestens ZAR 10,--/Pers. wird erwartet.


Felsenkirche:
Auf einem Felsen über dem Meer thront die evangelische Kirche in neogotischem Stil. Einweihung war 1912, die hübschen Buntglasfenster stiftete wieder der deutsche Kaiser Wilhelm.
Öffnungszeiten: Mo-Sa ab 17:00 Uhr oder zu den Gottesdiensten
Eintritt: Spende erbeten


Kolmanskop
(Kolmanskuppe):
Geisterstadt ca. 10 km östlich von Lüderitz im Diamantensperrgebiet gelegen, mitten in der Wüste.
1908 nach dem Fund von Diamanten in der Umgebung als Diamantsucher-Camp gegründete Siedlung, die wegen des dadurch erworbenen Reichtums mit allem ausgestattet werden konnte, was damals an Luxus denkbar war. So gab es zur Zerstreuung der Einwohner ein Casino, ein Theater und einen Ballsaal, zwei Restaurants, eine Turnhalle, eine Kegelbahn und sogar ein Schwimmbad in der Wüste. Die Versorgung mit allem Lebensnotwendigen klappte durch eine Eisfabrik, die u.a. Eisblöcke für die Kühlschränke in den Häusern lieferte, eine Schlachterei, die dieser Fabrik angeschlossen war und die Kälteschlangen in den Wänden ebenfalls nutzte, eine Bäckerei und einen Laden, in dem alles erhältlich war, was dann noch fehlte. Der ganze Ort wurde vom Elektrizitätswerk versorgt, und im Krankenhaus gab es den ersten Röntgenapparat im südlichen Afrika. Alles mußte mit Mulis aus dem knapp 10 km entfernten Lüderitz hergebracht werden, dorthin brachten Schiffe alle Güter, sogar das Trinkwasser kam in Fässern per Schiff aus Kapstadt.
Aber bald waren die Vorkommen erschöpft, die Diamantenschürfer zogen weiter in den Süden und 1956 verließ der letzte Bewohner sein Haus - die Wüste holte sich wieder, was ihr gehörte.
Seit einigen Jahren bemüht sich die halbstaatliche Namdeb (Namibische Diamantengesellschaft und Verwalterin der Diamantensperrgebiete), die Geisterstadt touristisch zu nutzen. Sie restaurierte einige Gebäude und läßt nun Besucher in das ansonsten hermetisch abgeriegelte Gebiet, denn seit einigen Jahren wird hier wieder intensiv nach Diamanten geschürft.
Im Rahmen einer geführten Tour kann man sich ein Bild des Lebens machen, das zur Blütezeit in Kolmanskop geführt wurde.
Öffnungszeiten: Mo-Sa geführte Touren um 9:30 und 11:00, So um 10:00, danach kann man auf eigene Faust und solange man will das Gelände mit den Wohnhäusern erkunden, darf aber den eingezäunten Bereich nicht verlassen.
Eintritt: ZAR 40,--/Pers., Tickets bei "Lüderitz Safaris & Tours" in Lüderitz.

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• Helmeringhausen:
Kleines Nest in der Wüste etwa auf halbem Weg von Aus nach Maltahöhe, an der Kreuzung C13 und C14.
Besteht eigentlich nur aus einem Laden, einer Tankstelle, dem Hotel Helmeringhausen mit Restaurant und Campingmöglichkeit, sowie dem daneben gelegenen Museum, dessen Schlüssel gegen eine kleine Spende im Hotel zu bekommen ist.
Eine Attraktion in der Nähe ist das Schloß am Rande der Namib-Wüste: Duwisib Castle wurde 1909 fertiggestellt und zeugt vom leichten Größenwahn des exzentrischen deutschen Offiziers Hansheinrich von Wolf, der diese Sandstein-Burg errichten ließ. Ausgestattet mit Rittersaal, edlen Möbeln und Gemälden, die allesamt aus Europa nach Lüderitz und von dort mit Ochsenkarren in die Wüste gebracht werden mußten, war es nur für fünf Jahre Wohnhaus des Erbauers und seiner amerikanischen Gattin.
Öffnungszeiten: tägl. 8:00 - 17:00; verwaltet durch NWR mit entsprechendem Papierkram beim Ticketkauf
Eintritt: ZAR 30,-- /Pers.

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• Sesriem:
Kleine Ortschaft mit Tankstelle, Laden, zwei Luxus-Lodges und Campingplatz am Eingang des Namib-Naukluft-Nationalparks.
Der Name des Ortes leitet sich ab von den 6 Ochsenriemen, die aneinandergebunden werden mußten, um Wasser aus dem Fluß am Grunde des Canyons holen zu können.
Zwei Sehenswürdigkeiten machen einen Besuch hier zum Muß: der kleine Sesriem-Canyon und die Dünen von Sossusvlei.


Sesriem-Canyon:
Enge, vom Wasser des Tsauchab-Flusses in den weichen Sandstein gegrabene Schlucht. Der Canyon ist an der interessantesten Stelle ca. 100 m lang und bis zu 30 m tief. Aufgrund der Enge und der Felsüberhänge ist es unten etwas schattiger und kühler, und fast das ganze Jahr über findet man kleine Tümpel, die Wildtieren das Überleben sichern.
Der kleine Fluß führt nur mehr selten Wasser und mündet in regenreichen Jahren am Sossusvlei in den Sand der Namib-Wüste.


Sossusvlei:
Die Hauptattraktion der Gegend ist das Sossusvlei mit den hohen Dünen, die den Weg dorthin säumen.
Ein Vlei ist eine Senke, in der sich Wasser sammelt und ohne Abfluß langsam verdunstet. Dadurch entsteht die charakteristische weiße Salzton-Kruste, die in der Hitze aufspringt und wie tausende Tonscherben den Boden überzieht.
Das Interessanteste am Sossusvlei ist der Weg dorthin: die bis zu 300 m hohen roten Dünen säumen die Asphaltstraße, die von Sesriem bis wenige Kilometer vor das Vlei führt. Ca. 28 km vom Eingang entfernt bietet Sossusport einen wunderschönen Ausblick auf das Tal des Tsauchab und die Dünen.
Der Abstand zwischen Straße und Dünen ist groß, erst bei der Düne 45 (45 km hinter dem Eingang) kann man bis an des Fuß des Sandberges heranfahren. Diese Düne wird daher auch gerne bestiegen.
Nach 65 km ist der PKW-Parkplatz mit rudimentärer Infrastruktur erreicht und nur mehr Allradfahrzeuge können im sehr weichen und tiefen Sand weiterfahren. Hier warten Shuttle-Jeeps auf Kundschaft und überwinden die letzten 5 km bis zum Sossusvlei.
Vom Allrad-Parkplatz aus kann man dann zum von Kameldornbäumen begrünten Sossusvlei gehen und auch zum mit toten Bäumen gespickten Dead-Vlei, das hinter einer für das Wasser unüberwindlichen Barriere liegt. Rote Dünen schließen diesen ausgetrockneten weißen See ein und zusammen mit dem blauen Himmel ist das Bild überwältigend.
Öffnungszeiten: Parktor von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang, der im Park gelegene Campingplatz öffnet eine Stunde früher und schließt eine Stunde später.
Eintritt: ZAR 80,--/Pers. sowie ZAR 10,-- für das Fahrzeug.

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• Swakopmund:
Hafenstadt in der Region Erongo, ca. 25.000 Einwohner, am Nordrand der Mündung des Flusses Swakop. Koordinaten: 22° 41' 13" s. Br., 14° 31' 45" ö. L.
1892 als Verladestelle und Haupthafen für Kolonialgüter gegründet, dann geprägt von deutschen Schutztruppen, den ersten deutschen Siedlern und geschäftstüchtigen Kaufleuten. Durch den kalten Benguela-Strom, der im Atlantik von Süden heraufzieht, ist das Klima angenehmer als im Landesinneren und so ist Swakopmund im Sommer ein beliebter Urlaubsort für Südafrikaner und Namibier. Das wirkt sich auch auf die Infrastruktur der Stadt aus.
Swakopmund ist aus seiner Geschichte heraus noch immer eine der am stärksten deutsch geprägten Städte Namibias, schon das Stadtbild erinnert an ein Nordseebad.
Sehenswertes gibt es sowohl innerhalb der Stadt, als auch in der etwas weiteren Umgebung (auf der Weiterfahrt oder bei einem Tagesausflug zu sehen).


Stadtspaziergang:
Bei einem Spaziergang durch Swakopmunds Zentrum sind viele Bauten aus der Kolonialzeit zu sehen, aber die meisten kann man nur von außen bewundern:
Den Giebel des Hohenzollern-Hauses schmückt eine große Atlas-Figur, die eine riesige Weltkugel stemmt.
Das Woermann-Haus mit dem markanten Turm beherbergt heute eine Bibliothek. Der alte Bahnhof wurde revitalisiert, er ist heute ein Luxushotel mit Entertainment-Komplex.
Das alte Landgericht von 1906 erstrahlt heute in frischem Gelb, wofür es verwendet wird, ist nicht ersichtlich.
Von der Strandpromenade aus sieht man den alten Leuchtturm, der so auch an der Nordsee stehen könnte und das Treiben am Strand bewacht.
Ein Wahrzeichen aus der Gründungszeit der Stadt ist die Jetty, die Landungsbrücke, die bereits 1911 errichtet wurde und eigentlich über 600 m lang hätte werden sollen. Aber Krieg, Wind und Wellen haben die Fertigstellung verhindert, und auch der errichtete Teil droht immer wieder zu versinken. Zur Zeit sind ca. 50 m für Fußgänger begehbar.


Stadtmuseum:
In der Nähe des Leuchtturms zwischen Strand Street und Ludwig Koch Street gelegen.
Die Ausstellung ist modern gestaltet und zeigt neben Relikten aus der Stadtgeschichte auch Dioramen der großen Ökosysteme Meer und Wüste, eine Abteilung ist dem Uranabbau gewidmet und gleich zu Beginn der Besichtigung wird man in die verschiedenen Ethnien Namibias eingeführt. Die Beschriftung ist fast durchgehend in Englisch, Afrikaans und Deutsch.
Das Swakopmund-Museum hat uns von allen Museen in Namibia am besten gefallen - es ist aktuell und interessant aufbereitet!
Öffnungszeiten: täglich 10:00 - 13:00 und 14:00 - 17:00
Eintritt: ZAR 20,--/Pers.


Kristallpalast:
Tobias Hainyeko Street, an der Straße vom alten Bahnhof zum Strand.
Modernes Gebäude, das sich Edelsteinen und Halbedelsteinen widmet. Es sind unterschiedliche Mineralien und Kristalle verschiedenster Farben und Größen ausgestellt, darunter unter anderem der größte Quartzkristall der Welt. Dabei wird auch die Verarbeitung gezeigt und wunderschöne Schmuckstücke (neben kitschigen Souvenirs) können im Laden erstanden werden.
Öffnungszeiten: täglich 10:00 - 13:00 und 14:00 - 17:00
Eintritt: ZAR 20,--/Pers.


Dampftraktor "Martin Luther":
An der B2 Richtung Usakos, 2,5 km vom Zentrum, heute National-Monument.
1896 importiertes Ungetüm zum Warentransport zwischen Swakopmund und Windhoek, als Ersatz für die Ochsenkarren gedacht, aber aufgrund seines Brennstoff- und Wasserverbrauchs unwirtschaftlich und wegen seines Gewichts (über 1,4 Tonnen) im Sand nicht brauchbar. Nach einigen Versuchsfahrten wurde er in der Wüste aufgegeben und verrottete. Das brachte ihm auch seinen Spitznamen ein, ganz nach Luthers berühmtem Ausspruch "Hier stehe ich, ich kann nicht anders!"
Heute steht ein rekonstruiertes Vehikel (zusammen mit den originalen Überresten) in einem kleinen Museum mit einer fotografischen Dokumentation vom Import bis zur letzten Restaurierung.
Öffnungszeiten: Mo-Sa 9:00 - 16:00
Eintritt: ZAR 10,--/Pers.

• Cape Cross:
Unwirtlicher Küstenabschnitt ca. 130 km nördlich von Swakopmund. Zufahrt über die Salzpiste C34, die auch den weiter nördlich gelegenen Sceleton-Coast-Nationalpark durchquert.
1486 landete hier der Portugiese Diogo Cão und errichtete ein Steinkreuz als Zeichen der Besitznahme für seinen König João II. Dieses Kreuz wurde 1893 nach Berlin gebracht und durch ein anderes Kreuz, gestiftet von Kaiser Wilhelm, ersetzt.
Die eigentliche Attraktion am Cape Cross ist allerdings die zwischen 100.000 und 150.000 Tiere zählende Kolonie von Zwergpelzrobben (auch Ohrenrobben oder Seelöwen genannt). Im Cape Cross Seal Reserve kann man ganz nahe an die Tiere herangehen, aber berühren sollte man speziell die ganz jungen Tiere nicht, denn der fremde Geruch würde ein Wiedererkennen durch die Mutter verhindern und das Tier verhungert.
Öffnungszeiten: täglich 10:00 - 17:00, aber manchmal freitags geschlossen.
Eintritt: ZAR 40,--/Pers. und ZAR 10,-- für den PKW

• Welwitschia Ebene:
Nur mit einem Permit, das man in Swakopmund beim Umweltministerium (Sam Nujoma Drive, Ecke Bismarck Street) erhält, darf man diesen Abstecher von der Hauptpiste im Namib-Naukluft-Park absolvieren. Man verläßt Swakopmund über die B2 und biegt rechts auf die Schotterpiste C28 ab. Die weitere Beschilderung zur Welwitschia mirabilis ist nicht zu übersehen, und der Weg dorthin ist gesäumt von botanischen und geologischen Attraktionen. Verwitterte Hinweistafeln deuten auf Flechten und Wüstenpflanzen, verrottende Kriegsrelikte und Aussichtsplätze auf das zerklüftete Moon Valley oder das Tal des Swakop.
Aber den ca. 75 km langen Weg von Swakopmund nimmt man nur für die Welwitschia mirabilis in Kauf. Diese urzeitliche Pflanze hat sich in Jahrmillionen perfekt an das spezielle Klima in küstennaher Wüste angepaßt. Die Verwandte unserer Kiefer besteht ihr Leben lang nur aus den beiden Keimblättern, die sich über den Boden winden, dabei zerfransen und wirre Gebilde ergeben. Sie erreichen ein Alter von bis zu 1.500 Jahren und wachsen dabei immer noch. So ein altes und großes Exemplar findet man, weiträumig eingezäunt, am Ende des Weges. Weitere kleinere Pflanzen wachsen in der ganzen Umgebung und zum Schutz ihrer Wurzeln ist ein Steinring um sie gelegt, der nicht betreten werden darf.
Permit: ZAR 40,--/Pers. und ZAR 10,-- für den PKW

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• Omaruru:
Kleinstadt in der Region Erongo, ca. 12.000 Einwohner, Koordinaten: 21° 25' 59" s. Br., 15° 57' 35" ö. L.
1872 von der Rheinischen Missionsgesellschaft gegründet, 1904 Schauplatz eines Herero-Aufstandes. Heute leben hier viele Künstler, die mit ihren Produkten die Souvenir-Palette bereichern.
Bis vor wenigen Jahren ein mit vielen Bäumen und Gärten blühender Ort, aber mittlerweile muß das Wasser rationiert werden und für die Gartenpflege ist meist zu wenig übrig.
Omaruru bietet zwei kulinarische Besonderheiten. Eine davon ist die Kristall-Kellerei. Seit ca. 15 Jahren wachsen am Ufer des Omaruru-Flusses Reben. Aus diesen keltert der deutschstämmige Besitzer einen fruchtigen Weißwein und einen leichten Rotwein.
Die Halbliterflaschen wechseln in Kleinstkontingenten den Besitzer, vorausgesetzt, es ist gerade genug abgefüllt.
Öffnungszeiten/Verkostung: täglich 10:00 - 17:00
Weiters produziert die Schokolademanufaktur Homemade Chocolates Pralinen, die sich mit den Vorbildern aus der Schweiz durchaus messen können. Eine kleine Auswahl ist in den Läden im Ort erhältlich, die Produktion haben wir allerdings nicht besucht.

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• Etosha Nationalpark:
Kernstück des 1907 durch den Gouverneur von Deutsch-Südwestafrika (Friedrich von Lindequist) ins Leben gerufenen Naturschutzgebietes ist die Etoschapfanne. Sie ist eine Salztonebene mit etwa 4.600 km2 Fläche, 1050 m über dem Meeresspiegel, völlig eben, meist mit einer salzigen Kalkschlammkruste bedeckt.
Der Etoscha Nationalpark ist mit seiner heutigen Fläche von über 22.000 km2 eines der größten Wildschutzgebiete der Erde.
Innerhalb des Parks sind ca. 700 km Pisten für PKW freigegeben. Die "Hauptstraßen" zwischen den Camps und der Etosha-Pfanne entlang sind gut gewartet, manche Zufahrten zu Wasserlöchern jedoch in haarsträubendem Zustand und wohl besser mit Geländewagen zu bewältigen. Die Westhälfte des Parks ist nur im Rahmen von geführten Touren zugänglich, dort ist die Natur sich selbst überlassen, der Besucher darf sich nur im Ostteil relativ frei bewegen. Motorräder und Cabrios sind aus Sicherheitsgründen gänzlich verboten, das Verlassen des Fahrzeuges nur in den Camps und an speziell ausgewiesenen Plätzen erlaubt. (Wildtiere bleiben eben Wildtiere, auch wenn sie vor den Besuchern nicht gleich flüchten.)
Die beiden für Touristen geöffneten Tore des Parks sind im Süden das Anderson-Gate und im Osten das Von Lindequist-Gate. Dort ist das Besuchsformular von NWR auszufüllen, die Eintrittsgebühr ist im dahinterliegenden Camp zu entrichten.
Eintritt: ZAR 80,-- /Person und Tag, ZAR 10,-- einmalig für einen PKW
Öffnungszeiten: die Einfahrt in den Park ist von Sonnenaufgang bis eine Stunde vor Sonnenuntergang möglich, damit die Rastlager noch rechtzeitig erreicht werden können.


Rastlager:
Seit ca. 60 Jahren gehört Etosha zu den touristischen Hauptattraktionen Namibias, daher wurden von der Parkverwaltung drei Rastlager errichtet, die bis zum Jubiläumsjahr 2007 (100 Jahre Etosha Nationalpark) gründlich renoviert wurden. Alle Camps bieten Bungalows und Campingmöglichkeiten, sie sind mit Swimmingpool, Laden, Restaurant und Tankstelle ausgestattet und haben ein beleuchtetes Wasserloch zur nächtlichen Wildbeobachtung. Dort sind überdachte Aussichtsplätze mit Sitzgelegenheiten installiert. Das Verlassen der Camps ist nur zwischen Sonnenauf- und -untergang gestattet.
Besucher, die von Outjo kommen, erreichen 17 km nach dem Anderson-Gate das Camp Okaukuejo. Hier ist der Sitz der Nationalparkverwaltung und der Forschungsstation. Von einem Aussichtsturm kann man einen Blick in die Umgebung werfen, außerdem gibt es hier ein kleines Postamt und ein Internet-Cafe.
Okaukuejo wurde 1901 als Kontrollposten und Seuchenstation gegen die Rinderpest errichtet, 1950 wurde es das erste Rastlager innerhalb des Parks.
Das jüngste Camp im Park ist das ca. 70 km von Okaukuejo entfernte Lager Halali. Es wurde zur Erhöhung der Kapazität 1968 eröffnet und liegt im zentralen Teil des Parks, auf halbem Weg zwischen den beiden anderen Camps.
Das historisch bedeutendste Lager ist Namutoni ganz im Westen des Parks. Bereits 1897 wurde hier eine Militärstation als Grenzposten errichtet, das Fort jedoch bei einem Ovambo-Aufstand 1904 zerstört. Bis 1957 hatte die Parkverwaltung im wieder errichteten Fort ihren Sitz, dann wurde es zu einem Rastlager ausgebaut. Heute ist es in strahlendem Weiß offizielles Nationaldenkmal Namibias und beherbergt auch ein kleines Museum.
Namutoni befindet sich 12 km vom Von Lindequist Tor entfernt, der nächste Ort ist Tsumeb.


Tierwelt:
Außer Büffel, Nilpferd und Krokodil sind hier alle Tierarten vertreten, die man im südlichen Afrika erwartet. Elefanten, Nashörner, Löwen, Geparden und Leoparden, daneben alle möglichen Antilopenarten. Besonders schön sind die als "Spießbock" bezeichneten Wappentiere Namibias, die Oryx-Antilopen, markant bevölkern Zebras, Gnus und Giraffen den Osten des Parks. Vögel findet man überall, nach ergiebigen Regenfällen sogar rosa Flamingos. Am Wasserloch beim Camp Halali waren Gänse, Marabus und Webervögel zu beobachten, Strauße staksen immer wieder durch die Landschaft und die blauhalsigen Perlhühner rennen gackernd in jeden sich bietenden Schatten, sei es ein Strauch oder ein langsam rollendes Auto....


Wasserlöcher:
Die größte Chance auf Tierbeobachtungen hat man in der Nähe von Wasserlöchern. Speziell in den Monaten Juli bis Oktober ist die Landschaft ausgedorrt und das Wild muß zu den Wasserstellen kommen. Einige sind natürliche Quellen, die in der Trockenzeit versiegen können, andere sind künstlich angelegt und mit Hilfe von solarbetriebenen Pumpen gibt es immer frisches Naß für die Tierwelt.
Die Namen der Wasserlöcher leiten sich z.T. aus der Sprache der Ovambo ab, andere geben Aufschluß über die hier bevorzugt anzutreffenden Tiere, so z.B. Gemsbokvlakte (angeblich beliebt bei Oryxantilopen), Olifantsbad (häufige Elefantenbeobachtungen) und Leeubron (Löwenbrunnen). Allerdings ist das Wild immer in Bewegung und so bleibt einem nichts anderes übrig, als für Tierbeobachtungen auf sein Glück zu hoffen.


Etosha Lookout:
Einziger Platz, an dem man in die Etosha-Pfanne hineinfahren darf. Die Piste ist mit kleinen Palisaden markiert, das Verlassen ist natürlich nicht erlaubt. Die ganze Umgebung ist absolut eben, der Boden von einer leicht grünlichen, harten Kruste überzogen, die in der Hitze aufgesprungen ist und wie Tonscherben herumliegen. Die Luft flirrt von der Hitze, nur gerade hinter dem Betrachter sind ein paar niedere Büsche, die ein Ufer markieren. Die Trampelpfade verschiedener Tiere sind zu erkennen, aber leider auch die Reifenspuren unverbesserlicher Offroad-Fanatiker.

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• Otjiwarongo:
Stadt in der Region Otjozondjupa, (1.460 m ü. d. M.), ca. 10.000 Einwohner; Koordinate: 20° 27' 12" s. Br., 16° 39' 12" ö. L.
1906 beim Bau der Eisenbahn von Windhoek nach Tsumeb gegründete Siedlung, die sich zum Handelszentrum des Umlandes entwickelt hat. Sie bietet nur wenig Sehenswertes, das Museum war bei unserem Besuch geschlossen (Öffnungszeiten nirgends ersichtlich).
Am östlichen Ortsrand befindet sich die einzige Krokodilfarm Namibias. Hier werden die Reptilien zur Fleisch- und Ledererzeugung gezüchtet, im angeschlossenen Restaurant kann man auch Krokodilfleisch verkosten.
Öffnungszeiten: Mo-Fr 9:00 bis 16:00, Sa/So 9:00 bis 13:00
Eintritt: ZAR 30,--/Pers.

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• Kapstadt und Umgebung:
Da wir bereits vor vier Jahren in der Stadt am Fuße des Tafelbergs waren, beschränken sich die Besichtigungen auf damals nicht Mögliches (Tafelberg, Chapmans's Peak Drive) und besonders Hübsches.
Unser Lager haben wir im Ort Somerset West, ca. 35 km östlich von Kapstadt, aufgeschlagen, da wir einen Ort zum Entspannen suchten, von dem aus das Weinland gut zu erkunden ist.
Den Weingütern, die wir besucht haben, ist weiter unten eine eigene Rubrik gewidmet.

The Lord Charles
Somerset West
4****-Hotel an der Verbindungsstraße von der N2 Richtung Stellenbosch.
Riesiger Luxustempel mit Swimmingpool, Jacuzzi, 2 Restaurants und Bar. Aufgrund der relativen Nähe zum Flughafen Kapstadt Start- oder Schlußhotel vieler Tourbusse und Flugzeug-Crews.
A-la-Carte-Restaurant mit freundlichem Service und guter Küche, das Buffet-Restaurant haben wir nicht genutzt. Das Frühstück ist üppig und umfangreich, die Bar sehr verraucht.
Gesamter Aufenthalt (4 Übernachtungen mit Frühstück) gebucht über Octopus-Travel.
P.O.Box 5151 Helderberg 7135; Tel. +27 21-8551040, Corner Faure & Stellenbosch Roads, Somerset West 7130, South Africa

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Tafelberg: Bis zu 1.086 m hohes Felsmassiv, von den Stadtteilen und Vorstädten Kapstadts umgeben.
Wahrzeichen und Hauptsehenswürdigkeit Kapstadts, kann sowohl auf Wanderwegen mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden als auch mit einer bereits seit 1929 bestehenden Seilbahn erklommen werden.
An der Talstation der Seilbahn herrscht an schönen Tagen Parkplatznot, die PKW stehen entlang der Straße und Fahrradrikschas bringen die Besucher vom Auto zum Ende der Warteschlange an der Kassa. Dahinter wartet man beim Lift, dann beim Drehkreuz und letztlich noch vor den Gondeln. Aber die Auffahrt in den runden Kabinen, die sich während der Fahrt einmal drehen, damit jeder das tolle Panorama genießen kann, ist das Anstehen wert.
Oben auf dem Tafelberg kann es empfindlich kühl sein, der Wind treibt Wolken vom Atlantik her und hüllt Berg wie Besucher in das berühmt-berüchtigte "Tafel-Tischtuch". Auf dem Plateau kann man Spaziergänge unternehmen und dabei einen Blick auf die Stadt und die Umgebung werfen. Es gibt ein Panoramarestaurant, einen Souvenirshop und eine Touristeninfo.
Die Vegetation auf dem Tafelberg ist vielfältig, Fynbosgewächse in vielen verschiedenen Arten (Proteen, Erika,...) erfreuen das Auge. Da viele davon nur hier beheimatet sind, ist das auch der Grund dafür, daß der Tafelberg seit 1998 Teil des Cape Peninsula Nationalparks ist.
Öffnungszeiten: je nach Wetter und Jahreszeit erste Bergfahrt zwischen 7:30 und 8:30, letzte Talfahrt zwischen 18:00 und 22:00 (Bei Wetterumschwung signalisiert eine Sirene das vorzeitige Betriebsende, dann sollte man so schnell wie möglich zur Station kommen und die Talfahrt antreten)
Eintritt/Fahrpreis: ZAR 130,-- /Pers.

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Chapman's Peak Drive Legendäre Küstenstraße, 1915 in den Fels gehauen und damals einzige Verbindung von Hout Bay nach Noordhoek. Die gewundene Strecke verläuft 150 m über dem Meeresspiegel und bietet von vielen Haltebuchten aus einen wunderschönen Blick auf die Buchten, Strände und den weiten Atlantik.
Diese Mautstraße war jahrelang zur Sanierung gesperrt, jetzt ist ein kleiner Teil davon wieder geöffnet. Von Haut Bay aus erhält man am Mauthäuschen eine Zählkarte, aber nach wenigen Kilometern ist leider Schluß mit der schönen Aussichtsstraße: ein Gitter versperrt die Fahrbahn. Also muß man wieder zurück Richtung Hout Bay und beim Mauthäuschen die Zählkarte wieder abgeben - aber immerhin kostet es nichts....


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• Restaurants während unseres Kapstadt- und Weinland-Aufenthaltes
D'Vine Restaurant
Somerset West
Ausgezeichnetes Restaurant bei der Willowbrook Lodge (****)
Entspannte Atmosphäre, aufmerksames und humorvolles Service, gute Küche, gute Weine sowieso.
Am späten Nachmittag auf gut Glück hingegangen und noch einen Tisch für das Abendessen ergattert.
P.O.Box 1892 Somerset West 7129; Tel. +27 21-8513759, Morgenster Avenue (off Lourensford Road), Somerset West 7130, South Africa

Belthazar
Kapstadt, V&A Waterfront
Restaurant & Weinbar an der V&A Waterfront, mit Blick auf den Hafen
Gute Grillgerichte, etwas teuer (wird wohl an der Lage liegen), große Auswahl an Weinen.
Beim Bummel entlang der Waterfront aufgrund des Angebotes ausgewählt. Bei kühler Abendluft gibt's Gas-Heizstrahler.
Shop 153, Victoria Wharf, V&A Waterfront; Tel. +27 21-4213753/56, Capetown, South Africa

La Vigna Restaurant
Somerset West
A la Carte-Restaurant des Hotels Lord Charles.
Abwechslungsreiche Karte, aufmerksames Service, gute Küche.
Als Hotelgäste ohne Schwierigkeiten einen Tisch bekommen
P.O.Box 5151 Helderberg 7135; Tel. +27 21-8551040, Corner Faure & Stellenbosch Roads, Somerset West 7130, South Africa

Stellenbosch Kitchen
(hieß früher Jan Cats Restaurant)
Stellenbosch
Restaurant im Stellenbosch-Hotel.
Die Karte bietet viele Wildgerichte (Zebra, Kudu, Impala, ...) und Meeresfrüchte, die Weinauswahl ist umfangreich.
Wir sind aus nostalgischen Gründen hingegangen und haben problemlos auch ohne Reservierung einen Tisch bekommen (auch wenn das Lokal gut besucht war).
Tel. +27 21-8873644; Ecke Dorp & Andringa Streets, Stellenbosch, South Africa

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• Weingüter, die wir in diesem Jahr besucht haben:
Südafrikanische Weine sind bekannt in aller Welt, nicht bekannt ist jedoch, wie viele Weingüter es hier gibt. Viele sind so klein, daß sich ein Export nicht rentiert, sie produzieren hauptsächlich für den Binnenmarkt. Uns macht es Spaß, solche Weingüter zu besuchen und die Produkte zu verkosten. Sie unterscheiden sich nämlich merklich von den Weinen der international bekannten Großproduzenten.
Einen kleinen Einblick in die Vielfalt der südafrikanischen Weine bekommt man beim Besuch der Weinrouten rund um Stellenbosch. Bei allen Produzenten kann man verkosten, manche bieten auch Kellertouren oder haben ein Restaurant angeschlossen, so manches Gut ist ein Museum, das zu besuchen den Eindruck abrundet. Einen hilfreichen Hinweis zur verantwortungsvollen Verkostung fanden wir im Weingut Nederburg:                  hilfreiche Information :-)
Vergelegen
Somerset West
Eines der ältesten Weingüter Südafrikas, gegründet 1700;
das alte Gutshaus und die Bibliothek mit Herrenzimmer liegen inmitten eines weiten Parks mit Rosengarten, Kampferbäumen und Teichlandschaft.
An der Lourensford Road, Somerset West
Öffnungszeiten: täglich 9:30 - 16:30
Eintritt: ZAR 10,-- /Pers.
Weinverkostung: je nach Sorte zwischen ZAR 2,-- und 10,-- je Glas

KWV Wine Emporium
Paarl
Koopertiewe Wijnbouwers-Vereeniging - größte Winzergenossenschaft der Welt
Bei KWV werden verschiedene Marken erzeugt, neben Tafelweinen auch ausgezeichnete Brandys und Dessertweine. Am riesigen Gelände kann man im Zuge einer Kellereiführung die modernen Produktionsabläufe ebenso wie den Barrique-Keller und die alten Portwein-Fässer bestaunen.
Kohler Street, Paarl
Öffnungszeiten: Mo-Sa 9:00 - 16:30, Sa 11:00 - 16:00, Kellereiführung auf Deutsch um 10:15
Führung: ZAR 22,-- /Pers.
Weinverkostung: ZAR 15,-- /Pers., Spezialitäten kosten extra

Blaauwklippen
Stellenbosch
Wunderschöner alter Gutshof, bereits 1682 gegründet
Heute bietet das Anwesen neben Weinverkostung und Restaurant ein Veranstaltungszentrum, Reitmöglichkeiten und ein Kutschenmuseum
An der R44 südlich von Stellenbosch gelegen.
Öffnungszeiten: Mo-Sa 9:00 - 17:00, So 9:00 - 16:00
Kellertouren auf Anfrage
Weinverkostung: 5 Weine ZAR 15,--

Kanonkop
Elsenburg
Kleines, aber feines Weingut, produziert nur vier Rotweine.
Nördlich von Stellenbosch an der R44 gelegen.
Öffnungszeiten: Mo-Fr 8:30 - 17:00, Sa 9:00 - 14:30
Weinverkostung: ZAR 10,-- /Pers., bei Einkauf gratis

Morgenhof
Stellenbosch
Relativ neues Weingut, 1993 wiederbelebt, mit spektakulärem Weinkeller und gutem Restaurant.
Nördlich von Stellenbosch an der R44 gelegen.
Öffnungszeiten: Mo-Fr 9:00 - 16:30, Sa/So 10:00 - 15:00
Weinverkostung: ZAR 15,-- /Pers.

Muratie
Stellenbosch
Uriges Weingut mit ausgezeichneten Portweinen
Öffnungszeiten: täglich 9:00 - 17:00
Weinverkostung: gratis

Uitkyk
Stellenbosch
sehr modern renoviertes Weingut, gegründet 1696 - traumhafter Blick bis zum Tafelberg.
Öffnungszeiten: Mo-Fr 9:00 - 17:00, Sa 9:30 - 16:00, So 11:00 - 16:00
Im Verkostungspreis von ZAR 30,-- ist auch das Glas inkludiert.


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